Nissan zieht LMP1-Autos aus der WEC zurück

Böse Weihnachtsüberraschung für Aspiranten auf einen Platz im Nissan-WEC-Team. Die Japaner haben am Dienstag mitgeteilt, dass sie kein Auto mehr in der LMP1-Klasse einsetzen werden.

Der GT-R LM NISMO, mit dem Nissan Anfang 2015 zum ersten Mal seit 1999 in der Langstrecken-WM antrat, konnte die Erwartungen nie erfüllen. Ohne funktionierendes Hybrid-System fuhren die japanischen Autos hoffnungslos hinterher.

In Le Mans fehlten ihnen im Qualifying 25 Sekunden pro Runde auf die Spitze, am Ende war keines der drei Auto klassifiziert. Daraufhin beschloss man, auch die verbleibenden WEC-Rennen auszulassen.

Nun hat Nissan – trotz Testfahrten zu Beginn des Monats – auch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2016 abgesagt, da man keine Chance sah, mit Porsche, Audi und Toyota mithalten zu können.

„Nissan ist 2015 mit einem innovativ neuen und ambitiösen Konzept in die LMP1 eingestiegen, mit dem Ziel, an der Spitze mitzukämpfen“, heißt es im offiziellen Statement.

Alle hätten ihr Bestes gegeben, aber: „Das Unternehmen hat eingesehen, dass das Programm seine Ziele nicht erreichen kann und beschloss, sich auf langfristigere Rennstrategien zu konzentrieren.“

„Rennsport ist Teil der DNS von Nissan und das Unternehmen hat eine stolze Historie, Neues zu erfinden, um zu gewinnen“, heißt es weiter und, dass Nissan dem Motorsport auch weiter treu bleibe, auch der WEC.

„Nissan wird die WEC weiter durch verschiedene Motorenprogramme unterstützen, inklusive der jüngsten Einführung des LMP3-Motors.“

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