Anthony Davidson: Schmerzhaftes Andenken an Bahrain-Sieg

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Anthony Davidson: Schmerzhaftes Andenken an Bahrain-Sieg
Autor: Heiko Stritzke
Co-Autor: Jamie Klein
21.11.2017, 12:00

Kurios: Auf dem Weg zum Sieg beim WEC-Lauf in Bahrain brach sich Toyota-Werksfahrer Anthony Davidson einen Zeh, als er eine Tür eintrat. Er nimmt den schmerzhaften Vorfall aber mit Humor.

#8 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050-Hybrid: Sébastien Buemi, Anthony Davidson, Kazuki Nakajima
Podium LMP1: race winners Sébastien Buemi, Anthony Davidson, Kazuki Nakajima, Toyota Gazoo Racing
#8 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050-Hybrid: Sébastien Buemi, Anthony Davidson, Kazuki Nakajima
Race winners #8 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050-Hybrid: Sebastien Buemi, Anthony Davidson, Kazuki N
#8 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050-Hybrid: Sébastien Buemi, Anthony Davidson, Kazuki Nakajima
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#8 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050-Hybrid: Sébastien Buemi, Anthony Davidson, Kazuki Nakajima

Anthony Davidson nimmt eine schmerzhafte Erinnerung an seinen fünften Saisonsieg bei der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2017 aus Bahrain mit: Der Brite ist mit einer gebrochenen Fußzehe bei seiner Familie vorstellig geworden. Davidson musste sich aufgrund eines plötzlichen Fahrerwechsels blitzschnell fertigmachen. Die Idee, in der Hektik eine Tür mit dem Fuß zu öffnen, dürfte der ehemalige Formel-1-Fahrer bereuen: Ein schmerzhafter Bruch begleitet ihn seit Samstag.

"Ich dachte mir nur: 'Autsch, das hat weh getan!' Dann wurde es in meinem Stint immer schlimmer", erinnert sich Davidson an seine wenig angenehme letzte Fahrt der Saison. "Sowas passiert schnell mal bei Full Course Yellows, dass man aufspringen, sich fertigmachen und zum Auto spurten muss. Leider habe ich mir den Zeh gebrochen, als ich eine Tür aufgetreten habe."

 

Grund ist die Full Course Yellow (FCY) nach der Kollision des Schwesterfahrzeugs #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) mit dem Porsche #92 (Estre/Christensen) aus der GTE Pro. Durch das WEC-Pendant zum Virtuellen Safety-Car kam es zu einem vorgezogenen Boxenstopp. Bemerkenswert: Davidson fuhr trotz der Schmerzen, die insbesondere beim Bremsen auftraten, einen Doppelstint.

"Wenn ich die Wahl zwischen einem fünften Saisonsieg mit gebrochenem Fuß und einem intakten Fuß ohne Sieg hätte, wüsste ich genau, was ich wählen würde", grinst der 38-Jährige. "Es macht ja nichts, da die Saison ohnehin vorbei ist."

Trotz allem hatte er viel Spaß an seinen 44 Runden auf dem Bahrain International Circuit: "Ein schönes Rennen und ein schöner letzter Kampf gegen Porsche. "Es lief hervorragend, das Auto hat sich von Beginn an fantastisch angefühlt. Das sind einfach die besten Wochenenden. Als ich dran war, hat die Balance gepasst und das Griplevel der Strecke war zu dem Zeitpunkt auf hohem Niveau. Ich konnte das volle Potenzial der Reifen abrufen und habe den führenden Porsche eingeholt."

Die entscheidende Szene war dann der Abschuss des Gulf-Porsches #86 (Wainwright/Barker/Foster) durch Nick Tandy. Der Porsche #1 (Jani/Lotterer/Tandy) wurde dabei beschädigt und musste an die Box nebst späterer Strafe. Davidson freut sich über den gewonnen Kampf: "Ich habe Nick so unter Druck gesetzt, dass er ein riskantes Manöver gestartet hat. Da haben wir das Rennen gewonnen. Das hat viel Spaß gemacht, ich habe diesen letzten Kampf wirklich genossen."

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