Toyota gesteht: 3. LMP1-Auto bei 24h Le Mans 2017 ein großes Risiko

Toyota-Technikchef Pascal Vasselon offenbart, dass der beschlossene Einsatz eines zusätzlichen TS050 bei den 24 Stunden von Le Mans 2017 durchaus mit Gefahren verbunden ist.

Bei 8 von 10 Rennen der Saison 2017 der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) setzt Toyota 2 seiner LMP1-Autos vom Typ TS050 Hybrid ein. Beim Saisonhöhepunkt, den 24 Stunden von Le Mans, und auch unmittelbar vorher bei den 6 Stunden von Spa schickt das japanische Werksteam mit Sitz in Köln ein 3. Auto an den Start.

Die Fahrer für alle 3 bei den 24h Le Mans und auch bei den 6h Spa fahrenden Toyota stehen bereits fest. Dennoch ist Toyota-Technikchef Pascal Vasselon beim Gedanken an das Vorhaben nicht ganz wohl.

"Sollten wir beispielsweise ein paar Unfälle haben, geraten wir in finanzielle Schwierigkeiten. Dann müssten wir früher oder später drastische Sparmaßnahmen ergreifen", gesteht Vasselon im Gespräch mit Motorsport.com.

Aufgestockt wurde das Toyota-Budget nicht, um das 3. Auto finanzieren zu können. "Wir mussten es innerhalb unseres finanziellen Rahmens hinkriegen. Mehr Geld gab es nicht", sagt Vasselon und geht ins Detail: "Wir haben ein paar Entwicklungen zurückgefahren, ohne unsere Performance-Ziele aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig sind wir finanzielle Risiken eingegangen."

Die Entscheidung, anders als 2015 und 2016, diesmal mit 3 Autos nach dem langersehnten 1. Le-Mans-Sieg für Toyota zu greifen, begründet Vasselon wie folgt: "Wenn man auf die vergangenen 3 Jahre zurückblickt, stellt man fest, dass wir zweimal in einer Position waren, Le Mans zu gewinnen. Zweimal hatten wir das Szenario, dass wir ein Auto durch Unfall verloren und das 2. Auto einen Defekt erlitt. Da dieses Szenario in 3 Jahren gleich zweimal auftrat, ist der Einsatz eines 3. Autos nur logisch."

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