WSBK Thailand: Alvaro Bautista gewinnt trotz Kollision mit Jonathan Rea

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WSBK Thailand: Alvaro Bautista gewinnt trotz Kollision mit Jonathan Rea
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16.03.2019, 09:34

Alvaro Bautista gerät in Lauf eins mit Jonathan Rea aneinander und holt sich nach einer Aufholjagd den Sieg - Sandro Cortese Siebter, Markus Reiterberger 14.

Alvaro Bautista (Ducati) bleibt in der Superbike-WM-Saison 2019 ungeschlagen. Der WM-Leader gewann das erste Rennen in Buriram (Thailand) mit einem komfortablen Vorsprung. Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) musste sich erneut mit Platz zwei zufriedengeben. Nach einer spannenden Startphase und einigen Führungsrunden fehlten Rea die Antworten auf Bautistas konstant starke Rundenzeiten.

Zu den Ergebnissen

Vor dem Start des ersten Rennens in Thailand prophezeiten die Experten, dass Alvaro Bautista härter um den Sieg kämpfen muss, als es beim Saisonauftakt in Australien der Fall war. Auf Phillip Island dominierte der ehemalige MotoGP-Pilot die Hauptrennen und gewann mit einem komfortablen Vorsprung.

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Alvaro Bautista, Aruba.it Racing-Ducati Team

Alvaro Bautista, Aruba.it Racing-Ducati Team
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Bautista startete von der Pole-Position. Rea und Lowes standen neben dem Spanier in Reihe eins. Bautista gewann den Sprint zur ersten Kurve, doch Rea holte mehr Schwung und übernahm vor Kurve 3 die Führung. BMW-Pilot Tom Sykes zeigte einen beeindruckenden Start und lag nach Kurve 3 auf der dritten Position. Doch der Topspeed-Nachteil der neuen BMW machte Sykes zu einer leichten Beute für seine Gegner.

Die Reihenfolge nach Runde eins: Rea vor Bautista, Alex Lowes, Tom Sykes, Michael van der Mark, Leon Haslam, Sandro Cortese, Chaz Davies, Marco Melandri, Eugene Laverty.

Bautista und Rea geraten in Kurve 3 aneinander

Rea behauptete sich an der Spitze, doch Bautista machte Druck. Dahinter versuchte Lowes, den Anschluss an die beiden Spitzenfahrer zu halten. Dahinter klaffte bereits eine Lücke von mehr als einer Sekunde zu Sykes, der die Verfolgergruppe anführte.

 

Bautista schob sich an Rea vorbei, doch in Kurve 3 kam es zu einer Kollision. Rea profitierte von dem Zwischenfall und verteidigte seine Führung, während Bautista geradeso einen Sturz verhindern konnte. Lowes übernahm die zweite Position, musste sich aber wenig später Bautista geschlagen geben. Der WM-Leader nahm die Verfolgung der Kawasaki mit der Startnummer 1 auf.

Für Eugene Laverty war das Rennen zeitig vorbei. Der Nordire rutschte in der Schlusskurve von der Strecke und musste das Rennen nach wenigen Runden aufgeben. Nach dem Rennen stellte sich heraus, dass die Bremsanlage seiner Ducati nicht funktionierte. Laverty sprang vom Motorrad und konnte vermeiden, einen anderen Fahrer abzuräumen. Die Ducati des Go-Eleven-Teams wurde vollkommen zerstört. Nach einem heftigen Einschlag in die Begrenzung ging das Superbike in Flammen auf.

Glück im Unglück: Eugene Laverty sprang von seiner Ducati

Glück im Unglück: Eugene Laverty sprang von seiner Ducati

Die deutschen Piloten erlebten ebenfalls eine schwierige Startphase. Cortese kämpfte sich nach einem schlechten Start nach vorn, Markus Reiterberger lag nach fünf Runden auf der 15. Position. Sykes wurde nach seiner beeindruckenden Startphase durchgereicht und war nach dem fünften Umlauf nur noch Neunter.

An der Spitze führte Rea mit etwa einer Sekunde vor Bautista. Die beiden Ausnahmekönner fuhren zu diesem Zeitpunkt identische Rundenzeiten. Zu Lowes auf Position zwei klaffte bereits eine zweieinhalb Sekunden große Lücke. Michael van der Mark meldete sich nach einem enttäuschenden Qualifying zurück und übte Druck auf Teamkollege Lowes aus.

Bautista konnte den Rückstand auf Rea deutlich verkleinern. Der Weltmeister fuhr nur noch 1:33er-Zeiten, während Bautista weiterhin 1:32er-Runden abspulte. Für ein Manöver hatte Bautista noch reichlich Zeit, doch es sah nicht so aus, als würde der Ducati-Pilot taktieren. Mehrfach zog Bautista aus dem Windschatten und deutete an, dass er nur noch auf eine passende Gelegenheit wartet. Diese Möglichkeit bot sich in Runde acht.

Jubel und Enttäuschung bei Ducati

Ducati bejubelte Bautistas Führung, musste wenig später aber einen Rückschlag verkraften, denn Chaz Davies stürzte in Kurve 3. Nach dem enttäuschenden Saisonstart in Australien setzte sich die Pechsträhne des Vizeweltmeisters fort. Davies setzte das Rennen fort und hatte durchaus noch die Chance, Punkte zu holen. Es waren nur noch 17 Fahrer im Rennen, denn für Honda-Pilot Ryuichi Kiyonari war das Rennen bereits vorbei.

 

Rea musste Bautista ziehen lassen. Nach der Rennhalbzeit lag der Titelverteidiger nicht mehr in Schlagdistanz zur führenden Ducati. Um Platz drei kämpfte eine vier Fahrer starke Gruppe, in der Lowes, van der Mark, Melandri und Haslam den letzten Platz auf dem Podium unter sich ausmachten.

Bautista erlebte in Kurve 4 eine Schrecksekunde, als er etwas zu weit nach außen getragen wurde. Die Ducati des Spaniers wurde extrem unruhig. Durch den kleinen Fehler kam Rea wieder bis auf eine halbe Sekunde heran. Wenig später wurde die Lücke aber wieder größer. Nach zwei Dritteln der Renndistanz hatte Bautista wieder mehr als eine Sekunde Vorsprung.

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Jonathan Rea, Kawasaki Racing

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An der Spitze drehte Bautista weiter hohe 1:32er-Runden. Rea hatte sich offensichtlich geschlagen gegeben, denn der Kawasaki-Pilot fuhr nur noch hohe 1:33er-Zeiten. In der Verfolgergruppe gerieten Melandri und Haslam aneinander. Lowes und van der Mark hatten sich in der Vierergruppe einen leichten Vorsprung verschafft und duellierten sich um den finalen Podiumsplatz.

Bautista gewann mit mehr als acht Sekunden Vorsprung. Rea fuhr einem einsamen zweiten Platz entgegen. Lowes komplettierte das Podium, nachdem er sich gegen Teamkollege van der Mark durchgesetzt hatte. Sandro Cortese beendete das Rennen auf Position sieben, Markus Reiterberger landete auf der 14. Position.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Superbike-WM
Event Buriram
Subevent 1. Rennen
Autor Sebastian Fränzschky
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