Helmkühlung versagt: Supercars-Pilot beinahe vergiftet

Ein Defekt an der Helmkühlung sorgte in der Einführungsrunde des Bathurst 1000 bei Supercars-Pilot Brodie Kostecki für gesundheitliche Probleme

Helmkühlung versagt: Supercars-Pilot beinahe vergiftet

Das Bathurst 1000, der Saisonhöhepunkt der australischen Supercars-Serie, begann für Rookie Brodie Kostecki am Sonntag mit einer Schrecksekunde. Während der Aufwärmrunde musste er seinen Holden Commodore auf der Concord-Gerade abstellen und benötigte nach dem Aussteigen medizinische Hilfe.

Ein Defekt am System zur Kühlung des Helmes hatte versagt und beim Australier für Erfrierungen und Vergiftungserscheinungen gesorgt. "Es war recht beängstigend im Auto", sagt er. Ich hatte gerade meine Helmkühlung eingeschaltet, aber der Anschluss im System war nicht richtig befestigt."

Dadurch wurde das im Kühlsystem vorhandene Trockeneis, welches aus gefrorenem Kohlendioxid besteht, direkt in den Schlauch zum Helm gepumpt. Gefrorenes CO2 sublimiert bei -78,48 Grad Celsius, geht also direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über.

"Ich habe im Grunde das Trockeneis eingeatmet. Das hat sich schlimm angefühlt, aber nachdem ich aus dem Auto ausgestiegen war und ein paar Züge Bathurst-Luft geatmet hatte, ging es mir wieder gut", sagt Kostecki.

Nach einer Untersuchung im Medical-Center wurde Kostecki, der das Rennen zusammen mit seinem Bruder John bestritt, sogar wieder die Startfreigabe erteilt.

Sieger des Bathurst 1000 wurden Supercars-Dominator Scott McLaughlin und sein Partner, der frühere DTM-Pilot Alexandre Premat, nachdem McLaughlin in der Schlussphase in einem packenden Kampf Shane van Gisbergen bezwungen hatte.

Mit Bildmaterial von Kostecki Brothers Racing.

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