WSBK-Finale: Scott Redding möchte keine Rücksicht auf das WM-Duell nehmen

Scott Redding verabschiedet sich beim WSBK-Finale in Indonesien von Ducati und strebt Siege an, bevor er sich bei BMW einer neuen Herausforderung widmet

WSBK-Finale: Scott Redding möchte keine Rücksicht auf das WM-Duell nehmen

Ducati-Pilot Scott Redding kommt als WM-Dritter zum Saisonfinale der Superbike-WM nach Indonesien. Der Brite hat keine Chance mehr, Weltmeister zu werden. Der Vizetitel ist allerdings noch möglich. Dafür müsste Redding 37 Punkte auf Titelverteidiger Jonathan Rea gutmachen. Zudem hat Arbeitgeber Ducati noch Chancen auf den Titel in der Herstellerwertung (mehr Informationen).

Das Kapitel Ducati geht für Redding in drei Tagen zu Ende. "Ich bin ein bisschen traurig, dass ich das Team verlasse. Das Team war ab dem ersten Tag wirklich toll. Doch es geht jetzt zu Ende und ich wechsle zu einem anderen Projekt", schaut er auf den bevorstehenden Wechsel zu BMW.

Redding kam 2020 in die WSBK, um Weltmeister zu werden. Dieses Ziel konnte der Brite nicht erreichen. Dennoch ist er nicht ganz unzufrieden mit seinem zweiten Jahr in der Superbike-WM. "Die Saison lief gut für mich. Ich gewann mehr Rennen als im Vorjahr. Das ist positiv. Leider hatte ich ein bisschen weniger Glück als im vergangenen Jahr", vergleicht er.

Jonathan Rea; Toprak Razgatlioglu

Jonathan Rea und Toprak Razgatlioglu machen den Titel untereinander aus

Foto: Dominik Lack

"Das kommt vor, doch ich fuhr gut und war konstanter an der Spitze. Damit bin ich zufrieden. Ich würde gern weitere Siege an diesem Wochenende einfahren, um Ducati ein kleines Geschenk zu machen", erklärt der ehemalige BSB-Champion vor dem finalen Renn-Wochenende.

Im Fokus des Interesses steht das WM-Duell Toprak Razgatlioglu vs. Jonathan Rea. "Beide stehen stark unter Druck", erkennt Redding. "Toprak darf keine Fehler machen und Jonathan muss ihn besiegen und demzufolge attackieren. Er könnte aber auf die dritte Position abrutschen, wenn ich Zweiter werde. Ich bin der einzige Fahrer, der sich entspannen kann. Ich kann nicht weiter nach hinten rutschen."

"Ich werde es beiden so schwierig wie möglich machen, denn ich will vor dem Ende der Saison noch Rennen gewinnen", stellt Redding klar. Es könnte das letzte Mal sein, dass Redding ein Motorrad hat, mit dem er aus eigener Kraft Rennen gewinnen kann. Bisher gelang BMW nur ein Sieg auf nasser Strecke.

Scott Redding, Michael van der Mark

Scott Redding trifft bei BMW auf Michael van der Mark

Foto: Motorsport Images

"Ich würde nicht wechseln, wenn ich nicht davon überzeugt wäre, gute Ergebnisse einfahren zu können. Es wäre aber vermutlich zu viel verlang, sofort zu gewinnen. Ich denke, sie haben im Laufe der Saison ordentliche Fortschritte erzielt", kommentiert Redding.

"Ich freue mich auf das Projekt, auch wenn ich mir bewusst bin, dass es ein bisschen anders sein wird als bisher. Ich fuhr seit der Moto2 kein Reihen-Vierzylinder-Bike", gesteht der ehemalige Grand-Prix-Pilot, der in der MotoGP und bei den Superbikes immer V4-Bikes pilotierte.

Mit Bildmaterial von Aruba.it Racing - Ducati.

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