WSBK 2019: Kawasaki präsentiert die neue ZX-10RR von Jonathan Rea

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WSBK 2019: Kawasaki präsentiert die neue ZX-10RR von Jonathan Rea
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16.02.2019, 09:57

Das Kawasaki-Werksteam zeigt auf Phillip Island das 2019er-Modell - Kleine Änderungen beim Motor lassen den Reihenvierzylinder höher drehen

Am Wochenende vor dem Saisonstart der Superbike-WM hat das Weltmeisterteam die Motorräder für 2019 präsentiert. Auch im neuen Jahr bleibt sich die Kawasaki ZX-10RR treu und wurde nur in Details verbessert. Das 2019er-Modell wurde mit Blick auf das aktuelle Reglement nachgeschärft und bietet mehr Möglichkeiten für das Rennteam. Jonathan Rea steht vor seiner fünften Saison als Kawasaki-Werkspilot. Leon Haslam nimmt 2019 den Platz von Tom Sykes ein, der das Team in Richtung BMW verließ.

Das 2018 eingeführte Drehzahllimit hatte Kawasaki im Vorjahr hart getroffen. Die Japaner mussten ihren Reihenvierzylindermotor im Vergleich zur Saison 2017 um mehr als 1.000 Umdrehungen kastrieren. "Unser Motorrad wurde zu einem Opfer seines Erfolgs", blickt Kawasaki zurück. Da sich die erlaubte Maximaldrehzahl an den Serienmaschinen orientiert, würzte Kawasaki das 2019er-Modell nach und hob die Drehzahl an. Dadurch dürfen auch die WSBK-Bikes von Rea und Haslam höher drehen.

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Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team

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Kawasaki Racing Team, Kawasaki Ninja ZX-10RR

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Leon Haslam, Kawasaki Racing Team

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Jonathan Rea, Kawasaki Racing Team, Leon Haslam, Kawasaki Racing Team

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"Durch das neue Motorrad hat uns Kawasaki mehr Potenzial gegeben für die neue Saison", freut sich Kawasaki-Ingenieur Marcel Duinker. "Kawasaki entwarf den Ventiltrieb und den Motorkopf komplett neu", erklärt der ehemalige Crewchief von Tom Sykes, der sich 2019 um die Maschine von Leon Haslam kümmert. Neben den größeren Reserven verfügt der Motor der 2019er-Kawasaki laut Duinker über ein besseres Ansprechverhalten: "Die Innereien des Motors sind jetzt leichter. Dadurch spricht der Motor besser an."

Möglich wurden die höheren Drehzahlen durch Modifikationen am Motor. So kommen jetzt Titanpleuel zum Einsatz und Schlepphebel ersetzen die bisher verwendeten Tassenstößel. Beim Serienmodell spricht Kawasaki von einer Leistungssteigerung von drei PS. Doch mit Blick auf das WM-Bike dürften die Unterschiede größer sein, denn der Motor verfügt 2019 über deutlich mehr Potenzial.

Bei den Wintertests ging es darum, den 2019er-Motor in Einklang mit dem Fahrwerk zu bekommen. Während die 2018er-Maschine auf Grund der niedrigeren Drehzahlen und des höheren Drehmoments von Weltmeister Rea gern als Traktor bezeichnet wurde, verfügt die neue Maschine über ein anderes Wesen. Sie ist deutlich aggressiver und drehfreudiger. Damit dürfte Kawasaki vor allem in den Topspeed-Messungen auf den Geraden einen Sprung machen.

"Das Motorrad hat einen anderen Charakter durch die Änderungen bei den Innereien. Das Gefühl des Fahrers hat sich verändert", bemerkt Crewchief Pere Riba, der sich bei Kawasaki um die Maschine des Weltmeisters kümmert. "Man muss den Fahrer bei den Wintertests vertraut machen mit dem neuen Motorrad und die Limits verschieben. Wir wollten eine Basis schaffen und das Paket für Phillip Island fertig stellen. Die Änderungen beim Motor wirken sich auch auf andere Bereiche aus, wie das Chassis oder die Elektronik. Wir mussten alles zusammenbringen. Ich habe ein gutes Gefühl. Johnny war bei allen Wintertests im November und im Januar sehr stark. Wir sind gut vorbereitet für das erste Rennen in Australien."

Der Titelverteidiger freut sich 2019 vor allem auf den neuen Motor. "Das Motorrad dreht viel besser hoch. Das ist sehr gut für die Rennen, weil wir dadurch mehr Freiheiten haben bei der Übersetzung. Im vergangenen Jahr verloren wir viel Zeit beim Beschleunigen. Das war auf die Einschnitte bei den Drehzahlen zurückzuführen. Es fühlte sich manchmal an, als ob man mit einem stumpfen Messer kämpft", blickt Rea zurück."Die Saisonvorbereitungen verliefen sehr gut. Mit einem neuen Motorrad benötige ich normalerweise viel Zeit, doch Kawasaki hat gut auf die neuen Regeln und meine Kommentare reagiert." Folgt in diesem Jahr der fünfte Titel in Folge? "Wir haben die beste Crew und das beste Motorrad. Es liegt an mir."

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Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky
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