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VLN und ILN einigen sich auf Ausschreibung 2019

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VLN und ILN einigen sich auf Ausschreibung 2019
30.01.2019, 10:24

Die Querelen um die VLN-Ausschreibung sind beendet - ILN und VLN einigen sich auf einen Kompromiss bei Nenngeldern, Werbeflächen und Nachtankregeln

Es ist geschafft: Die VLN-Organisatoren und die Teamvereinigung ILN haben ihren Streit um die vorläufige Ausschreibung für die VLN-Saison 2019 beigelegt. Der Kompromiss sieht vor, dass die Nenngelder gegenüber dem ersten Entwurf unverändert bleiben, die VLN aber die geblockte Werbefläche auf dem hinteren Radkasten freigibt. Die neuen Nachtankregeln wurden bereits im Vorfeld gekippt, außerdem gibt es eine Umbenennung der SP9-Unterklassen.

Die Neuordnung der Nenngeldstruktur für die neun Läufe auf der Nürburgring-Nordschleife bleibt für die Saison 2019 bestehen. Die Nenngelder für bisher unattraktive Klassen wie beispielsweise die SP5 wurden drastisch gesenkt, in den populäreren Klassen aber angehoben. Die VLN ist auf neue Einnahmen angewiesen, nachdem sie auf Wunsch der ILN die Einheitsreifen-Regel in der Klasse SP10 analog zum 24-Stunden-Rennen gekippt hat.

Für Unmut in den Reihen der ILN-Teams hatte der Energiekostenbeitrag geführt, der künftig in Rahmen der entschlackten Nenngeldstruktur pauschal von allen Teams zu zahlen ist. Dadurch werden viele Teams, die keine Reifenwärmer einsetzen, nun genauso behandelt wie andere Rennställe, die sich dieses Luxus gönnen. Die VLN verwies darauf, dass neben dem Beitrag für Reifenwärmer auch andere Posten in die Pauschale einfließen.

Hinterer Radkasten erneut für ein Jahr freigegeben

Im Gegenzug verzichtet die VLN wie schon zur Saison 2018 auf die Inanspruchnahme der geblockten Werbefläche. Es hatte sich für die Saison kein Sponsor für diese Fläche gefunden. Im vergangenen Jahr gab es einen ähnlichen Schritt, als die VLN die Fläche per Bulletin freigegeben hat. Der Beklebungsplan gilt immer nur für eine Saison, es bleibt also abzuwarten, ob im kommenden Winter wieder dieselben Diskussionen auftreten werden.

Noch einmal bestätigt wurde der Verzicht auf die neue Tankregel, die einen Reifenwechsel während des Nachtankens bei einigen Fahrzeugen verboten hätte. Der VLN missfiel es, dass Mechaniker in T-Shirts in unmittelbarer Nähe zum Einfüllstutzen Reifen wechselten. Für den Mechaniker, der den Tankvorgang vollzieht, und für weiteres Personal, das in Hitzebereichen arbeitet (Mechaniker mit Feuerlöschern oder Mechaniker, die Auspuffrohre abdecken), gelten strikte Vorgaben zum Tragen feuerfester Kleidung. Ab der Saison 2020 werden diese Regeln für alle Mechaniker gelten, die während des Boxenstopps am Fahrzeug arbeiten.

Das Problem bei der Formulierung, dass in unmittelbarer Nähe des Einfüllstutzens während des Nachtankvorgangs keine Arbeiten vorgenommen werden dürfen, ist, dass sie nicht alle Fahrzeuge betrifft. Viele GT3-Boliden haben ihren Tankstutzen in der B-Säule. Diese wären dann von der Regel ausgenommen gewesen, was in einzelnen Klassen zur Wettbewerbsverzerrung geführt hätte. Noch auf der Essen Motor Show 2018 wurde der Passus daher gekippt. Das wurde jetzt noch einmal bestätigt.

Endgültige Ausschreibung Mitte Februar erwartet

Eine letzte Änderung betrifft die Subkategorien der SP9 GT3. Diese bekommen ab der VLN-Saison 2019 die international gebräuchlichen Namen "Pro", "Pro-Am" und "Am" zugewiesen. Bislang liefen sie unter den Namen "Professional", "Premium" und "Masters", um den Titel positiver klingen zu lassen.

Die Ausschreibung wird jetzt dem DMSB und der FIA zur endgültigen Abnahme vorgelegt, damit das Regelwerk auch offiziell in Kraft treten kann. Mit dem endgültig abgenommenen Reglement wird Mitte Februar gerechnet.

Mit Bildmaterial von VLN.

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