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WRC-Türkei-Drama: Tänak scheidet aus, Neuville liegt auf der Seite

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WRC-Türkei-Drama: Tänak scheidet aus, Neuville liegt auf der Seite
Autor:
Co-Autor: David Evans
14.09.2019, 10:29

Tabellenführer Ott Tänak fällt bei der Rallye Türkei 2019 mit Elektronikproblemen aus - Thierry Neuville kann Chance nicht nutzen

Wilder Samstagmorgen bei der Rallye Türkei 2019: WRC-Tabellenführer Ott Tänak (Toyota) ist bei der Schotterrallye rund um Marmaris ausgeschieden. Sein ärgster Widersache Thierry Neuville (Hyundai) konnte aber nicht profitieren, weil er einen Stein traf und legte eine Viertelrolle hin. Er liegt nur noch auf Rang acht.

Das Drama für Toyota schlug vor der zweiten Prüfung des Tages zu, "Datca": Tänak schaffte es nicht zum Start, weil sein Toyota Yaris WRC auf der Verbindungsetappe den Dienst quittierte und nicht mehr anspringen wollte. Warum das passiert ist, ist derzeit noch unklar.

Toyota-Teamchef Tommi Mäkinen sagt gegenüber 'Motorsport.com': "Wir wissen es noch nicht und müssen warten, bis das Auto in den Service zurückkehrt. Ich denke, es ist die ECU oder etwas mit dem Benzin. Etwas anderes kann es kaum sein."

 

"Wir hatten das bereits zuvor, dass das Auto nicht mehr anspringen wollte. Aber als die ECU dann runterkühlte, ging es. Das war das Schlimmste, was passieren konnte, weil wir so nicht herausfinden konnten, was passiert war. Dieses Mal wollen wir es herausfinden."

Ist die Elektronik schuld?

Tänak hat einen ähnlichen Verdacht: "Es ist einfach nichts passiert. Irgendwas Eklektisches. Wir haben angehalten und plötzlich rührte sich nichts mehr. In Wales geht es zurück in den Kampf. Aber es ist schwierig, um eine Weltmeisterschaft zu kämpfen, wenn man solche Probleme hat."

Vor der Rallye Türkei hatte Tänak 33 Punkte Vorsprung auf Neuville. Seine große Chance konnte der Belgier allerdings nicht nutzen. Bereits auf der ersten Prüfung des Tages traf er einen Stein und rollte sich auf die Seite. Er konnte das Auto zwar wieder in Gang bringen, hat jedoch vier Minuten verloren und liegt nur noch auf Platz acht.

 

Teamchef Andrea Adamo will im Gespräch mit 'Motorsport.com' nichts beschönigen: "Da gibt es nichts zu diskutieren. Die Fakten sind, dass er in Deutschland einen Reifenschaden hatte und jetzt hier einen Unfall. Das sieht für die Meisterschaft jetzt nicht gut aus."

Das ist die große Chance für Titelverteidiger Sebastien Ogier (Citroen), der in der WM-Wertung 40 Punkte Rückstand auf Tänak hatte. Der Franzose liegt weiterhin auf der zweiten Position, zehn Sekunden hinter Spitzenreiter Esapekka Lappi (Citroen). Von diesem kann er auf Schützenhilfe hoffen.

Das Citroen-Duo kann den Vorsprung verwalten, denn der Drittplatzierte, Andreas Mikkelsen (Hyundai) hat bereits fast eine Minute Rückstand auf Ogier.

Mit Bildmaterial von Toyota.

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Autor Heiko Stritzke