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Nationale Rallyes als verkappte WRC-Tests? Citroen fordert Regeländerung

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Nationale Rallyes als verkappte WRC-Tests? Citroen fordert Regeländerung
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Co-Autor: David Evans
18.06.2019, 09:01

Wenn WRC-Piloten mit ihren Autos bei nationalen Rallyes starten, sollte das nach Ansicht von Citroen als Test gezählt werden: Die Konkurrenten widersprechen

Citroen fordert eine Regeländerung bezüglich der Tests in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Die Franzosen stören sich daran, dass einige Konkurrenten mit P1-Fahrern (aus der WRC-Top-Klasse) und aktuellen World-Rallye-Cars bei nationalen Rallyes antreten. Nach Ansicht von Citroen-Teamchef Pierre Budar werden damit die in der WRC gültigen Testbeschränkungen unterlaufen.

"Was momentan passiert, ist meiner Meinung nach nicht fair", so Budar gegenüber 'Motorsport.com' "Damit umgeht man die Testbeschränkungen der FIA. Wir haben beantragt, dass es als Test angesehen wird, wenn ein P1-Fahrer für einen Hersteller eine nationale Rallye fährt."

Aktueller Anlass für die Forderung von Citroen war am vergangenen Wochenende der Start von Sebastien Loeb mit einem Hyundai i20 WRC bei der Rallye Vogesen, einem Lauf der französischen Meisterschaft. Diese Rallye findet auf ähnlichen Straßen wie die Rallye Deutschland statt.

Toyota: Tests und Rallyes sind zwei Paar Schuhe

Auch Toyota-Testfahrer Juho Hänninen und der japanische Nachwuchsfahrer des Teams Takamoto Katsuta sind bereits mit einem Toyota Yaris WRC nationale Rallyes in Finnland gefahren. "Wenn es ein Herrenfahrer oder ein Nachwuchspilot ist, dann liegt die Sache anders. Aber wenn es ein P1-Fahrer ist, dann ist es ein Test", sagt Budar.

Das sieht man bei der betroffenen Konkurrenz jedoch anders. "Was machen wir, wenn ein Auto bei einer Rallye ausfällt und dann wieder zurückkommt? Ist das auch ein Test? Für mich sind Tests und Rallyes zwei Paar Schuhe", sagt Toyota-Sportdirektor Kaj Lindström zu 'Motorsport.com'.

Dass die Teams diese Lücke im Reglement nutzen, kommt für den Finnen nicht überraschend. "Wenn man die Testtage reduziert, passiert sowas. Man streicht Tage, und die Leute gehen zu diesen Rallyes", sagt Lindström. Vor der Saison 2019 war die Anzahl der erlaubten Testtage pro Hersteller von 55 auf 42 pro Saison "Wenn das ein Problem ist, lasst uns die Anzahl der Tage erhöhen", so Lindström.

Hyundai: Wir machen das, was die Regeln erlauben

Auch Hyundai-Teamchef Andrea Adamo kann die Klagen seines Kollegen nicht nachvollziehen. "Es geht nicht darum, ob ich das verstehe oder nicht, aber es kümmert mich nicht. Es gibt Regeln, und die nutzen wir aus", sagt Adamo zu 'Motorsport.com'

"Pierre ist ein netter Kerl und ein Guter. Aber manchmal muss er verstehen, dass es Regeln gibt, die bestimmte Dinge erlauben", lässt er Budar ausrichten. "Ich versuche hier das Beste aus den geltenden Regeln zu machen. Wenn etwas erlaubt ist, darf man sich nicht beschweren."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Rallye-WM
Autor Markus Lüttgens