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WEC 1000 Meilen Sebring

Toyota: Alpine war in Sebring "in einer anderen Kategorie"

Der Auftakt der WEC-Saison 2022 lief für Toyota nicht nach Plan - Laut Teamchef Kamui Kobayashi fuhr der Alpine-LMP1 in einer anderen Liga

Toyota stand erstmals seit zwei Jahren nicht an der Spitze eines Rennens in der Langstrecken-WM (WEC). Der Saisonauftakt in Sebring sorgte für eine handfeste Überraschung, als der eigentlich ausrangierte LMP1-Bolide von Alpine auf Platz eins die Ziellinie überquerte. Toyota-Teamchef Kamui Kobayashi kritisiert die Balance-of-Performance (BoP).

Nicolas Lapierre, Andre Negrao und Matthieu Vaxiviere sorgten im LMP1-Auto der Franzosen für eine dominante Vorstellung auf der Buckelpiste in Florida. Im zerfahrenen Rennen mit drei Rotphasen hatte das Trio teilweise über eine Minute Vorsprung auf den Toyota GR010 Hybrid mit der Startnummer 8 - gefahren von Sebastien Buemi, Brandon Hartley und Ryo Hirakawa.

Das Schwesterauto mit der Nummer 7 musste nach einem Unfall von Jose Maria Lopez zurückgezogen werden, weshalb die Japaner nur einen Pfeil im Köcher hatte. Die Franzosen nutzten die Schwäche von Toyota eiskalt aus, auch als der Lauf wegen Gewittern und Blitzen in einem Radius von 15 Kilometern letztlich vorzeitig abgebrochen werden.

Toyota ohne jegliche Chance

Kobayashi, der nicht nur als Teamchef, sondern auch als Fahrer der Startnummer 7 fungiert, sagt, Toyota habe gegen Alpine in Sebring keine realistische Chance gehabt. Der Japaner teilt sich das Auto mit Lopez und Mike Conway. "Es war wegen der BoP, die wir bekommen haben, sehr schwierig", sagt er gegenüber dem Schwesterportal 'Autosport.com'.

Er fügt hinzu: "Wir waren nicht so schnell wie erwartet und konnten selbst die LMP2-Autos im Qualifying nicht schlagen. Alpine war pro Runde 1,2 Sekunden schneller als wir, also in einer anderen Kategorie. Die Fahrer des Teams sind nicht einmal ans Limit gegangen, während wir Vollgas gegeben haben und trotzdem langsam waren."

Kobayashi kritisiert die BoP-Einstufung, da ein Hypercar, das die Speerspitze der WEC-Prototypen bilden soll, ein ausrangiertes LMP1-Auto eigentlich schlagen sollte. "Es hängt davon ab, was der ACO entscheidet, aber das war nichts Tolles für die Zuschauer", so Kobayashi weiter. Auch Toyota-Technikchef Pascal Vasselon kritisiert die technischen Restriktionen, die das Team sogar hinter die schnellsten LMP2-Teams gespült hat.

Matthieu Vaxiviere

Alpine hat Toyota in Sebring klar dominiert

Foto: Motorsport Images

Besser ohne Hybrid?

Kobayashi geht sogar so weit, dass Toyota in Sebring besser dran gewesen wäre, hätte es das Hybridsystem nicht nutzen müssen. Er sagt: "Wenn wir es erst bei 190 Kilometer pro Stunde einsetzen können, wo kann man dann den Allradantrieb in den Kurven nutzen? Es ist besser, ohne den Frontmotor und die Batterie zu fahren, denn so wären wir leichter. Natürlich wären wir dann schneller!"

Ganz ohne könne Toyota aber ohne Hybrid auch nicht, gibt der Toyota-Teamchef zu, da das Auto für diesen Antrieb konzipiert worden sei. Doch Kobayashi sieht noch eine weitere Hürde: "Das Problem ist, dass der Glickenhaus nicht schnell ist. Wir müssen uns an [ihr Niveau] anpassen. Und selbst mit dieser BoP sind sie nicht so schnell wie wir [im Rennen]."

"Wenn der Glickenhaus schneller wäre, hätten wir nicht diese Art von BoP", stellt der Japaner klar. "Natürlich sind wir nicht glücklich mit der Situation, aber wir können nicht viel tun, um ehrlich zu sein." Hirakawa versucht, auch etwas Positives zu sehen: "Wir sind am Ende der Geraden besser, weil wir einen geringeren Luftwiderstand haben."

Das Hoffen auf Besserung

Doch auch er kritisiert den WEC-Auftakt: "In Sebring gibt es viele Kurven, die Abtrieb benötigen, und keine langen Geraden, das war gut für sie [Alpine]. Aber sie sollten nicht so viel schneller sein als wir. Ich hoffe, dass die BoP für alle Hypercars besser werden wird, weil es schwierig war, die LMP2-Autos zu überholen, weil wir pro Runde nur eine Sekunde schneller waren."

Toyota hofft beim zweiten Saisonrennen in Spa-Francorchamps auf Besserung. Zu seiner eigenen Leistung im Toyota-Hypercar sagt er: "Die Alpine war auf jeden Fall zu schnell. Der zweite Platz war das bestmögliche Ergebnis. Meine Stints im Rennen waren gut, was die Rundenzeiten angeht, und ich habe keine Fehler gemacht. Ich bin also zufrieden."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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