WSBK Katar: Rea holt Superpole, Ducati schwächelt

Jonathan Rea deklassiert seine Gegner weiter – Die beiden Werks-Ducatis nur in Reihe drei – Yamaha stark - Honda auf den Plätzen 15 und 18

Weltmeister Jonathan Rea startet beim ersten Lauf in Katar von der Pole-Position. Der Kawasaki-Pilot setzte die Dominanz aus den Freien Trainings auch in der Superpole fort und sicherte sich in 1:56.228 Minuten überlegen die Bestzeit. Er war knapp eine halbe Sekunde schneller als Yamaha-Pilot Alex Lowes, der in Losail ein Kandidat für das Podium ist. Tom Sykes (Kawasaki) komplettiert Startreihe eins und muss weiter auf die entscheidende Pole-Position warten, die für die Allzeitbestmarke reicht, die momentan von Troy Corser gehalten wird. Auf Reas Bestzeit verlor Sykes mehr als acht Zehntelsekunden – eine Welt.

Der Pole-Setter war nach der Superpole 2 entsprechend zufrieden: "Ich genieße das Fahren hier bei Flutlicht. Ich denke, ich spreche auch für die anderen Fahrer. Es macht hier sehr viel Spaß", kommentiert Rea, der die sechste Pole-Position der Saison einfuhr und nebenbei einen neuen Rundenrekord aufstellte. "Mir gelang eine saubere Runde", freut sich der Champion. "Im Rennen könnte es aber anders aussehen. Es scheint, als wären viele andere Fahrer ebenfalls schnell. Ich möchte mein Bestes geben und 17 gute Runden fahren."

Lowes schaffte es zum zweiten Mal in Folge in Reihe eins und verdeutlichte, dass Yamaha Fortschritte macht. "Ich muss mich bei meinen Jungs bedanken. Sie haben sehr hart gearbeitet. Jetzt wird der Rückstand zur Spitze kleiner", bemerkt der Brite, der im Rennen in die Top 3 fahren möchte: "Ein Podium ist das Ziel. Wir möchten die Saison auf einem Hoch beenden. Ich fühle mich sehr wohl auf dem Motorrad. Ich bin mir nicht ganz sicher, was das Rennen angeht. Ich hoffe, dass meine Zeiten für das Podium reichen. Wir probieren es!"

Für Sykes geht es in Katar um den Vizetitel. WM-Rivale Chaz Davies (Ducati) erlebte ein enttäuschendes Qualifying und startet nur aus Reihe drei. Sykes hat gute Chancen, am Freitagabend der Vizekrone näher zu kommen. "Das ist das Ziel", kommentiert der Weltmeister von 2013, der am Donnerstag einen Motorschaden hatte und viel Trainingszeit einbüßte: "Wir verloren gestern viel Zeit im Freien Training und mussten aufholen. Das Qualifying verlief nicht nach Plan. Ich denke aber, dass unsere Rennabstimmung besser ist als die Abstimmung für das Qualifying. Wir müssen beim Start gut wegkommen und ein sauberes Rennen fahren."

In Reihe zwei stehen Lorenzo Savadori (Milwaukee-Aprilia), Xavi Fores (Barni-Ducati) und Eugene Laverty (Milwaukee-Aprilia). Alle waren etwa 1,2 Sekunden langsamer als Rea, konnten sich aber immerhin vor den beiden Werks-Ducatis behaupten, die keine gute Superpole erlebten.

Chaz Davies steht als Achter nur in Reihe drei, unmittelbar vor Teamkollege Marco Melandri. Platz sieben ging an Yamaha-Pilot Michael van der Mark. Sylvain Guintoli (Puccetti-Kawasaki), Jordi Torres (Althea-BMW) und Leon Camier (MV Agusta) qualifizierten sich für Reihe vier. Guintoli und Camier kamen über die Superpole 1. Enttäuschend verlief der erste Durchgang für das Honda-Duo. Davide Giugliano und Jake Gagne kamen nicht über die Positionen fünf und acht hinaus und stehen demzufolge auf den Startplätzen 15 und 18.

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Über diesen Artikel
Rennserien Superbike-WM
Veranstaltung Doha
Rennstrecke Losail International Circuit
Artikelsorte Qualifyingbericht