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Supercars Australia führen Reality-TV-Formate nach UFC-Vorbild ein

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Supercars Australia führen Reality-TV-Formate nach UFC-Vorbild ein
Autor:
Übersetzung: Heiko Stritzke
17.04.2019, 17:17

Um ein neues Publikum für sich zu entdecken, führen die Supercars Australia neue TV-Formate ein: Zwei Projekte sind derzeit in der Mache

Die australischen Supercars werden sowohl ein neues Dokumentarformat als auch eine Talentsuche im Rahmen eines "sozialen Experiments" im Jahr 2020 starten. Es handelt sich um ein von der Ultimate Fighting Championship (UFC) eingeführtes Reality-TV-Format.

Das erste Format orientiert sich an der Amazon-Serie "All or Nothing", die hinter die Kulissen des Premier-League-Vereins Manchester City blickt. Es wird die Saison eines Supercars-Teams unter die Lupe nehmen.

Das zweite soll dem Zuschauer das Gefühl eines "sozialen Experiments" vermitteln und wird einen jungen Fahrer für die unteren Supercar-Kategorien suchen. Es orientiert an dem überraschend erfolgreichen australischen TV-Format "Married at first Sight" (zu Deutsch: Verheiratet auf den ersten Blick).

Supercars-Chef Sean Seamer sagt gegenüber dem Podcast 'Below the Bonnett' ("Unter der Motorhaube"), dass er damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will: Zum einen soll die Strahlkraft der in Australien äußerst populären Piloten besser herübergebracht werden, außerdem soll das Interesse an der Rennserie auch zwischen den Rennwochenenden hochgehalten werden.

Fahrer ohne Helm greifbar machen

"Unser Problem ist, dass unsere Stars jedes Mal, wenn sie ins Auto steigen, einen Helm aufhaben", sagt er. "Deshalb investieren wir jetzt viel Energie in eine 'Always On'-Medienstrategie. Wir können nicht an 52 Wochenenden im Jahr Rennen fahren, was können wir also dann an Content liefern? Wir müssen das ganze Jahr über engagiert sein, um unsere Fans bei der Stange zu halten."

"Wir haben bereits mit den Dreharbeiten für die Dokumentarserie nach "All or Nothing"-Vorbild begonnen und begleiten ein Team das gesamte Jahr über. Und wir haben bereits einen Plan für eine Reality-Show auf der Suche nach dem nächsten Supercars-Star: Wir pferchen zwölf Kids in einem Haus in Queensland zusammen. Sie werden mit (Ex-Supercar-Pilot) Paul Morris trainieren und in verrückte soziale Situationen gesteckt werden. Ein bisschen soziales Experiment, ein bisschen Racing."

Der Gewinner erhält einen Startplatz in den Super3- und Super2-Meisterschaften, der Kategorien unterhalb der Supercars. Seamer zufolge hat man sich von UFC-Chef Dana White inspirieren lassen, der mit einem MMA-Business großen Erfolg hat. "Die UFC ist in dieser Sache einfach am besten", findet Seamer. "Dana White ist unglaublich. Was er mit dem Sport angestellt hat, wie er die Leute versteht und ihnen Content liefert - er und sein Team haben einen hervorragenden Job gemacht."

Er stellt auch klar, dass die Supercars nicht die Formel-1-Netflix-Doku "Drive to survive" kopieren wollen: "Ich bin froh, dass wir unsere Dreharbeiten schon begonnen haben, bevor das herausgekommen ist, deshalb sieht es nicht nach einer Kopie aus. Uns ist es wichtig, unser Publikum zu vergrößern. Wir werden so zugänglicher. Es gibt den Leuten die Möglichkeit, unsere Stars besser kennenzulernen, die sonst immer einen Helm im Auto aufhaben."

Mit Bildmaterial von Edge Photographics.

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Artikel-Info

Rennserie Supercars
Autor Andrew van Leeuwen