TCR-Finale in Macau: Rob Huff siegt, Stefano Comini wird Meister

Tourenwagen-Spezialist Rob Huff hat bereits zum achten Mal ein Rennen in Macau gewonnen, doch Stefano Comini ist der große TCR-Sieger auf dem Guia Circuit.

Comini (SEAT) siegte im zweiten Rennen und krönte sich damit zum ersten Champion der neuen TCR International Series.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, meint der Schweizer. „Es ist ein besonderer Augenblick für mich: Ich habe in Macau gewonnen und bin Meister. Was kann ich da sagen? Unglaublich!“

Auch TCR-Gastpilot Huff (Honda) zeigt sich zufrieden mit seinem Abschneiden, wenngleich ihn ein heftiger Unfall im zweiten Rennen früh um eine weitere Siegchance brachte.

„Ich wollte meinen achten Macau-Sieg und den habe ich auch eingefahren“, sagt Huff. „In Rennen zwei war einfach nicht genug Platz für zwei Autos und dann lief alles schief. Aber so ist es halt in Macau.“

Pepe Oriola (SEAT) beschloss die Saison 2015 als Zweiter der Gesamtwertung vor seinem Teamkollegen Jordi Gené (SEAT).

Rennen 1

Die Entscheidung war gleich am Start gefallen: TCR-Gastfahrer Huff kam zwar schlecht weg von der Pole-Position, setzte sich im Kampf um die Führung vor der Lisboa-Kurve aber durch und bog als Erster in den kurvenreichen Stadtsektor ein.

Und einmal vorn gab es kein Halten mehr für Huff, der nach zehn Runden und mit einem Vorsprung von 7,8 Sekunden als klarer Sieger abgewinkt wurde. Nach sieben Laufsiegen in der Tourenwagen-WM war es bereits sein achter Erfolg auf dem Guia Circuit von Macau.

Huff gewann das vorletzte TCR-Saisonrennen vor Gené und Comini. Letzterer baute damit seinen Vorsprung auf Oriola, der Vierter wurde, auf sieben Punkte aus. Für Gené reichte Rang zwei jedoch nicht aus, um seine Titelchancen zu wahren.

 

Negativer Höhepunkt des Rennens war ein heftiger Startcrash, der sowohl eine Gelbphase als auch eine Unterbrechung zur Folge hatte.

Drei Autos hatten sich schon auf den ersten Metern so sehr ineinander verkeilt, dass Francisco Mora (SEAT) mit Verdacht auf Verletzungen ins Krankenhaus transportiert wurde.

Rennen 2

Gené und Huff waren die Hauptdarsteller des zweiten Rennens. Zumindest bis zur ersten Kurve, in die das Duo an der Spitze einbog. Doch dann gerieten der Spanier und der Brite aneinander und rauschten in der Reservoir-Kurve im Parallelflug nach rechts in die Leitplanken.

Dieser Unfall, der Gené einen Rippenbruch bescherte, war aber nur der Anfang, denn es kam zu diversen Folgecrashs. Insgesamt wurden elf Fahrzeuge in den Startunfall verwickelt, zum anschließenden Restart traten schließlich nur noch neun Autos an.

 

An der Spitze duellierten sich Comini und Oriola auf den Positionen eins und zwei nicht nur um den Laufsieg, sondern auch um den TCR-Fahrertitel. Oriola gab sich energisch, attackierte häufig und suchte regelrecht den Lackaustausch mit Comini.

Drei Runden vor Schluss gab jedoch sein SEAT auf. Damit war die Entscheidung gefallen: Comini brachte das Rennen souverän als Erster zu Ende, siegte 1,7 Sekunden vor Andrea Belicchi (SEAT) und Mikhail Grachev (Volkswagen) und holte sich auch den Titel.

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Über diesen Artikel
Rennserien TCR
Veranstaltung Macau
Rennstrecke Circuito da Guia
Fahrer Rob Huff , Jordi Gene , Pepe Oriola , Stefano Comini
Artikelsorte Rennbericht
Tags guia circuit, macau, tcr, tcr international series