WRC 2018: Droht eine Dominanz von Hyundai?

Nach Jahren einer absoluten Dominanz von Volkswagen in der WRC könnte Hyundai das Erbe des deutschen Herstellers antreten. Das befürchtet zumindest die Konkurrenz, nachdem Andreas Mikkelsen für die Koreaner getestet hat.

WRC 2018: Droht eine Dominanz von Hyundai?
Sieger Andreas Mikkelsen, Volkswagen Motorsport
Andreas Mikkelsen
Andreas Mikkelsen, Anders Jäger, Skoda Fabia R5
Thierry Neuville, Nicolas Gilsoul, Hyundai i20 WRC, Hyundai Motorsport
Hayden Paddon, John Kennard, Hyundai i20 WRC, Hyundai Motorsport
Thierry Neuville, Nicolas Gilsoul, Hyundai i20 WRC, Hyundai Motorsport
Andreas Mikkelsen, Anders Jäger, Skoda Fabia R5
Thierry Neuville, Nicolas Gilsoul, Hyundai i20 WRC, Hyundai Motorsport
Dani Sordo, Marc Marti, Hyundai i20 WRC, Hyundai Motorsport
1. Thierry Neuville, Nicolas Gilsoul, Hyundai i20 Coupe WRC, Hyundai Motorsport
Thierry Neuville, Nicolas Gilsoul, Hyundai i20 WRC, Hyundai Motorsport

Mikkelsen wäre nämlich nur ein weiterer großer Name, der bei Hyundai auf der Gehaltsliste stehen würde. Thierry Neuville, Hayden Paddon und Dani Sordo – alles Sieger in der WRC – werden nächstes Jahr für den aktuell 2. der Herstellerwertung antreten. Viele fürchten nun, dass ein 4. Auto für Mikkelsen Hyundai zum Favoriten auf den WM-Titel machen würde.

Am vergangenen Freitag testete Mikkelsen den i20 und steht auch in Verhandlungen mit Hyundai in Alzenau, die die Chancen auf einen Vertrag für den Norweger jedoch herunterspielen. Mikkelsen spricht auch mit Toyota über eine Vereinbarung für den Rest der Rallye-WM 2017 und 2018.

"Wir hatten gerade eine Periode der Dominanz [mit VW von 2013 bis 2016] und man muss sich fragen, wie gut es wäre, wenn so etwas wieder passieren würde", meint ein Insider.

"Wenn Mikkelsen bei Hyundai unterschreibt, wäre es für alle anderen schwierig, etwas dagegen zu tun."

"Der Fahrermarkt ist im Moment schwach. Es gibt eine Menge Fahrer, die sich nach oben arbeiten, aber es gibt nicht viele, die auf der Ersatzbank sitzen, ins Auto springen und an der Spitze mitfahren können."

"Aus der Perspektive der WRC wäre es besser, wenn Andreas zu Citroën oder Toyota gehen würde – das würde alles ganz gut ausgleichen."

Hyundai-Teammanager Alain Penasse gab zu, dass Mikkelsen sehr begehrt ist. "Es ist überall im Service-Park das Gleiche, es gibt viele Möglichkeiten", sagte er gegenüber Motorsport.com.

"Bei Citroën hat Kris Meeke für nächstes Jahr keinen Vertrag, also suchen sie. Die Besetzung bei Toyota ist schwach. Sie haben einige gute Resultate, aber jeder will einen guten Fahrer in seinem Team haben."

"Malcolm [Wilson, M-Sport-Teamchef] hat Sebastien [Ogier] und [Ott] Tänak. Tänak ist beeindruckend, aber vielleicht momentan noch nicht gut genug. Wir sind nicht die einzigen, die [Mikkelsen] gerne hätten."

"Wir haben schon früher 4 Autos eingesetzt und werden darüber nachdenken. Es ist nichts entschieden, aber es wäre viel Arbeit und wir brauchen ein großes Budget."

Penasse wies Spekulationen, dass Mikkelsen Geld mitbringen könnte, um für Hyundai zu fahren, entschieden zurück.

"So einen kommerziellen Deal wird es nie geben", sagte er.

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