Tourenwagen-WM ab 2017 mit neuem Punktesystem

Der Serienchef der Tourenwagen-WM (WTCC) will seiner Meisterschaft in der Saison 2017 ein neues Punktesystem verpassen, um den Wettbewerb auf der Strecke zu verschärfen.

So sollen künftig unterschiedliche Punkteschlüssel für die beiden WM-Läufe eines Wochenendes herangezogen werden. "Die Teams sind sich darin einig, dass es im Hauptrennen mehr Punkte geben soll", sagt Ribeiro im Gespräch mit Motorsport.com.

Das Hauptrennen sei deshalb mehr wert, weil die Fahrer dabei von den im Qualifying erzielten Startpositionen losfahren – im Gegensatz zum Eröffnungsrennen, das die Top 10 in umgekehrter Reihenfolge starten sieht.

Mehr Relevanz für MAC3

Auch der Herstellerwettbewerb MAC3, bei dem drei Fahrzeuge einer Marke zeitgleich auf die Strecke gehen und im Anschluss an das Qualifying ein "Mannschaftszeitfahren" nach dem Vorbild der Tour de France austragen, soll künftig besser belohnt werden.

"MAC3 muss mehr Punkte geben", sagt Ribeiro. "Ich will, dass es mehr Gewicht für die Hersteller-WM bekommt." Die beteiligten Marken hätten bereits ihr Okay signalisiert.

Das Zeitfahren an sich werde in jedem Fall beibehalten. "Es ist prima, um die Herstellerwertung zu promoten", sagt Ribeiro.

"Wir müssen aber zusehen, diesen Wettbewerb interessanter und attraktiver zu machen. Das Beste wäre, mehr Punkte auszuschütten und die Punktabstände zwischen den einzelnen Positionen zu vergrößern."

In der WTCC-Saison 2016 wird für die Rennen der Punkteschlüssel 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1 verwendet. Im Qualifying erhalten die Top 5 ebenfalls WM-Punkte, und zwar nach dem Modus 5-4-3-2-1. MAC3 hält für die beteiligten Hersteller aktuell 10-8-6 Punkte bereit.

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