Einschreibung für die WRC 2019: M-Sport bittet um Aufschub

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Einschreibung für die WRC 2019: M-Sport bittet um Aufschub
Markus Lüttgens
Autor: Markus Lüttgens
Co-Autor: David Evans
18.12.2018, 08:36

M-Sport-Boss Malcolm Wilson arbeitet an der Finanzierung eines Programms für die Rallye-WM 2019, kann den Termin zur Einschreibung aber wohl nicht einhalten

2018 WRC champions Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, Ford Fiesta WRC, M-Sport Ford, Malcolm Wilson
Teemu Suninen, Mikko Markkula, Ford Fiesta WRC, M-Sport Ford
Teemu Suninen, Mikko Markkula, Ford Fiesta WRC, M-Sport Ford
Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC
Sébastien Ogier, Julien Ingrassia, M-Sport Ford WRT Ford Fiesta WRC

Laut Reglement müssen sich Hersteller, die 2019 an der Rallye-WM (WRC) teilnehmen wollen, bis diesen Freitag (21. Dezember) beim Automobil-Weltverband FIA eingeschrieben haben. Doch M-Sport wird diese Frist nicht einhalten können und hat daher um einen Aufschub gebeten. "Ich habe mich an die FIA gewendet und ihnen erklärt, dass ich mich momentan noch nicht für 2019 verpflichten kann", erklärt M-Sport-Boss Malcolm Wilson gegenüber 'Motorsport.com'.

Der Grund dafür ist einfach: Wilson hat das Budget für ein Programm in der Rallye-WM 2019 noch nicht zusammen. "Wir haben noch nicht die notwendigen Ressourcen um an den Start zu gehen, und ich sehe nicht, dass sich das bis Freitag ändern wird", sagt er.

"Ich muss wohl nicht betonen, dass wir rund um die Uhr arbeiten und schon einige Dinge in der Pipeline haben, aber ich bin schon lange genug in diesem Sport um zu wissen, dass ein Deal erst dann unter Dach und Fach ist, wenn das Geld auf der Bank ist", so Wilson weiter.

Sportlich waren die vergangenen beiden Jahre für M-Sport sehr erfolgreich. Sebastien Ogier gewann zweimal den Fahrertitel, 2017 wurde M-Sport Hersteller-Weltmeister. Doch für die Verpflichtung des Franzosen musste Wilson in die eigene Tasche greifen. Und solch ein finanzielles Risiko will er nicht ein drittes Jahr in Folge eingehen.

"Verstehen Sie mich nicht falsch, ich würde nichts ändern und es wieder genau so machen. Drei von vier Titeln zu gewinnen, war für ein Team wie uns eine herausragende Leistung", blickt Wilson auf die vergangenen beiden Jahre zurück. "Aber ich werde die Zukunft der Firma nicht aufs Spiel setzen. In der Fabrik vertrauen 300 Leute ihr Zukunft M-Sport an, und das ist wichtiger als ein weiteres Jahr in der Rallye-WM zu fahren."

M-Sport tritt seit 1997 ununterbrochen in der WRC an. Toyota, Hyundai und Citroen werden ihre Einschreibungen für die Saison 2019 fristgerecht am Freitag einreichen. Dann ist auch der Nennschluss für die Rallye Monte Carlo, mit der am letzten Januar-Wochenende die WRC-Saison 2019 beginnt.

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Rennserie Rallye-WM
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Autor Markus Lüttgens