WSBK Laguna Seca: Jonathan Rea fährt weltmeisterlich zum Sieg

geteilte inhalte
kommentare
WSBK Laguna Seca: Jonathan Rea fährt weltmeisterlich zum Sieg
Autor: Sebastian Fränzschky
24.06.2018, 21:46

Von Startplatz neun zum Sieg: Kawasaki-Pilot Jonathan Rea baut seinen Vorsprung auf 75 Zähler aus – Eugene Laverty gelingt erstes Podium seit seiner WSBK-Rückkehr.

Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Jonathan Rea, Kawasaki Racing, Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Jonathan Rea, Kawasaki Racing
Leon Camier, Honda WSBK Team
Chaz Davies, Aruba.it Racing-Ducati SBK Team
Josh Herrin, Yamaha
Eugene Laverty, Milwaukee Aprilia
PJ Jacobsen, Triple M Racing
Tom Sykes, Kawasaki Racing

Kawasaki-Werkspilot Jonathan Rea hat auch das zweite Rennen in Laguna Seca für sich entschieden. Der Titelverteidiger kämpfte sich von Startplatz neun binnen weniger Runden an die Spitze und kontrollierte von da an die Führung. Chaz Davies (Ducati) wurde wie am Samstag Zweiter. Eugene Laverty (Milwaukee-Aprilia) fuhr erstmals seit seiner Rückkehr zu den Superbikes auf das Podium.

Beim zweiten Lauf in Laguna Seca nahmen nur 19 Fahrer in der Startaufstellung Platz. Toprak Razgatlioglu (Puccetti-Kawasaki) erhielt nach seinem Highsider im ersten Rennen keine Startfreigabe. Eugene Laverty (Milwaukee-Aprilia) nutzte seine Pole-Position und übernahm nach einem gelungenen Start die Führung vor Marco Melandri (Ducati) und Xavi Fores (Barni-Ducati). Doch die Ducati-Piloten konnten zu Beginn keine guten Zeiten fahren und wurden von Yamaha-Pilot Michael van der Mark überrumpelt.

Van der Mark übernahm noch in Runde eins die zweite Position und ließ Melandri und Fores hinter sich. Chaz Davies startete gut ins zweite Rennen, verlor in Runde eins aber einige Positionen, während Jonathan Rea wie gewohnt schnell durchs Feld pflügte. In Runde zwei übernahm der Sieger des ersten Rennens bereits die vierte Position.

Leon Camier (Red-Bull-Honda) war das erste Sturzopfer des zweiten Laufs. Der Brite landete in Runde drei im Kiesbett, konnte das Rennen aber fortsetzen. An der Spitze fuhr Laverty eine kleine Lücke heraus. Rea ging an Melandri vorbei und fuhr hinter van der Mark auf Position drei. Der WM-Leader war der schnellste Fahrer im Feld und setzte van der Mark unter Druck.

Melandris Rennen war zeitig vorbei. Der Italiener rutschte in Kurve 5 in den Kies, blieb aber unverletzt. Mit niedrigen 1:23er-Zeiten kam Rea Runde für Runde an die führende Aprilia von Laverty heran. Dahinter folgte van der Mark, der unter Druck von Davies und Alex Lowes geriet. Tom Sykes (Kawasaki) konnte keine Akzente setzen und fuhr auf der achten Position. Sykes fuhr eine ganze Sekunde langsamer als Teamkollege Rea.

In Runde sieben übernahm Rea die Führung. Der Weltmeister ging in Kurve 3 problemlos an Laverty vorbei und setzte sich sofort ab. Dahinter formierte sich eine Dreiergruppe bestehend aus den beiden Yamaha-Piloten van der Mark und Lowes, die vor und hinter Davies fuhren. In Runde acht bremste sich Davies an van der Mark vorbei und übernahm die dritte Position. Zu Platz zwei klaffte aber eine zwei Sekunden große Lücke.

Davies kam Zehntel um Zehntel näher an Laverty heran, während Rea an der Spitze entkam und einem weiteren Sieg entgegen fuhr. Zehn Runden vor Rennende schrumpfte die Lücke auf weniger als eine halbe Sekunde. Davies studierte Laverty und plante ein Manöver, um Platz zwei zu übernehmen.

In der Yamaha-Box verfolgten die Verantwortlichen gespannt das Duell um Platz vier. Lowes steigerte den Druck auf van der Mark. Die beiden Yamaha-Piloten konnten genau beobachten, was sich davor abspielte. Davies verschätzte sich in Kurve 2 und drängte Laverty von der Linie. Der Ducati-Pilot übernahm mit diesem Manöver die zweite Position, entschuldigte sich aber unmittelbar für die ungewollt aggressive Art und Weise.

Die Corkscrew forderte zum Leidwesen der anwesenden US-Fans ein weiteres Opfer. Lokalheld Patrick Jacobsen (Triple-M-Honda) ging acht Runden vor Rennende zu Boden. Die Fireblade des US-Amerikaners konnte rechtzeitig von der Ideallinie gebracht werden, bevor die Spitze die markanteste Kurvenkombination der Strecke erreichte.

Rea kontrollierte das Rennen, Davies folgte auf der zweiten Position. Laverty musste um sein erstes Podium nach der Rückkehr in die Superbike-WM zittern, denn das Yamaha-Duo schloss auf. Sechs Runden vor Rennende betrug Lavertys Vorsprung weniger als eine Sekunde. Donington-Sieger van der Mark sah ein mögliches Podium vor sich. Aber auch Lowes wollte auf das Treppchen steigen und den Erfolg vom Vortag wiederholen.

Drei Runden vor Rennende setzte sich Lowes im Yamaha-Duell durch und zog vor der Corkscrew an van der Mark vorbei. Durch den Zweikampf der Yamaha-Piloten verschaffte sich Laverty etwas Luft und war auf Podestkurs. In den letzten Runden änderte sich die Reihenfolge nicht weiter. Rea gewann souverän vor Davies und Laverty. Lowes wurde Vierter vor van der Mark. Xavi Fores, Jordi Torres (MV Agusta), Tom Sykes, Jake Gagne (Red-Bull-Honda) und Loris Baz (Althea-BMW) komplettierten die Top 10.

Nächster Artikel
Ärger bei Kawasaki: Stimmung endgültig vergiftet?

Vorheriger Artikel

Ärger bei Kawasaki: Stimmung endgültig vergiftet?

Nächster Artikel

Ducati Panigale V4: Einarmschwinge oder MotoGP-Lösung?

Ducati Panigale V4: Einarmschwinge oder MotoGP-Lösung?
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Event Laguna Seca
Autor Sebastian Fränzschky