Krummenacher siegt beim Supersport-WM-Auftakt

Randy Krummenacher hat bei seinem Debüt in der Supersport-Weltmeisterschaft gewonnen. Teamkollege Sofuoglu stürzte nach Reifenschaden.

Eigentlich war der amtierende Weltmeister Kenan Sofuoglu nicht aufzuhalten gewesen: Nach zehn Runden hatte er endgültig die Führung übernommen und sich allmählich von den Verfolgern abgesetzt.

Als sich aber in der drittletzten Runde sein Reifen verabschiedete, musste der Türke zu Boden. Sofuoglu blieb unverletzt, wenngleich er hart in die Reifenstapel eingeschlagen war.

Damit war der Weg für Randy Krummenacher und zum Sieg frei. Der Schweizer hatte zum Zeitpunkt des Sturzes acht Zehntel hinter seinem Teamkollegen Sofuoglu gelegen.

„Das ist absolut unglaublich, das habe ich nicht erwartet“, so Krummenacher. „Es war ein verdammt hartes Rennen, mit viel Wind, auch ein paar Regentropfen und dazu dann noch die harten Fights.“

„Ich habe nie erwartet, dass Kenan stürzen würde, aber als das passiert ist musste ich es dann nur nach Hause bringen. Ich bin absolut glücklich.“

Rang zwei ging an Federico Caricasulo. Der Italiener, der letztes Jahr den dritten Gesamtrang im Superstock 600 Cup gefeiert hatte und dieses Jahr in die Supersport WM aufgestiegen ist, setzte sich am Ende um mickrige 0,014 Sekunden gegen Anthony West durch.

Das war das beste Rennen meiner Karriere

„Das war das beste Rennen meiner Karriere“, strahlte Caricasulo. „Die letzten paar Runden habe ich voll angegriffen. Ich bin sehr happy und einfach sprachlos.“

West, der mit einer Wildcard bei seinem Heimrennen auf Phillip Island an den Start gegangen ist und noch keinen Stammplatz für die Saison 2016 hat, wurde Dritter.

„Die letzten paar Monate waren recht schwierig, auf der Suche nach einem Fahrerplatz und dann das Team hier in der letzten Minute noch zusammengestellt“, zeigte sich West glücklich.

„Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden, gerade, weil ich so viele Jungs auf Welt-Level mit einem Motorrad geschlagen habe, welches absolut nicht auf dem gleichen Niveau ist.“

Cristian Gamarino, der dieses Jahr seine dritte Supersport-WM-Saison fährt, verpasste sein erstes Podest in dieser Klasse um drei Zehntelsekunden. Er wurde Vierter vor Patrick Jacobsen, Alex Baldolini und Gino Rea. Die Top sieben trennten im Ziel nur 3,5 Sekunden.

Ondrej Jezek, Roberto Rolfo und Aiden Wagner rundeten die Top Ten ab.

Jules Cluzel ging im Fight um die Spitze die Strecke aus. Der Franzose räuberte durch das Kiesbett und stürzte am Ende vor den Reifenstapeln. Er hob seine MV wieder auf und donnerte dem Feld hinterher, vom 22. Platz aber konnte er sich nur noch auf 17 verbessern.

Der Deutsche Kevin Wahr war im Warmup am Sonntagmorgen gestürzt und zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu. Aufgrund seiner Verwirrtheit hatte ihn das Team ins Medical Center geschickt und ein Start für das Rennen wurde ihm zwar nicht verwehrt, aber ans Herz gelegt es sein zu lassen. Dafür entschied sich Wahr dann auch und trat die Heimreise an.

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Rennserien Supersport , Superbike-WM
Fahrer Kenan Sofuoglu , Anthony West , Randy Krummenacher , Kevin Wahr , Federico Caricasulo
Artikelsorte Rennbericht