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WSBK Magny-Cours 2019: Van der Mark im FT1 vorn, Rea und Bautista stürzen

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WSBK Magny-Cours 2019: Van der Mark im FT1 vorn, Rea und Bautista stürzen
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27.09.2019, 09:53

Schwierige Bedingungen beim Trainingsauftakt in Frankreich: Michael van der Mark stürmt an die Spitze, die WM-Favoriten landen zeitig im Kiesbett

Der Trainingsauftakt in Magny-Cours fand auf nasser Strecke statt. Kurz vor dem FT1 regnete es in Frankreich. Der Kurs trocknete im Laufe der ersten Trainingseinheit ab, war aber zu keinem Zeitpunkt komplett trocken. In den Schlussminuten purzelten die Zeiten. Yamaha-Pilot Michael van der Mark beendete das FT1 als Spitzenreiter. Die WM-Favoriten leisteten sich einige Patzer.

Zum Ergebnis

Das erste Freie Training begann 15 Minuten später als geplant, weil der Kurs nach dem Abbruch im Supersport-300-Training gereinigt werden musste. Wie beim vergangenen Rennwochenende in Portimao gehen auch in Magny-Cours 20 Fahrer an den Start. Lokalmatador Sylvain Barrier (Brixx-Ducati) bereichert das Feld. Zu Beginn des FT1 lag die Temperatur bei 16°C.

Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) wartete in den ersten Minuten noch ab, während seine Kollegen erste Erfahrungen sammelten. Und auch Vizeweltmeister Chaz Davies (Ducati) hatte es zu Beginn nicht eilig. Teamkollege Alvaro Bautista fuhr nach vier Minuten erstmals auf die Strecke, um sich mit dem für ihn unbekannten Kurs vertraut zu machen.

Alvaro Bautista mit Sturz in Runde eins

Bautista kam nicht weit, denn bereits im ersten gezeiteten Umlauf landete der Spanier im Kiesbett. Beim Einbiegen in Kurve 1 rutschte das Hinterrad seiner Ducati ohne Vorwarnung weg. Vor dem Wochenende peilte Bautista an, möglichst viele Runden zu drehen, um die Kniffe der neuen Strecke zu lernen. Dieser Plan ging nicht auf. Rea beobachtete aus der Kawasaki-Box das Missgeschick seines WM-Rivalen.

 

Lokalmatador Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) war der erste Fahrer, der unter 2:00 Minuten fahren konnte. Als sich nach einer Viertelstunde die Sonne zeigte, purzelten die Rundenzeiten deutlich. Leon Haslam (Kawasaki) konnte Baz von der Spitzenposition verdrängen und führte mit einer 1:56.483er-Runde die Wertung an.

Auch Jonathan Rea landet im Kiesbett

Wenig später übernahm Jonathan Rea die Spitzenposition und schraubte die Bestmarke auf 1:55.532 Minuten herunter. Die schwierigen Bedingungen forderten mit Rea ein weiteres Opfer. In Kurve 13 rutschte der Titelverteidiger in Kurve 13 ins Kiesbett. Noch im Rutschen zog der Brite die Kupplung seiner Kawasaki und konnte aus eigener Kraft an die Box zurückkehren. Rea lachte in der Box über den Zwischenfall und deutete damit an, dass ihn das Malheur nicht irritiert hat.

Nach 16 Minuten fuhr auch Chaz Davies mit seiner Ducati auf die Strecke. Die Maschine von Ducati-Teamkollege Bautista wurde währenddessen für einen neuen Versuch fit gemacht.

 

Loris Baz setzte in 1:55.058 Minuten eine neue Bestmarke und unterbot Reas Zeit um etwa eine halbe Sekunde. Nach 20 Minuten hatten 16 Fahrer eine Zeit gesetzt. Sandro Cortese (GRT-Yamaha), Tom Sykes (BMW), Michael van der Mark (Yamaha) und Alvaro Bautista tauchten noch nicht in der Zeitenwertung auf.

Chaz Davies konnte sich zur Halbzeit der Session auf die zweite Position setzen. Der Waliser kam bis auf 0,178 Sekunden an Baz' Zeit heran. Bautista absolvierte einen Funktionscheck, kam aber nach einer Runde wieder an die Ducati-Box zurück.

Die Rundenzeiten purzeln in der zweiten Hälfte des FT1

21 Minuten vor dem Ende des FT1 übernahm BMW-Pilot Tom Sykes mit einer 1:54.633er-Runde die Führung. Ebenfalls schnell unterwegs war Rückkehrer Leon Camier (Honda), der mit absoluten Sektorbestzeiten aufhorchen ließ und in den Top 5 lag.

Sykes' Bestzeit hielt nur wenige Minuten, denn Ducati-Pilot Michael Ruben Rinaldi (Barni) schob sich mit einer 1:54.183er-Runde auf Position eins. Mittlerweile konnten alle Fahrer mit Ausnahme von Bautista eine gezeitete Runde vorweisen.

Michael van der Mark fuhr 13 Minuten vor dem Ende des FT1 in 1:53.986 Minuten die neue Bestzeit. Die Fahrer kamen immer näher an den Punkt, an dem die Bedingungen gut genug waren, um Trockenreifen aufzuziehen.

Leon Haslam mit starker Schlussoffensive

Bei noch zehn Minuten Restzeit setzte Leon Haslam in 1:53.191 Minuten die neue Bestmarke. Die Bedingungen verbesserten sich in der Schlussphase des ersten Trainings deutlich. Rea war bereits aus den Top 10 gerutscht und lag nur noch auf der 13. Position. Neun Minuten vor dem Ende des FT1 fuhr der Weltmeister noch einmal auf die Strecke.

Yamaha-Pilot Alex Lowes schob sich wenige Minuten vor dem Ende mit einer 1:52.945er-Runde an die Spitze, konnte sich aber nicht lange auf Position eins halten. Jonathan Rea unterbot die Zeit seines zukünftigen Teamkollegen um 0,019 Sekunden.

Wenig später erlebte Loris Baz eine Schrecksekunde, als ihm beim Anbremsen das Vorderrad wegrutschte. Der Franzose konnte einen Sturz verhindern. Der Spitzenreiter der ersten Minuten war bereits aus den Top 10 gerutscht und versuchte, sich in den finalen Minuten noch einmal zu steigern.

Michael van der Mark fährt FT1-Bestzeit

Michael van der Mark konnte sich mit einer 1:52.784er-Runde noch einmal an die Spitze schieben. Damit war der Holländer 0,142 Sekunden schneller als Rea. In der Schlussphase waren einige Fahrer mit absoluten Sektorbestzeiten unterwegs.

 

Leon Haslam meldete sich mit einer 1:52.075er-Runde an der Spitze zurück, doch Michael van der Mark konnte sich ebenfalls noch einmal steigern und beendete das FT1 mit einer 1:51.852er-Runde als Spitzenreiter. Hinter van der Mark und Haslam komplettierte Marco Melandri (GRT-Yamaha) die Top 3.

Leandro Mercado (Orelac-Kawasaki) und Loris Baz landeten auf den Positionen vier und fünf. Hinter Althea-Honda-Pilot Alessandro Delbianco wurde Jonathan Rea auf Position sieben gelistet. Dahinter komplettierten Alex Lowes, Michael Ruben Rinaldi und Eugene Laverty (Go-Eleven-Ducati) die Top 10.

Ducati-Werksduo außerhalb der Top 10

Alvaro Bautista beendete die Session auf Position 13 und lag 2,239 Sekunden zurück. Direkt dahinter fand sich Teamkollege Chaz Davies auf der 14. Position wieder. Somit fanden sich die Werks-Ducatis hinter den privaten Maschinen von Barni und Go Eleven wieder.

Die beiden deutschen Starter beendeten das FT1 auf den beiden letzten Positionen. Sandro Cortese wurde mit 4,764 Sekunden Rückstand auf der 19. Position gelistet. Landsmann Markus Reiterberger (BMW) verlor 5,109 Sekunden auf die Bestzeit und fand sich auf Position 20 wieder.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Sebastian Fränzschky