Rallye Deutschland: Ott Tänak gewinnt Auftakt in St. Wendel

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Rallye Deutschland: Ott Tänak gewinnt Auftakt in St. Wendel
Markus Lüttgens
Autor: Markus Lüttgens
16.08.2018, 18:13

Ott Tänak hat seine Top-Form mit dem Sieg bei der Zuschauerprüfung zum Auftakt der Rallye Deutschland unterstrichen: WRC2-Piloten überraschen

Ott Tanak, Toyota Gazoo Racing
Impressionen von der Rallye Deutschland
M-Sport Ford Fiesta rear detail
Thierry Neuville, Nicolas Gilsoul, Hyundai i20 WRC, Hyundai Motorsport
Esapekka Lappi, Janne Ferm, Toyota Yaris WRC, Toyota Gazoo Racing
Impressionen von der Rallye Deutschland
Andreas Mikkelsen, Anders Jäger, Hyundai i20 WRC, Hyundai Motorsport
Impressionen von der Rallye Deutschland
Toyota-Pilot Ott Tänak hat die erste Wertungsprüfung der Rallye Deutschland, neunter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2018, gewonnen und damit nach seinem Sieg bei der Rallye Finnland und der Bestzeit im Shakedown einmal mehr unterstrichen. Der Este absolvierte am Donnerstagabend die 2,04 Kilometer kurze Zuschauerprüfung in St. Wendel in einer Zeit von 2:11.2 Minuten und war damit 0,1 Sekunden schneller als der Überraschungszweite Kalle Rovanperä (Skoda) aus der WRC2-Kategorie.

Trotz seiner Bestzeit sagt Tänak aber: "Das war schrecklich, ich hatte noch nie eine so schlechte Zuschauerprüfung. Für diese Autos ist es zu eng, und ich hatte jede Menge untersteuern." Auch andere Fahrer waren von dem engen, von Strohballen begrenzten Kurs auf einem Parkplatz wenig angetan: "Diese Prüfung macht keinen Spaß, sie ist zu langsam", meinte Sebastien Ogier, der mit 0,9 Sekunden Rückstand auf Tänak Rang vier belegte.

Nachdem im Vorjahr mit Jan Kopecky (Skoda) ein WRC2-Pilot die Zuschauerprüfung zu Beginn der Rallye Deutschland (damals in Saarbrücken) gewonnen hatte, setzten sich die Fahrer mit den leistungsschwächeren Fahrzeugen auch in diesem Jahr stark in Szene. Hinter Rovanperä fuhr sein Markenkollege Ole Christian Veiby auf Rang drei, mit Kopecky, Umberto Scandola (Skoda) und Kajetan Kajetanowicz (Ford) fuhren insgesamt fünf Fahrer aus der WRC2 unter die Top 10.
 
Lokalmatador Marijan Griebel (Citroen) ging bei seiner Wertungsprüfung in einem World-Rally-Car auf Nummer sicher und landete im Klassement noch hinter seinem Landsmann Fabian Kreim (Skoda) im R5-Auto. Außerdem sah Griebel die von ihm gewählten weichen Reifen als falsche Wahl an.

Trotz ihrer Kürze brachte die Zuschauerprüfung einige Fahrer in die Bredouille. Der griechische Herrenfahrer Jourdan Serderidis (Ford), der in Deutschland zum ersten Mal ein aktuelles World-Rally-Car fährt, traf mit dem rechten Hinterreifen eine Bordsteinkante, was zu einem Plattfuß führte. Jari-Matti Latvala (Toyota) würgte seinen Yaris WRC bei einem der vorgeschriebenen Donuts um einen Strohballen ab, nachdem er zuvor einen der Ballen getroffen hatte.

Das sportliche Geschehen nimmt am Freitag bei der Rallye Deutschland richtig Fahrt auf. Ab 10:11 Uhr stehen sechs Wertungsprüfungen über eine Gesamtdistanz von 101,42 Kilometern auf dem Programm.
 
Ergebnis WP1 Rallye Deutschland (Top 10):

01. Ott Tänak (Toyota) - 2:11.2 Minuten
02. Kalle Rovanperä (Skoda)* +0,1 Sekunden
03. Ole Christian Veiby (Skoda)* +0,2
04. Dani Sordo (Hyundai) +0,4
05. Jan Kopecky (Skoda)* +0,6
06. Sebastien Ogier (Ford) +0,9
07. Andreas Mikkelsen (Hyundai) +1,0
08. Craig Breen (Citroen) +1,1
09. Umberto Scandola (Skoda)* +1,3
10. Kajetan Kajetanowicz (Ford)* +1,4

*Starter aus der WRC2-Klasse

Anm. d. Red.: Dieser Artikel wurde nach dem Durchgang aller WRC2-Piloten angepasst.

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