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VLN-Erdbeben: Wochenspiegel und Frikadelli kündigen Rückzug an

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VLN-Erdbeben: Wochenspiegel und Frikadelli kündigen Rückzug an
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12.03.2019, 19:28

Die Teams Wochenspiegel und Frikadelli wollen aus der VLN aussteigen, sofern die kürzlich beschlossene BoP-Anpassung für die GT3 nicht zurückgenommen wird

Die umstrittene Anpassung der Balance of Performance (BoP) für die GT3-Klasse SP9 der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring hat Folgen. Mit Wochenspiegel und Firkadelli haben zwei Top-Teams ihren Rückzug aus der Rennserie auf der Nordschleife angekündigt - sofern die kurzfristig verkündete Einbremsung der GT3-Boliden umgesetzt wird.

Nachdem im Laufe des Dienstags zunächst Wochenspiegel-Teambesitzer Georg Weiss den sofortigen Rückzug seiner Ferraris von der Nordschleife und eine Verlagerung der Aktivitäten auf die Creventic-24h-Serie verkündet hatte, zog am Abend Frikadelli nach.

"Sollte die BoP unverändert bleiben, wird sich Frikadelli definitiv nach dem 24-Stunden-Rennen aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft und generell von der Nordschleife verabschieden", erklärt Teamchef Klaus Abbelen. Damit werden die Porsche des Teams zumindest bei den ersten drei Rennen der VLN noch auf der Strecke zu sehen sein.

Wie Weiss kritisiert auch Abbelen, dass die beschlossene Leistungsreduzierung von fünf Prozent nur für die SP9, nicht aber für die anderen Klassen gilt. "Dies hat zur Folge, dass kleinere Fahrzeuge, die nur ein Zehntel des Jahresbudgets der GT3-Boliden kosten, diese künftig mit 30 km/h oder mehr auf den Geraden überholen und in der nächsten Kurve wieder vor dem GT3-Auto sind", sagt er.

Abbelen kritisiert zudem, dass die Nordschleife durch die Sanierung der Fahrbahn von Jahr zu Jahr schneller werde, die GT3-Fahrzeuge aber eingebremst würden.

Nicht zuletzt stößt sich der Frikadelli-Teamchef am Zeitpunkt der BoP-Anpassung nicht einmal zwei Wochen vor den Test und Einstellfahrten. "Wenn man mir im November schon gesagt hätte, dass wir wieder fünf Prozent weniger Leistung auferlegt bekommen, hätte ich mich direkt gegen eine Teilnahme an der VLN und dem 24h-Rennen entschieden", sagt Abbelen.

Mit Bildmaterial von VLN.

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Autor Markus Lüttgens