Yamaha R1 mit neuem Aero-Paket: Razgatlioglu und Gerloff stark unterwegs

Beim WSBK-Test in Misano kommt eine neue Frontverkleidung zum Einsatz: Toprak Razgatlioglu und Garrett Gerloff sind trotz Stürzen schnell unterwegs

Yamaha R1 mit neuem Aero-Paket: Razgatlioglu und Gerloff stark unterwegs

Am Montag und am Dienstag testeten Ducati und Yamaha in Misano. Bei frühlingshaftem Wetter konnten die anwesenden Fahrer viele Runden abspulen. Ducati-Pilot Michael Ruben Rinaldi holte sich die Bestzeit, doch auch Yamaha präsentierte sich in Topform. Toprak Razgatlioglu fuhr am Montag die Bestzeit und lag am Dienstag nur knapp zurück. Und auch GRT-Yamaha-Pilot Garrett Gerloff war flott unterwegs.

"Wir testeten viele neue Teile", berichtet Razgatlioglu." Am Vormittag hatte ich in Kurve 2 einen leichten Sturz. Wir erholten uns davon und konnten intensiv an der Abstimmung arbeiten. Wir sind zufrieden, denn mit dem SCX-Reifen gelang uns eine gute Rundenzeit. Wir wissen aber nicht, wie schnell wir wirklich sind, denn mit dem Qualifying-Reifen gelang mir keine gute Runde."

Razgatlioglu holte sich in drei der vier Sessions die Bestzeit. Für seine schnellste Runde benötigte der Türke 1:33.886 Minuten. Insgesamt 140 Runden drehte Razgatlioglu und testete eine neue Frontverkleidung. Yamaha will damit den Topspeed verbessern und die Wheelie-Neigung reduzieren.

Garrett Gerloff gewöhnt sich schnell an den für ihn neuen Kurs

Auch Garrett Gerloff bekam die neue Verkleidung für den Test bereitgestellt. Im Gegensatz zum Vorjahr bekommt Gerloff von Yamaha aktuelles Material. Der US-Amerikaner stürzte am Montag, als er sich mit dem Kurs vertraut machte. Das hinderte ihn nicht daran, am zweiten Tag die drittschnellste Zeit zu fahren und sich vor Vize-Weltmeister Scott Redding (Ducati) zu behaupten, der nicht komplett zufrieden war.

"Nach dem zweiten Tag bin ich zufriedener als nach dem ersten", bemerkt Gerloff. "Wir fuhren viele Runden, um uns mit dem Kurs vertraut zu machen. Ich fühle mich sehr gut. Das Motorrad fühlt sich noch besser an. Meine Crew und ich sprechen die gleiche Sprache. Es kommt alles zusammen."

"Es war gut, einen reibungslosen Tag zu haben und einige neue Teile zu testen, wie das neue Aero-Paket. Wir sammelten Informationen für den kommenden Test in Barcelona", berichtet Gerloff, der 111 Runden fuhr.

Andrea Locatelli mit seinem Renntempo zufrieden

Supersport-Weltmeister Andrea Locatelli kam beim Misano-Test sogar auf 161 Runden. Bereits am ersten Tag umrundete der Italiener den Kurs 92 Mal. Die schnellste Zeit lag bei 1:34.794 Minuten. Auf eine schnelle Runde hat Locatelli also noch Rückstand. Doch das Renntempo stimmt den WSBK-Rookie zufrieden.

Andrea Locatelli

Andrea Locatelli sucht auf eine schnelle Runde noch nach Verbesserungen

Foto: Yamaha

"Es war ein sehr guter Test. Wir absolvierten eine Rennsimulation und die Rundenzeiten waren vielversprechend und konstant", kommentiert Locatelli. "Auf eine Runde müssen wir uns noch verbessern. Es war der erste Test und deshalb war es wichtig, keine Fehler zu machen und möglichst viele Kilometer abzuspulen. Ich reise sehr zufrieden nach Hause."

Große Umstellung für den japanischen WSBK-Rookie

Für Kohta Nozane war der Superbike-Test in Misano eine große Umstellung. Der Japaner reiste aus Katar nach Italien und musste sich von der Michelin-bereiften Yamaha M1 an die Pirelli-bereifte Yamaha R1 umgewöhnen. Insgesamt 117 Runden fuhr Nozane. Er beendete den Test auf der achten Position und fuhr eine 1:35.003er-Runde.

Kohta Nozane

Die Pirelli-Reifen in der Superbike-WM sind für Kohta Nozane neu

Foto: Yamaha

"Der Test war sehr zufriedenstellend", bilanziert Nozane. "Im Vergleich zum ersten Tag konnte ich mich steigern und kam in einen sehr guten Rhythmus. Es war ein produktiver Test und ich bin mit diesen beiden Tagen sehr zufrieden."

"Der Kurs war fantastisch. Mit dem Team und dem Motorrad fühle ich mich immer wohler und auch das Gefühl für die Reifen wird besser, auch wenn sie ziemlich neu für mich sind. Es stehen weitere Tests bevor. Ich möchte weiterhin hart arbeiten, um für das erste Rennen der Saison bereit zu sein", so der Japaner.

Der nächste Test findet in Barcelona statt. Am 31. März und am 1. April können die WSBK-Teams auf der GP-Strecke in Katalonien Erfahrungen sammeln. Das erste Renn-Wochenende soll Ende Mai in Aragon stattfinden.

Mit Bildmaterial von Yamaha.

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Rennserie Superbike-WM
Autor Sebastian Fränzschky