Auch ohne Ogier: M-Sport in der Rallye-WM 2019 für Siege gut

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Auch ohne Ogier: M-Sport in der Rallye-WM 2019 für Siege gut
Autor:
Co-Autor: David Evans
23.02.2019, 09:05

Obwohl M-Sport nach der WRC-Saison 2018 mit Sebastien Ogier seine größte Wertanlage verloren hat, scheint das Team auch in der neuen Saison siegfähig zu sein

Der Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Schweden hat bewiesen, dass M-Sport auch in der Saison 2019 an der Spitze mithalten kann. Nach dem Jahr 2018 hatte das Privatteam, das mit Ford Fiestas in der WRC an den Start, mit Sebastien Ogier ihren Garant für Siege in der Meisterschaft an Citroen verloren. Bei der Rallye Schweden zeigte Teemu Suninen was im M-Sport-Ford steckt. Lange war der Finne an der Spitze konkurrenzfähig.

Am Freitag war Suninen noch lange in Führung gewesen. Erst am Samstag platzte der Traum von einem M-Sport-Sieg, als der 25-Jährige in seinem Boliden von der Strecke abkam und wertvolle Zeit verlor. Beim Saisonauftakt in Monte Carlo kam es für M-Sport noch dicker. Damals kamen gleich beide Fahrer, Suninen und Elfyn Evans, vom Kurs ab. Dennoch scheint M-Sport auch ohne Ogier in der Lage zu sein, WRC-Rallyes gewinnen zu können.

Teamchef Rich Millener sagt: "Nach dem schlechten Saisonstart in Monte Carlo haben sicher einige gesagt: 'Hoffentlich ist das nicht die Zukunft!' Deshalb ist das Resultat hier einfach perfekt gewesen." M-Sport habe es geschafft, zurückzuschlagen und sich in der WRC auch ohne Ogier bewiesen. Millener meint: "Wir haben den Leuten sofort gezeigt, was wir drauf haben. Das hat das Team umso mehr motiviert. Wir sind nicht hier, um uns abhängen zu lassen."

M-Sport habe das Ziel, auch in der WRC-Saison 2019 um Siege mitzufahren. "Bevor Sebastien bei uns war, wurden wir als Team angesehen, das es nicht schaffen kann", so Millener weiter. "Wir schafften es hier und da auf das Podium, weil wir vom Unglück der anderen profitiert haben. Dann haben wir aber zugelegt und drei Titel geholt." In Schweden habe M-Sport bewiesen, für die Werksteams eine echte Gefahr zu sein.

Evans (Platz fünf in Schweden) und Suninen (Platz 23 in Schweden) hätten gezeigt, dass sie mit den besten Fahrern der WRC mithalten und sie schlagen können. "Das Tempo war hier wirklich gut", analysiert der Teamchef. "Wir haben Teemu das Ziel gesetzt, Rallyes anzuführen und Prüfungen zu gewinnen. Das hat er bereits geschafft." Die Ansage von Besitzer Malcom Wilson, weiter in die Performance des Teams investieren zu wollen, scheint Wirkung gezeigt zu haben. Das bestätigt auch Suninen, der von einem "völlig anderen Auto als im vergangenen Jahr" spricht.

Der Finne sagt: "Das Team hat wirklich hart gearbeitet. Wir haben generell viel mehr Grip mit dem Auto. Das kommt von der verbesserten Aerodynamik, die mehr Abtrieb generiert." Suninen glaubt, in der Saison 2019 um Siege kämpfen zu können. Dafür sei der Ford Fiesta gut genug. "Wir hatten eine gute Vorbereitung auf die Rallye Schweden", verrät er. "Das wird auch bei den kommenden Rallyes so sein. Wir müssen gute Tests absolvieren, um die Schlüsselelemente für eine gute Leistung zu finden."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Rallye-WM
Autor André Wiegold
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