Sydney-Sonntag: Van Gisbergen siegt, Winterbottom feiert

Während Shane van Gisbergen das letzte Saisonrennen gewinnt, denkt Champion Mark Winterbottom bereits an die Meisterparty.

Shane van Gisbergen (Tekno-Holden) und Jamie Whincup (Triple-Eight-Holden) lieferten sich im 36. und letzten Saisonrennen der australischen V8-Supercars einen, im wahrsten Sinne des Wortes, heißen Kampf um den Sieg.

Das bessere Ende sicherte sich dabei der Neuseeländer, der nach 74 Runden und fast zwei Stunden Rennzeit die Nase um 0,4 Sekunden vorne hatte. Damit gewann van Gisbergen sein zweites Saisonrennen.

Die Triple-Eight-Mannschaft kann sich deswegen trösten, weil Vizemeister Craig Lowndes mit Rang sechs den Titel in der Teamwertung klar machte.

Rick Kelly holte im letzten Jack-Daniels-Rennen als Dritter eine Podestplatzierung für die Nissan-Werksmannschaft.

Der neue Champion Mark Winterbottom (Prodrive-Ford) fuhr sicher auf Rang vier vor dem Kunden-Ford von David Reynolds.

Bei sehr heißen Bedingungen im olympischen Park von Sydney übernahm zunächst Polesitter James Courtney (HRT-Holden; 12.) das Kommando, bevor ihn der drängelnde van Gisbergen in Runde 4 um ein Haar in einen Dreher schickte.

Während Courtney damit durch eine erzwungene Drei-Stopp-Strategie ohne Chance war, übernahm Winterbutton P2 kurz, machte in Kurve zwei jedoch einen Fehler, den wiederum Whincup nutzte.

Nach einem harten Einschlag von Tim Slade (Walkinshaw-Holden) kam in Runde 11 erstmals das Safety-Car auf die Strecke, was die erste Runde der Boxenstopps eröffnete.

Danach war es ein Duell van Gisbergen/Whincup, das auch nach einem kleinen Fahrfehler des sechsfachen V8-Supercar-Champions bis zum Schluss anhielt, und durch eine letzte SafetyCar-Phase vier Runden vor dem Ende noch einmal kräftig Würze erhielt.

„So das Jahr zu beenden, ist natürlich eine tolle Sache‟, freute sich van Gisbergen, der Whincup schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf die Saison 2016 gab, wenn der Kiwi als Neuzugang bei Triple-Eight fahren wird.

Den Courtney-Zwischenfall sah er wie folgt: „Die Sache mit James tut mir leid, aber ich machte Druck und er kam beim Anbremsen auf meine Linie.‟

Für Winterbottom geht jedoch ein Traum in Erfüllung: „Es ist einfach der Wahnsinn, die Startnummer 1 ans Auto bringen zu können‟, sagte der 34-Jährige, der in Sydney aufgewachsen ist.

„Jetzt räumen wir zusammen und dann feiern wir. Heute, morgen und wahrscheinlich auch übermorgen.‟

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Rennserien Supercars
Fahrer Jamie Whincup , Mark Winterbottom , Shane van Gisbergen
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