WEC-Zukunft: Lotterer plädiert für Kunden-Hybridsysteme in LMP1-Klasse

Um neue Hersteller für die LMP1-Klasse der Langstrecken-WM anzulocken, spricht sich Porsche-Neuzugang Andre Lotterer für die Weitergabe von Hybrid-Know-How aus.

Spätestens seit dem Rückzug von Audi stellt sich in der WEC die Frage, in welche Richtung sich die Topklasse LMP1 entwickeln solle. Neue Hersteller, die es mit Porsche und Toyota aufnehmen können, werden allein schon im Sinne der Spannung sehnlichst herbei gewünscht.

Privatteams wie das neu in die LMP1 einsteigende SMP Racing Team sind da aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein. "Es ist verständlich, dass Privatteams diese Autos nicht einsetzen können", sagt Andre Lotterer im Gespräch mit Motorsport.com mit Blick auf die hochgezüchteten LMP1-Werksautos.

"Die Technologie verlangt jede Menge Ressourcen", weiß Lotterer, der für die WEC-Saison 2017 zu Porsche wechselt, nachdem er 7 Jahre lang Audi-Werksfahrer war. Um das LMP1-Feld über kurz oder lang dennoch attraktiv auffüllen zu können, hat Lotterer eine andere Idee.

"Wenn wir in ein paar Jahren mehr Standardbauteile hätten, könnte man diese als Paket anbieten", spricht sich Lotterer für die Weitergabe von Hybridsystemen an Kundenteams aus.

"Gerade jetzt, da wir einen Hersteller weniger in der WEC haben, würde es Sinn ergeben, LMP1-Pakete für Privatteams zur Verfügung zu stellen. Die Technologie ist da. Wir müssen es nur schaffen, dass sie auch beziehbar ist. Das wäre wirklich toll, denn unterm Strich brauchen wir mehr LMP1-Autos", so Lotterer.

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Rennserien WEC , Le Mans
Fahrer Andre Lotterer
Artikelsorte News
Tags antrieb, hybrid, langstrecken-wm, lmp1, technik, wec, zukunft