WEC Nürburgring: Schafft Porsche mit neuer Aerodynamik den Heimsieg?

Die beiden Porsche 919 Hybrid der Vorjahressieger Bernhard/Webber/Hartley und der Le-Mans-Sieger Dumas/Jani/Lieb fahren bei den 6h Nürburgring mit neuem Aero-Paket.

Porsche tritt am kommenden Wochenende bei den 6 Stunden vom Nürburgring der Langstrecken-WM (WEC) mit neuer Aerodynamik für den 919 Hybrid an. Im Lager der Titelverteidiger aus Weissach ist es bereits das dritte Aero-Paket 2016. Damit hat Porsche das im WEC-Reglement festgehaltene Maximum für homologierte Aero-Pakete pro Saison ausgeschöpft.

WEC-Rennkalender 2016

"Nach einem überzeugenden viertägigen Test in Barcelona haben wir uns entschlossen, dieses Paket bereits am Nürburgring einzusetzen. Die Daten und das Feedback von Romain Dumas, Marc Lieb, Brendon Hartley und Mark Webber beim Barcelona-Test waren vielversprechend", sagt Porsche-Teamchef Andreas Seidl und präzisiert: "Während die meisten Modifikationen unter der Karosserie verborgen sind, fällt die nun veränderte Front ins Auge."

"Die Wochen seit dem Herzschlagfinale in Le Mans waren intensiv", bemerkt Porsches LMP1-Leiter Fritz Enzinger. "Es gab zahlreiche Termine und Veranstaltungen für die Fahrer, unter anderem das Festival of Speed in Goodwood sowie die Weltpremiere des neuen Porsche Panamera."

"Romain Dumas ist gleich nach dem Le-Mans-Sieg in die USA geflogen und hat in Colorado das berühmte Bergrennen am Pikes Peak gewonnen. Parallel haben wir in Weissach mit Vollgas an der Optimierung des Porsche 919 Hybrid gearbeitet. Unser Ziel für die verbleibenden sechs WM-Läufe ist klar: Wir wollen sowohl den Hersteller- als auch den Fahrertitel verteidigen", so Enzinger.

Fotostrecke: Alle Le-Mans-Siegerautos von Porsche

Im vergangenen Jahr holten sich Timo Bernhard, Mark Webber und Brendon Hartley bei den 6 Stunden vom Nürburgring den ersten Saisonsieg auf dem Weg zum Titelgewinn. In diesem Jahr wollen sie im #1 Porsche ihren Vorjahressieg wiederholen.

"Der 'Ring' hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, denn ich habe dort schon sehr viele schöne Momente erlebt und Erfolge gefeiert", sagt Bernhard und fügt hinzu: "Im Vergleich zu Autos, die ich früher dort gefahren bin, bietet der 919 viel mehr Abtrieb. Das ist eine große Herausforderung, macht aber extrem viel Spaß."

"Ich genieße es immer, am Nürburgring zu fahren", sagt Webber, der vor sieben Jahren auf dem Grand-Prix-Kurs in der Eifel seinen ersten Formel-1-Sieg einfuhr. "Die Strecke hat Tradition und Charakter, ihre Steigungen und Gefälle sind eine schöne Herausforderung. 2015 hatten wir großes Glück mit dem Wetter, aber das kann in der Eifel auch ganz anders aussehen. Oft sind schnell wechselnde Bedingungen schwer prognostizierbar", weiß Webber.

Trendwende für die Titelverteidiger?

Was den Verlauf der WEC-Saison 2016 betrifft, hofft Webber am Nürburgring auf eine Trendwende: "Bislang hatten Timo, Brendon und ich keine guten Ergebnisse in dieser Saison, aber wir Drei sind gut gefahren. Es wäre schön, wenn wir bei Porsches Heimrennen mit einem guten Resultat belohnt würden."

Im #2 Porsche peilen Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb derweil ihren zweiten Sieg hintereinander an, nachdem der Triumph bei den 24 Stunden von Le Mans erst im letzten Moment aufgrund des riesigen Toyota-Pechs zustande gekommen war.

Bildergalerie: 24 Stunden von Le Mans 2016

"Wir haben ein schnelles Auto und müssen ganz konzentriert arbeiten. Keine Fehler zu machen, ist bei dieser Leistungsdichte ein ganz wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Meine Teamkollegen und ich haben auf dem Nürburgring schon tolle Siege nach 24 Stunden gefeiert, hoffentlich klappt es jetzt auch nach sechs Stunden", so Dumas.

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Rennserien WEC
Veranstaltung Nürburgring
Rennstrecke Nürburgring
Teams Porsche Team
Artikelsorte News
Tags aerodynamik, nurburgring, porsche, wec