Alpine: Alonso ist ein bisschen wie Ocons großer Bruder

Marcin Budkowski lobt die gute Beziehung zwischen Fernando Alonso und Esteban Ocon und sieht Platz fünf bei den Konstrukteuren als gutes Zeichen für 2022

Alpine: Alonso ist ein bisschen wie Ocons großer Bruder

Fernando Alonso ist wie der große Bruder von Esteban Ocon. So beschreibt Exekutivdirektor Marcin Budkowski die Arbeitsbeziehung zwischen den beiden Piloten bei Alpine. "Jede Fahrerpaarung ist anders, aber diese hier ist fantastisch", lobt er das Verhältnis der beiden Fahrer im Team.

"Esteban schaut aufgrund seiner Karriere und seiner Erfolge zu Fernando auf, aber gleichzeitig war er zu Beginn der Saison fest entschlossen, Fernando zu zeigen, wie schnell er ist. Und das hat er ein paar Mal geschafft", lobt Budkowski.

Gleichzeitig habe Alonso eine Menge Respekt vor Ocon bekommen, als er gesehen hat, wie schnell dieser sein kann. Der Franzose hatte das Qualifying-Duell nach Monaco mit 4:1 angeführt, bevor Alonso zulegen konnte. Mittlerweile hat der zweimalige Weltmeister mit 11:10 knapp die Oberhand zur Übersicht und führt auch in Sachen Punkten.

Was Budkowski aber auch gefällt: Abgesehen von der natürlichen teaminternen Rivalität verstehen sich beide sehr gut. "In beiden Rennen, in denen wir auf dem Podium waren, haben sie sich gegenseitig geholfen - und das fast ohne, dass das Team es unterstreichen musste", sagt er.

 

Alonso hatte in Budapest Lewis Hamilton lange genug in Schach gehalten, sodass Ocon das Rennen gewinnen konnte, "und als Fernando Esteban in Katar scherzhaft um Hilfe gebeten hat, kannte Esteban die Situation genau und war sehr gewillt, das zu tun", so der Alpine-Direktor. "Das war toll zu sehen."

"Wir haben das auf der Strecke gesehen, aber wir sehen das auch jeden Tag in den Debriefs, in allen Rennvorbereitungen", so Budkowski weiter. "Sie respektieren einander, sie helfen einander und sie arbeiten zusammen, um dem Team die besten Ergebnisse zu bescheren."

Stagnation als gutes Zeichen?

Das beste Ergebnis heißt 2021 Platz fünf in der Konstrukteurs-WM. Zwischenzeitlich sah es danach aus, als würde AlphaTauri die Franzosen überflügeln können, doch mit dem starken Ergebnis in Katar scheint diese Position angesichts von 25 Punkten Vorsprung fast sicher zu sein.

"In Sachen reiner Pace sind wir je nach Strecke Fünfter oder Sechster. Sollten wir den fünften Platz holen, dann haben wir ein bisschen mehr rausgeholt, als im Auto war", sagt Budkowski. Sollte Alpine Platz fünf holen, wäre das Team aus Enstone nun schon dreimal in Folge Fünfter.

"Das kann berechtigterweise als Stagnation angesehen werden, wenn man so will", betont er. Allerdings nutze das Team seit drei Jahren praktisch den gleichen Motor, das gleiche Chassis und das gleiche Getriebe. "Eigentlich sollten es strategisch bewusst nur zwei Jahre sein, aber dann kam COVID, und das Reglement wurde um ein Jahr verlängert", so Budkowski.

Daher sieht er es positiv: "Wir haben mit der gleichen mechanischen Basis unsere Position in der Meisterschaft behauptet und sind sogar näher an die Besten gerückt. Das zeigt, dass sich andere Bereiche im Team entwickelt haben. Die, die nicht eingefroren wurde", sagt er.

Das sieht er als positives Zeichen für das kommende Jahr, wo alles neu entwickelt wird: "Wir werden einen brandneuen Motor, natürlich ein neues Chassis und neue Aerodynamik haben. Wir fangen von Null an und haben gesehen, dass das Team mit den richtigen Möglichkeiten großartige Arbeit leisten kann."

"Es liegt in unserer Hand, das bestmögliche Paket für das kommende Jahr abzuliefern."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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