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Rebellion will nicht nur mit Ginetta, sondern auch mit Toyota kämpfen

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Rebellion will nicht nur mit Ginetta, sondern auch mit Toyota kämpfen
Autor:
Übersetzung: Michael Bieri, Motorsport.com Switzerland
05.08.2019, 10:24

Calim Bouhadra, CEO von Rebellion Racing, sagt, er habe in der kommenden WEC-Saison das Ziel, nicht nur Ginetta, sondern auch Toyota zu schlagen.

Das Schweizer Team wird als einzige Struktur neben neben dem Ginetta-Werksteam LNT in der Saison 2019/20 in der LMP1-Kategorie Prototypen ohne Hybrid-System einsetzen. Man plant, zumindest zu Beginn der Saison nur einen mit Gibson-Motor angetriebenen R-13 einzusetzen.

Beim Prolog vergangenen Monat in Barcelona wurde Rebellion von Toyota zwar knapp geschlagen, doch Gustavo Menezes hatte am Ende der beiden Testtage einen Rückstand von lediglich 0,267 Sekunden auf die schnellste Zeit des TS050 Hybrid.

Diese Performance gibt dem Team Hoffnung, dass man in der kommenden Saison um Siege kämpfen kann, insbesondere vor dem Hintergrund eines überarbeiteten Handicapsystems, das die Chancen der Privatteams im Kampf gegen Toyota verbessern sollte.

"Der Prolog hat bestätigt, dass wir Toyota tatsächlich ernsthaft gefährden können“, erklärte Bouhadra gegenüber Motorsport.com. "Das ist das Resultat unserer Arbeit, die wir unmittelbar vor Le Mans geleistet haben.“

"Im vergangenen Jahr konnten wir nicht wirklich mit Toyota mithalten, denn die Equivalence of Technology (EoT) war ein Witz. Doch ich hoffe, dass wir Toyota in Zukunft stärker gefährden können.“

"Die FIA und der ACO haben das Reglement überarbeitet und die Gewichte im Rahmen der EoT neu festgelegt. Ich hoffe, dass sich dadurch tatsächlich etwas verändert, denn ich will, dass wir wirklich mit jemandem kämpfen können.“

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"Man darf mich aber nicht falsch verstehen. Die neuen Regeln sind kein Geschenk für Rebellion“, fügte Calim Bouhadra an. "Ich will nicht, dass die Leute diesen Eindruck bekommen. Das Ziel ist ganz einfach, einen fairen Wettbewerb zu haben.“

"Ich denke, wir waren in der letzten Saison sehr geduldig, aber es war einfach nicht fair. Nicht gegenüber den Zuschauern, nicht gegenüber uns, gegenüber niemandem eigentlich. Wir wollen auf faire Art und Weise konkurrenzfähig [gegenüber Toyota] sein. Das ist nicht mehr als logisch.“

Bouhadra betonte, dass Rebellion nie in Betracht gezogen habe, dem Beispiel von SMP Racing, ihrem Hauptkonkurrenten in der abgelaufenen Saison, zu folgen, die aus Frustration über die Unfähigkeit der privaten Teams, Toyota ernsthaft zu gefährden, aus der WEC ausgestiegen sind.

Er fügte an, dass es "ungerecht“ sei, zu erwarten, dass Ginetta bereits zu Beginn der Saison auf dem gleichen Niveau sei wie SMP.

"Ich versuche, meine Gegner zu respektieren, denn ich weiss, dass alle hart arbeiten. Aber sie müssen sich beweisen“, erklärte Bouhadra. „Ich hoffe nur, dass wir einen guten Kampf haben werden.“

#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050 - Hybrid: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez

#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050 - Hybrid: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez

Photo by: FIA WEC

Menezes, der hofft, auch in der kommenden Saison Teil des mit bloss einem Auto antretenden Rebellion-Teams zu sein, äusserte ebenfalls die Hoffnung, dass die neuen Regeln den Privatteams ermöglichen, so schnell wie möglich auf Augenhöhe mit Toyota zu sein.

„Wir hoffen, dass durch die EoT die Lücke etwas schneller geschlossen wird“, sagte Menezes gegenüber Motorsport.com. „Die WEC hat letztes Jahr gute Arbeit geleistet, aber es dauerte zu lange, und wir schafften den Anschluss nie wirklich.“

„Wenn wir innerhalb von zwei Rennen die Schritte machen können, für die wir in der letzten Saison das gesamte Jahr brauchten, könnten wir echte Rennen auf der Strecke haben, und das wäre sehr wichtig für die Meisterschaft. Wenn wir bis Le Mans wirklich so weit sind, wäre das in Ordnung, denn das ist es, was wirklich zählt.“

Der Amerikaner fügte an, dass die zwei Testtage in Barcelona für Rebellion sehr wichtig waren, um das neue aerodynamische Packet für Le Mans anzupassen.

„Wir machen im Vergleich zur letzten Saison Fortschritte“, erklärte Menezes. „Wir hatten unsere Probleme erkannt und wissen nun, wo unsere wirkliche Leistung lag.“

„Ehrlich gesagt, konnte man in der letzten Saison mehrere Male sehen, dass wir da waren, wenn das Timing passte. Wir müssen nur öfter zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.“

„Die Tests helfen immer, schliesslich geht es darum, das wahre Potential des Autos nutzen zu können.“ 

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Bouhadra ist sich allerdings bewusst, dass nach 18 Monaten Entwicklungszeit nicht mehr viel aus dem von Oreca entworfenen R-13 herauszuholen ist.

„Wir kommen langsam ans Limit des Autos“, sagte er. „Das haben wir in Le Mans gesehen, als wir [in Zusammenhang mit der EoT] die Leistung des Autos veränderten und dadurch einige Motorschäden hatten.“

„Die Weiterentwicklung des Autos bringt automatisch Zuverlässigkeitsprobleme mit sich, und das wollen wir nicht.“

#1 Rebellion Racing Rebellion R-13: Nathanael Berthon, Felipe Nasr. Gustavo Menezes, Norman Nato

#1 Rebellion Racing Rebellion R-13: Nathanael Berthon, Felipe Nasr. Gustavo Menezes, Norman Nato

Photo by: FIA WEC

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Autor Jamie Klein