Rahel Frey

Kolumne von Rahel Frey: Die starke Minderheit bei der Arosa ClassicCar

Die Arosa Classic Car gehört zu den beliebtesten Oldtimer-Veranstaltungen in der Schweiz. In ihrer neusten Kolumne blickt Rahel Frey auf die Veranstaltung zurück. Im Fokus hat sie dabei die weiblichen Teilnehmer.

Liebe Leserinnen und Leser, Am ersten Septemberwochenende durfte ich für Audi Schweiz der 13. Arosa ClassicCar beiwohnen. Als Rennfahrerin bei Audi Sport Customer Racing absolviere ich nicht nur Tests und Rennen. Die Teilnahme an verschiedensten Events als Markenbotschafterin gehört genauso zu meinen Aufgaben. 

 

Einige dieser Events sind besonders beliebt. Taxifahrten bei einem Schweizer Bergrennen wie der Arosa ClassicCar gehören definitiv zur besonderen Art und bereiten sowohl uns Rennfahrern als auch unseren Gästen immer wahnsinnig viel Spass.

Wegen unserem Schweizer Rundstreckenrennen-Verbot ist ein Rennen am Berg neben einem Slalom die beliebteste Motorsport-Disziplin der Eidgenossenschaft und immer gut besucht. 

Auch die Arosa ClassicCar ist ein beliebtes Schweizer Bergrennen für historische Sport- und Rennfahrzeuge, dessen Strecke 7.3 km lang ist und über 76 Kurven von Langwies nach Arosa führt. Audi Schweiz tritt bei dem Event als "Car-Partner“ auf und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern mit dem Erwerb von Taxifahrten, selbst Teil des Rennens zu sein. 

 

Chauffiert wurden die Taxigäste in diesem Jahr von dem erfahrenen Audi-Fahrerteam rund um Harald Demuth, Tom Kristensen, Marcel Fässler, Benoît Tréluyer, Thomas Koller, Stefan Eichhorner, Florian Gruber, Yves Meyer und mir. Doch wir waren nur das rasante Rahmenprogramm, die Hauptakteure - respektive die Hauptakteurinnen - waren ganz andere. Und die Hauptakteurinnen erwähne ich nicht von ungefähr, möchte ich meine Kolumne der starken Minderheit (stark im wörtlichen Sinne) im Fahrerfeld der Arosa ClassicCar widmen.

Arosa – immer eine Reise wert

Schlendert man durch das gepflegte, gastfreundliche Fahrerlager in Arosa Dorf auf 1'770 m Höhe, kann man gerade einmal fünf Teilnehmerinnen in dem 169-Mann starken Fahrerfeld über die drei Kategorien Competition, Gleichmässigkeit und Demonstrationsklassen ausmachen. Mit zwei dieser Teilnehmerinnen hatte ich das Vergnügen, ihre Bekanntschaft zu machen und erlaube mir, darüber zu berichten, da mir diese Bekanntschaften noch lange in Erinnerung bleiben werden. 

Die erste Bekanntschaft war ein Wiedersehen aus dem letzten Jahr. Babs Gyger ist Buchhändlerin, grosser Volvo-Fan und eben Rennpilotin. Zusammen mit Andi Bühler fährt sie auf einem Volvo PV544 Sport Jahrgang 1960. Jährlich abwechselnd nimmt einmal Babs an der Arosa ClassicCar teil, einmal Andi. Der- oder eben diejenige, die nicht fahren darf, absolviert mit mir jeweils eine Taxifahrt. So war letztes Jahr Babs meine Co-Pilotin im Renntaxi, in diesem Jahr war es Andi. Diese Geschichte finde ich eine grandiose Lösung, welche den Schweizer Motorsport belebt - bitte macht weiter so! 

 

Die zwei kamen übrigens für eine Unterschrift auf mich zu. Als Buchhändlerin gehört das neue Schweizer Werk "Motorheads“ von Remo Neuhaus, Raphael Brügger, Denis Jeitziner und Mitch Haussener zur Sammlung der Rennpilotin. "Motorheads“ ist ein Portraitbuch über Schweizerinnen und Schweizer mit Benzin im Blut, auf welchem ich das Cover zieren darf. Mehr Infos dazu findet Ihr auf www.motorheads.biz.

Schnelle Mädels unter sich

Die zweite Dame, mit der ich Bekanntschaft schliessen durfte, ist Martina Garovi. Die Begegnung mit ihr war genauso belebend und beeindruckend. Martina ist Architektin und pilotierte bei der Arosa ClassicCar einen Lotus Elan mit Jahrgang 1964 wie einst ihr Vater.

Für den Einsatz gibt sie nichts aus der Hand, ganz nach dem Motto: Selbst ist die Frau. Martina kümmert sich um alles - von der Fahrzeugverladung über den Transport bis eben hin zum Fahren erledigt sie alles selbständig - wow! 

 

Neben all den Streckenposten, die auch bei schlechtem Wetter inklusive einigen Schneeflocken stetig ausharrten, und der tollen Eventorganisation sind die Teilnehmerinnen wie Babs und Martina meine persönlichen Helden - respektive Heldinnen, die einen solchen Event um vieles bereichern. 

Ihnen allen gilt ein grosses Dankeschön. Weiter möchte ich mich auch bei Audi Schweiz für den Aufwand und für die tolle Gastfreundschaft bedanken. Thomas Amweg gratuliere ich an dieser Stelle zum erneuten Tagessieg mit einer sensationellen Zeit von 4:52.14. 

 

Ich hoffe, unsere Taxigäste werden die rasanten Fahrten in den sportlichen Audi-Modellen lange in Erinnerung behalten. Solltet Ihr nächstes Jahr ebenfalls wieder mit dabei sein wollen, oder sollte ich Euer Interesse für eine solche Taxifahrt geweckt haben, so gibt es bestimmt schon bald wieder Infos zur Anmeldung unter www.arosaclassiccar.ch.

Jederzeit gute und sichere Fahrt wünscht - Rahel Frey

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Über diesen Artikel
Rennserien Historisch
Veranstaltung Arosa ClassicCar
Unterveranstaltung Sonntag, Rennen
Fahrer Rahel Frey
Teams Yaco Racing
Artikelsorte Kolumne
Tags bergrennen, schweiz
Topic Rahel Frey