Nelson Piquet Jr.: Enttäuschung über Formel-3-Absage, Freude auf Le Mans

Motorsport.com-Kolumnist Nelson Piquet Jr. spricht über seine Enttäuschung, dass er nicht am Formel-3-Rennen in Pau teilnehmen durfte und darüber, dass er sich jetzt auf die 24 Stunden von Le Mans vorbereitet.

Der Mai war ein ganz schön aufregender Monat für mich, mit einigen interessanten Dingen, die passiert sind!

Er fing mit dem Rennen in Spa-Francorchamps mit Rebellion Racing in der Langstreckenweltmeisterschaft an, eine unglaubliche Fahrerstrecke. Es war mein zweites Rennen mit dem Team und meinen Teamkollegen Nico Prost und Nick Heidfeld und wir standen in unserer Klasse wieder auf dem Podium und wurden Gesamtvierte. Das war ein großartiges Resultat für ein Privatteam in der LMP1.

 

Dann hatte ich eine sehr bizarre Woche! Es bot sich eine Chance in letzter Minute, als Trevor Carlin mich kontaktierte und einlud, mit seinem Team das Formel-3-Rennen in Pau zu fahren. Ich ergriff die Gelegenheit beim Schopf, da ich schon immer in Pau fahren wollte. Bei einem Formel-3-Rennen zu starten würde auch bedeuten, dass ich qualifiziert wäre, beim Macao-Grand-Prix dabei zu sein. Dieses Rennen ist noch auf meiner Liste derer, bei denen ich im Laufe meiner Karriere noch einmal dabei sein möchte.

Wie die meisten von Euch wissen, reiße ich mich so ziemlich um alles, was vier Räder hat und Rennen fährt. Ich liebe die unterschiedlichen Herausforderungen, die verschiedenen Strecken und Kategorien – Rennfahren und der Wettbewerb, dafür lebe ich.

Leider hat die FIA dann entschieden, dass ich für die Europameisterschaft zu viel Erfahrung habe und entzog mir die Rennerlaubnis. Ich war am Boden zerstört. Ich habe seitdem mit FIA-Präsident Jean Todt gesprochen, denn wir müssen eine Lösung für solche Situationen finden.

Bildergalerie: WEC-Rennen in Spa

Es gibt viele Fahrer, die Gelegenheiten wie diese wahrnehmen und gerne mehr Rennen fahren würden.

Bedeutet das nämlich, dass ich nie mehr die Chance haben werde, noch einmal in Macao zu fahren? Ich hoffe, dass die FIA eine Lösung findet, denn ich bin ein Racer, und wenn sich mir ein solche Chance bietet, wäre ich gerne in der Lage, sie wahrzunehmen.

Warten wir ab, was passiert!

Nach dieser Erfahrung fuhr ich nach Deutschland zur Formel E. Wir sind zwar vergangenes Jahr schon in Berlin gefahren, dieses Mal waren wir aber genau im Herzen der Stadt. Das war ein großartiger Veranstaltungsort und total ausverkauft und ich hoffe, dass wir zu dieser Strecke zurückkehren!

Fokus auf Le Mans

Mein Fokus richtet sich für die nächsten paar Wochen auf Le Mans. Vor zehn Jahren nahm ich schon einmal an dem Rennen teil, damals war es mein erstes Mal in einem GT-Auto.

Das war eines der härtesten Rennen für mich. Ich war jung, zum ersten Mal in einem GT-Auto, zum ersten Mal in Le Mans und wir fuhren neben LMP-Autos. Das war eine echte Herausforderung!

 

Alles klappte aber gut und wir wurden in unserer Klasse Vierter, was für ein privates GT-Team gegen die Werksteams erstaunlich war.

Dieses Jahr ist das Gefühl total anders. Ich habe zehn Jahre Erfahrung in allen möglichen Autos und Rennen, daher habe ich viel mehr Selbstvertrauen und weiß, was zu tun ist, wann man angreift und wann man vorsichtig sein muss.

Natürlich glaube ich, dass ich besser fahre, einfach weil ich viel entspannter bin. Ich freue mich auch, dass ich mit zwei Freunden fahre, Nico und Nick, Jungs, gegen die ich in der Formel E fahre.

Und unser Ziel ist der Sieg! Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.

Danke,

Nelson

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Rennserien WEC , Formel E
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