Weltmotorsportrat: WTCR verkündet zahlreiche Änderungen am Format

Der WTCR wird im Jahr 2022 ordentlich umgekrempelt - So soll das Racing verbessert und die strategischen Spielchen im Qualifying verringert werden

Weltmotorsportrat: WTCR verkündet zahlreiche Änderungen am Format

Der Weltmotorsportrat des Automobil-Weltverbandes (FIA) hat gleich mehrere Änderungen am Format des Tourenwagen-Weltcups (WTCR) abgesegnet. Die Modifikationen sollen für besseres Racing sorgen und den Spielraum für taktische Finessen im Qualifying verringern. Dafür wurde beispielsweise am Punktesystem der Meisterschaft geschraubt.

Ab der Saison 2022 wird es im Rennen mit der eigentlichen Startaufstellung mehr Punkte geben als im Reverse-Grid-Rennen mit umgekehrter Startaufstellung. Außerdem wird die Reihenfolge verändert: Der erste Lauf an einem Rennwochenende ist das Hauptrennen, der zweite der mit umgekehrter Startaufstellung - hier wird die Top 10 aus dem Qualifying wie zuvor umgedreht. Außerdem wurden die Distanzen der Läufe angepasst.

Das erste Rennen, in dem mehr Punkte auf dem Spiel stehen werden, geht über 30 Minuten plus eine Runde - auf Straßenkursen 35 Minuten plus eine Runde, sollte das Safety-Car ausrücken müssen. Punkte gibt es von Platz eins (30 Zähler) bis Platz 15 (einen Punkt).

Das Reverse-Grid-Rennen geht über 25 Minuten plus eine Runde - auf Straßenkursen 30 Minuten plus eine Runde, sollte eine Gelbphase nötig sein. Der Sieger bekommt 25 Zähler, der 15. Platz noch einen Punkt.

Die Fahrer, die im Qualifying die fünf schnellsten Runden fahren, bekommen Bonuspunkte - unabhängig davon, in welcher Qualifying-Session die Runde in den Asphalt gebrannt wurde. Der schnellste Pilot bekommt zehn Punkte, der fünfschnellste zwei Zähler. Es gibt also pro Position in Zweierschritten weniger Bonuspunkte im Qualifying.

WTCR

Der WTCR möchte mit den Änderungen besseres Racing bieten

Foto: FIA WTCR

Der Erfolgsballast wurde ebenfalls angepasst. Das Maximum lag zuvor bei 60 Kilogramm, beträgt jetzt aber nur noch 40 Kilogramm. Außerdem fließen nur die vergangenen zwei Events in die Berechnung des Zusatzgewichtes ein - vorher waren es drei Events. Basis der Berechnung sind die schnellsten Rundenzeiten im Qualifying.

Zwischen den Rennen gibt es eine minimale Reparaturzeit von 60 Minuten. So soll der Anreiz geschaffen werden, auch schon am ersten Renntag ans Limit zu gehen, da es mehr zeit für nötige Reparaturen oder Set-up-Anpassungen geben wird.

Das erste Rennen wird das Hauptrennen bilden und in normaler Aufstellung gestartet werden. Das Reverse-Grid-Rennen ist der zweite Lauf. Am Qualifyingformat selbst wurde nicht geschraubt, da die neuen Anreize ausreichen sollen, die Taktikspielchen in den Sessions deutlich zu reduzieren. Aufgrund der neuen Punkteverteilung wird es weniger sinnvoll werden, eine gute Position für das Reverse-Grid-Rennen anzupeilen.

Mit Bildmaterial von FIA WTCR.

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