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VLN 2019 Lauf 7: Erster Sieg für GetSpeed trotz Strafe

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VLN 2019 Lauf 7: Erster Sieg für GetSpeed trotz Strafe
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28.09.2019, 14:41

GetSpeed übersteht regnerische Bedingungen und eine Stop-&-Go-Strafe, um sich den ersten Gesamtsieg in der VLN zu holen - Mercedes-Erfolgsserie geht weiter

Zum ersten Mal seit April kam der Gesamtsieger bei einem VLN-Rennen nicht aus dem Lager von Black Falcon: In Abwesenheit von Patrick Assenheimer, der zuletzt einen Hattrick herausgefahren hatte, gelang GetSpeed nun der Durchbruch. Dominik Baumann und Fabian Schiller gewannen den siebten VLN-Lauf 2019 in überlegener Manier.

Damit ist Mercedes-AMG auf der Nürburgring-Nordschleife seit Wiederaufnahme der VLN-Saison 2019 nach dem 24-Stunden-Rennen weiter ungeschlagen. Nach den drei Siegen von Black Falcon holte nun GetSpeed den vierten AMG-Sieg in Folge.

Der Sieg des GetSpeed-Mercedes #2 beim 59. Reinoldus-Langstreckenrennen war deutlich. Obwohl sie zwischenzeitlich eine Stop-&-Go-Strafe für einen zu kurzen Boxenstopp absitzen mussten, blieb das Duo ungefährdet. Bei nasskalten Bedingungen, die eher zum Finale Ende Oktober gepasst hätten, gab es keinen wirklichen Gegner. Der Vorsprung betrug am Ende 42,494 Sekunden.

"Heute mögen nicht alle Gegner da gewesen sein, aber ein Sieg ist ein Sieg", sagt Baumann. "Und dann noch mit einer Strafe mit so einem Vorsprung zu gewinnen, ist schon stark." Fabian Schiller fügt hinzu: "Wir haben lange darauf hingearbeitet. Diesen Sieg einzufahren ist natürlich mega."

Schiller jagt sein eigenes Auto

Die einzige Konkurrenz in diesem Rennen kam zu Beginn von Schiller selbst: Der 22-Jährige absolvierte einen Doppelstart und setzte sein eigenes Fahrzeug zu Beginn des Rennens mit dem GetSpeed-Mercedes #23 (Shoffner/Hill/Schiller) unter Druck. Natürlich fiel dieser AMG zurück, als Schiller an Teamkollege und Teamkollegin übergab, am Ende wurde es Platz zehn und Rang vier in der SP9 Pro-Am.

 

Leicht wurde es Baumann und Schiller nicht gemacht: Zu Beginn des Rennens war die Strecke feucht, trocknete aber ab. Richtigerweise entschied sich GetSpeed beim ersten Boxenstopp, wieder auf Regenreifen zu wechseln, denn wenige Minuten später begann erneut kräftiger Nieselregen, der die Strecke durchnässen sollte.

Erst gegen Ende des Rennens waren Slicks möglich, doch da war der Drops gelutscht: Trotz einer zwischenzeitlichen Strafe für Unterschreiten der Mindeststandzeit hatten Baumann/Schiller nach dem letzten Boxenstopp über eine Minute Vorsprung. Das Duo hatte im Regen einen ausreichend großen Vorsprung hinausgefahren. Nur ein Ausritt auf Slicks im Adenauer Forst sorgte noch einmal für eine Schrecksekunde.

Mit Platz zwei hat sich HTP Motorsport eindrucksvoll in der VLN zurückgemeldet. Im ungewöhnlich dunklen Farbkleid sorgte Lance David Arnold in der Startphase gleich einmal für Aufsehen, als er sich mit dem Falken-Porsche #4 (Bergmeister/Ragginger) anlegte. Von Martin Ragginger zunächst neben die Strecke gedrängt, drehte Arnold den Porsche Ausgangs Mercedes-Arena um. Die Rennleitung entschied auf Rennunfall.

 

Im Kampf um Platz zwei setzte sich der HTP-Mercedes #48 von Arnold, Edoardo Mortara und SP9-Rückkehrer Tim Scheerbarth gegen den Walkenhorst-BMW #34 (Catsburg/Pittard/Fannin) und den enorm stark aufblühenden Phoenix-Audi #5 (Kolb/Jans) aus der SP9 Pro-Am durch.

Falsche Reifen und streikendes Gaspedal bei Walkenhorst

Steve Jans hielt zu Beginn des Rennens sogar einigermaßen mit den beiden GetSpeed-Mercedes mit. Im Laufe des Rennens geriet das Duo aber in die Fänge des HTP-AMGs, der vorbeizog.

Der Walkenhorst-BMW fuhr eine gänzlich andere Strategie und startete sogar auf Slicks. Bekanntermaßen sind die Yokohama-Regenreifen im Nachteil, deshalb hoffe Walkenhorst auf eine abtrocknende Strecke. Das geschah im ersten Stint erst langsam, trotzdem konnte sich Jody Fannin in am Ende des ersten Stints in die Spitzengruppe vorarbeiten.

Das große Pech für den BMW war der wieder einsetzende Regen. Nachdem man beim Boxenstopp wieder Slicks geholt hatte, zwang der Wetterumschwung den dunkelblauen BMW M6 GT3 nach nur einer Runde erneut auf den Boxenplatz, um Regenreifen zu holen.

 

Später verlor das Trio erneut Zeit, als das elektronische Gaspedal kein Gas mehr annahm. Ein Reset behob das Problem, kostete aber rund eine Minute. Nach dem letzten Stopp hatte sich der BMW auf Position drei eingerichtet und fuhr diesen bequem nach Hause.

Der Phoenix-Audi verlor noch Rang vier an den Falken-BMW #3 (Dumbreck/Dusseldorp), gewann aber klar die SP9 Pro-Am. Kolb/Jans liefen in einem Falken-Sandwich ein, denn der Porsche #4 kämpfte sich nach der anfänglichen Kollision bis auf Rang sechs zurück.

Die Top 10 komplettierten der Konrad-Lamborghini #7 (Jefferies/Di Martino), der Walkenhorst-BMW #35 (Adams/Abbott/Tresson), die SP7-Klassensieger Andreas Simonsen, Rocco di Torrepadula Lorenzo und Patrick Kolb und besagter GetSpeed-Mercedes #23 (Shoffner/Hill/Schiller).

Meisterschaftskampf bleibt spannend

Keine Rolle spielte in diesem Rennen der Schnitzer-BMW #42 (Farfus/Dusseldorp). Von Platz drei gestartet, kam der M6 nach nur einer Runde an die Box. Wie im Vorjahr wurde Schnitzer Motorsport von BMW mit einem Reifentest beauftragt. Weil aber auf der feuchten Fahrbahn keine Slicks getestet werden konnten, verbrachte man das Rennen überwiegend an der Box. Erst ganz am Ende fuhr der Bolide wieder raus.

Großes Pech hatte der mcchip-dkr-Lambroghini #20 ("Schmidtmann"/Hammel). Zwischenzeitlich bekämpfte man sich mit den Markenkollegen aus dem Konrad-Lager, doch kurz vor Schluss schlug "Dieter Schmidtmann" auf der Nordschleife ein und musste aufgeben.

Nach dem "Betriebsunfall" bei VLN6 und dem zweiten Platz in der Klasse Cup5 haben die Tabellenführer Yannick Fübrich und David Griessner einen weiteren Klassensieg geholt. In der V4 glichen die amtierenden Meister Danny Brink, Christopher Rink und Philipp Leisen auf 3:3 gegen Oliver Frisse, Moran Gott und Torsten Kratz aus. Jene erreichten in einem etwas holprigen Rennen Platz zwei. Alle drei Paarungen haben damit weiter Titelchancen.

Beachtenswert war das Finale in der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge: Heiko Eichenberg und Erik Johansson setzten sich auf ihrem Sorg-BMW #181 mit einem Vorsprung von 0,009 Sekunden in einem Fotofinish gegen den Black-Falcon-Mercedes #162 von Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas durch.

Der nächste Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist der 51. Barbarossapreis am 12. Oktober.

Mit Bildmaterial von VLN.

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Autor Heiko Stritzke