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Allen Unkenrufen zum Trotz: 171 Fahrzeuge für VLN-Auftakt gemeldet

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Allen Unkenrufen zum Trotz: 171 Fahrzeuge für VLN-Auftakt gemeldet
21.03.2019, 09:10

Die VLN präsentiert sich beim Sasonauftakt 2019 aller Ausstiegsdrohungen zum Trotz mit einem Feld von 171 Fahrzeugen - Fabian Vettel und ein Ex-Formel-1-Star dabei

Mit der 65. Auflage der Westfalenfahrt schalten die Ampeln bei der VLN am kommenden Samstag (23.03.) wieder auf Grün. Und die Nennliste für den ersten Lauf auf der legendären Nordschleife verspricht atemberaubende Action und ein prominentes Fahrerfeld. Egal ob in den großen oder kleineren Klassen, es wird laut und bunt.

Mehr als 170 Fahrzeuge von 24 Automobilherstellern werden bei Lauf eins am Start erwartet mit über 400 Fahrern aus 31 Nationen. Sehr gut besetzt ist die Spitzengruppe. Black Falcon, Land-Motorsport, Falken Motorsport, Frikadelli Racing, GetSpeed Performance, KCMG, Kondo Racing, Manthey-Racing, Octane 126, Phoenix Racing, Ring Police, ROWE-Racing, HTP Motorsport, Scuderia Cameron Glickenhaus, Toyota Gazoo Racing oder Walkenhorst Motorsport sind in der Startaufstellung zu finden. Die Top-Teams werden mit der Speed-Trophäe in diesem Jahr mit einem Preisgeld von 25.000 Euro gelockt.

Fabian Vettel: Dieses Jahr heißt es nur Vollgas

Bunt wie Konfetti gemischt ist das Starterfeld der Piloten. Und es sind nicht nur Fahrer wie die DTM-Champions Rene Rast oder Marco Wittmann, der zweifache Le-Mans-Sieger Earl Bamber oder der Kelvin van der Linde, Sieger des 24-Stunden-Rennens von 2017, die das Herz eines jeden PS-Enthusiasten in den höheren Drehzahlbereich bringen. Stellvertretend seien in der Folge Fabian Vettel, Smudo, Martin Brundle und Carlos Tavares vorgestellt.

Während Bruder Sebastian mit vier Weltmeister-Titeln in Folge in der Formel 1 bereits Renngeschichte geschrieben hat, steckt die Rennkarriere des elf Jahre jüngeren Fabian Vettel noch in den Kinderschuhen. Nach Starts im Audi-TT-Cup und in der Lamborghini Super Trofeo steigt der 20-Jährige bei GetSpeed Performance in einen Mercedes AMG GT3 mit Indy Dontje und Philip Ellis ein.

"Dieses Jahr heißt es voller Angriff. Das wird für mich eine Riesenumstellung. Das ist eine andere Welt da draußen mit dem GT3. Es ist alles viel schneller, du hast Abtrieb, du hast Leistung in dem Koffer. Als Deutscher kommst du an der Geschichte und dem Mythos Nürburgring nicht vorbei. Ich kam nicht mehr aus dem Grinsen raus. Es macht sehr viel Spaß, das ist ein Traum, der wahr wird", sagte er nach den Test- und Einstellfahrten.

Alte VLN-Bekannte: Smudo und PSA-Manager Carlos Tavares

Während Vettel noch ein Nordschleifen-Greenhorn ist, ist Rapper Smudo ein Sachkenner in der Eifel. "Unfassbar - das ist schon mein 16. Jahr", sagt das Mitglied der Fantastischen Vier. "Ich bin schon richtig heiß auf die anstehende VLN-Saison. 2018 haben wir mit dem GT3 schon mal in die Top 15 'reingeschnuppert? und entsprechend motiviert sind wir für die kommenden Rennen", so Smudo, der mit Tom von Löwis of Menar und Axel Duffner in der Klasse der Alternativen Treibstoffe (AT) einen Porsche 911 GT3 Cup an den Start bringt.

Das Team Care for Climate hat hier auch einen Porsche Cayman GT4 CS mit den Piloten Thomas Kiefer, Jaxon Evans und Denis Dupont genannt. "Ich freue mich, dass wir alten Hasen 2019 erstmals in der Klasse AT auf dem GT4 auch Nachwuchsfahrer für das Permit A ausbilden dürfen. Gerade für die Jungen - die Zukunft des Motorsports - wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger und bei uns können sie das jetzt quasi von der Pike auf hautnah erleben und erlernen."

Mit einem kleinen Rennteam namens TJ Racing nimmt Carlos Tavares teil. Der Vorstandsvorsitzende von PSA Peugeot Citroën sitzt in einem Opel Astra GTC von Teamchef Tobias Jung in der Klasse VT2. Ein gebürtiger Portugiese, als Chef eines großen französischen Automobilherstellers in einem deutschen Kleinwagen ist eine interessante Mischung. "Ja, das ist in der Tat sehr europäisch", sagt Tavares, der sich auf die Nordschleife freut. "Weil es die schwierigste Strecke der Welt ist und ich Herausforderungen mag." Tavares hat das sprichwörtliche Benzin im Blut. Sogar bei der Rallye Monte Carlo war er bereits am Start. "Autos und Motorsport sind meine großen Leidenschaften. Ich fahre seit über 35 Jahren Rallyes, Tourenwagenrennen, Einsitzer und historische Prototypen."

Martin Brundle Nordschleifen-Debüt mit 59 Jahren

Einen Aston Martin Vantage V8 von AMR Performance Centre pilotiert Martin Brundle in der SP8 an det Seite von Alexander West und Marco Müller. 158 Mal ging der Engländer in der Formel 1 an den Start. Mittlerweile berichtet er für den britischen Sender Sky Sports von der Königsklasse des Automobilsports. "Ich bin noch nie mit einem Rennwagen auf der Nordschleife gefahren. Als mein Sohn Alex vergangenes Jahr in der VLN gestartet ist und mir davon berichtet hat, war ich neidisch. Bei VLN1 und 3 werde ich meinen Permit machen. Voraussichtlich bei VLN 7 werde ich dann mit meinem Sohn zusammen auf einem Auto fahren."

Am 28. September ist Brundle dann schon 60 Jahre alt. "Das wäre ein tolles nachträgliches Geburtstagsgeschenk für mich. Ich fühle mich, als würde ich wieder zur Schule gehen. Die Strecke ist einzigartig. Ich habe schon am Simulator geübt. Du musst das Ganze hier sehr ernst nehmen. Am Ring bin ich ein Rookie, und nicht das ehemalige Formel-1-Ass", sagt er bescheiden.

Aber auch die V4, die V5, die Cup3, die Cup5 und die H2 haben eine hohe Beteiligung. Die Klasse der Fahrzeuge bis 2 Liter Hubraum bietet das breiteste Spektrum an Autos. Vom Renault Clio über Honda Civic, Opel Astra, Calibra und Manta, VW Corrado, Jetta und Golf bis hin zum 3er-BMW ist alles vertreten. Auch die TCR gehört zu den aufstrebenden Klassen.

Rennstart ist um 12 Uhr, die Startplätze werden zwischen 08:30 bis 10 Uhr im Zeittraining ausgefahren. Training und Rennen werden im Livestream auf 'Motorsport-Total.com' übertragen.

Mit Bildmaterial von VLN.

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