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Kiesbett gegen Track Limits: Nürburgring modifiziert Kurve 4

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Kiesbett gegen Track Limits: Nürburgring modifiziert Kurve 4
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21.03.2019, 08:32

Ein neues Kiesbett ausgangs der Mercedes-Arena ersetzt eine Mauer, die bei den VLN Test- und Einstellfahrten für Diskussionsstoff gesorgt hat

Das Thema GT3-Einbremsung war an der Nürburgring-Nordschleife noch nicht ganz abgeklungen, da gab es im Rahmen der Test- und Einstellfahrten der VLN Langstreckenmeisterschaft 2019 gleich das nächste Thema, das Wellen geschlagen hat: Eine neue Mauer ausgangs Kurve 4 der Nürburgring-Grand-Prix-Strecke.

Der Ausgang der Mercedes-Arena war in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz von Track-Limits-Missachtungen. An der Stelle, an der die 24h-Variante des Nürburgrings nach dem Yokohama-S wieder auf die allgemein genutzte Variante der Grand-Prix-Strecke mündet, bietet sich seit Jahren die Möglichkeit, weit hinaus zu fahren und so mehr Schwung mitzunehmen.

Ein Thema, das bei der Abnahme der Strecke zur Sprache kam. Informationen von 'Motorsport.com' zufolge hat aber nicht der Automobil-Weltverband FIA, sondern ein Mitglied der Sicherheitskommission des Deutsche Motor Sport Bundes (DMSB) anschließend auf die Aufstellung einer Mauer in diesem Bereich gepocht.

Diese erwies sich allerdings als Schnellschluss: Bei den Test- und Einstellfahrten kritisierten mehrere Fahrer die neue Beton-Barriere. Gerade im Zweikampf zu Beginn des Rennens wurden gefährliche Situationen befürchtet. Ganz zu schweigen von Motorradfahrern, für die die neue Begrenzungsmauer eine riesige Gefahr dargestellt hätte.

Daher wurde schnell gehandelt: Noch diese Woche wurde die Mauer wieder abgebaut. Stattdessen ist nun ein Kiesbett in einem Bereich der anschließenden Wiese angelegt worden. An dieser Stelle sind in der Vergangenheit immer wieder Fahrzeuge aus der asphaltierten Auslaufzone mit Vollgas über das Gras auf die Strecke zurückgekehrt. Das Kiesbett bremst ein zu weit nach außen geratenes Fahrzeug nun ab, es verliert kurzzeitig Schwung. So ist keine Vorteilsnahme mehr möglich.

Den Erfolg für die schnelle Beseitigung des Sicherheitsrisikos schreibt sich die VLN-Teamvereinigung Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) auf die Fahnen. "Das war eine dringend notwendige Maßnahme, die wir sehr begrüßen", sagt Dirk Adorf, Vorsitzender der Fahrer-AG innerhalb der ILN. "Wenn sich zwei Fahrzeuge an dieser für Positionskämpfe beliebten Passage berühren und eines dadurch nach außen gerät und mit der Begrenzung kollidiert, würde es zurück auf die Straße katapultiert und an dieser nicht einsehbaren Stelle für größere Gefahren sorgen."

Die Nürburgring-Nordschleife hat derweil im Winter die größte Neuasphaltierungsaktion ihrer jüngeren Geschichte erfahren. "Die Strecke ist sicher wie nie zuvor", sagt ein Nürburgring-Sprecher gegenüber 'Motorsport.com'. Die FIA hat im Rahmen der Abnahme der mit "Stage 3" (drittbeste Sicherheitskategorie) zertifizierten Nordschleife einige kleinere Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Sicherheit über die nächsten zwei Jahre empfohlen. Dabei geht es aber nicht um Eingriffe in den Streckenverlauf.

Mit Bildmaterial von Nürburgring.

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Rennserie VLN
Autor Heiko Stritzke