Christian Horner: Es ist "offensichtlich, dass Mercedes Lewis bevorzugt"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner erklärt, warum er an eine Bevorzugung von Lewis Hamilton bei Mercedes glaubt und weshalb Bottas "keine Chance" hat

Christian Horner: Es ist "offensichtlich, dass Mercedes Lewis bevorzugt"

Mercedes ist das dominiernde Team der Formel-1-Saison 2020. Doch Max Verstappen von Red Bull schafft es immer wieder, das Mercedes-Duo zu sprengen. Aktuell liegt der Niederländer sogar auf P2 der Fahrerwertung - noch vor Valtteri Bottas. Weil Bottas bei Mercedes nicht die gleichen Voraussetzungen erhält wie Lewis Hamilton, so vermutet Christian Horner.

Der Red-Bull-Teamchef sagt vor dem Italien-Grand-Prix 2020 in Monza hier im Liveticker verfolgen!: "Es ist offensichtlich, dass Mercedes Lewis bevorzugt. Das sieht man bei der Strategie und wie sie die Fahrzeuge positionieren und dergleichen mehr."

Das sei beim vergangenen Rennen in Spa einmal mehr deutlich geworden, meint Horner. "Warum hat man Bottas dort zum Beispiel nicht auf eine Zweistopp-Strategie gesetzt? Damit hätte man ihm die Möglichkeit auf den Rennsieg gegeben." Mit der gleichen Taktik wie Hamilton fuhr Bottas dem WM-Titelverteidiger aber nur hinterher und am Ende auf P2.

Horner glaubt: Genau so ist es gedacht von Mercedes. Und das "Problem" aus seiner Sicht sei: "Alles ist dieses Jahr auf die Rekordjagd von Lewis zugeschnitten, damit er die Rekorde [von Michael Schumacher] einstellen kann."

In der Tat fehlen Hamilton nur noch zwei Grand-Prix-Siege, um zu Schumachers legendären 91 Siegen aufzuschließen. Und sollte Hamilton dieses Jahr erneut Weltmeister werden, er stünde mit dann sieben Titeln ebenfalls auf einer Stufe mit Schumacher. Weitere Rekorde und Bestleistungen in der Formel-1-Datenbank abrufen!

Dieser Mercedes-Zielsetzung müsse sich Bottas unterwerfen, meint Red-Bull-Teamchef Horner. "Die Realität für Valtteri ist daher: Wenn er sich nicht [vor Lewis] qualifiziert, dann hat er keine Chance."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
50 Jahre nach Jochen Rindts Tod: Jackie Stewart bricht in Tränen aus
Vorheriger Artikel

50 Jahre nach Jochen Rindts Tod: Jackie Stewart bricht in Tränen aus

Nächster Artikel

McLaren: Toyota-Windkanal ist auch schon zehn Jahre alt

McLaren: Toyota-Windkanal ist auch schon zehn Jahre alt
Kommentare laden