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Ricciardo ohne Reue: Red Bull schlechter als 2018

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Ricciardo ohne Reue: Red Bull schlechter als 2018
Autor:
11.07.2019, 18:29

Der Sieg von Max Verstappen in Österreich ändert nichts: Daniel Ricciardo ist glücklich über seinen Wechsel zu Renault und bereut nichts

Natürlich blieb diese Frage nicht aus. Daniel Ricciardo hat im Winter Red Bull verlassen und ist ins Renault-Werksteam gewechselt. Während er selbst mit 16 WM-Zählern derzeit auf Rang zehn der Tabelle so weit hinten liegt wie seit seiner Toro-Rosso-Zeit nicht mehr, hat Max Verstappen jüngst den ersten Saisonsieg für Red Bull eingefahren.

Der Australier, der sich natürlich ganz genau auf diese Frage vorbereitet hat, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: "Ich bereue den Wechsel nicht. Wenn ich zurückblicke: Zu diesem Zeitpunkt im vergangenen Jahr hatte Red Bull drei Siege auf dem Konto. Der in Spielberg war der erste in diesem Jahr."

"Red Bull will Titel gewinnen. Ja, sie haben den Rennsieg, aber sie sind noch ein ganzes Stück weg vom WM-Titel. Ich bohre da nicht in irgendwelchen Wunden herum, sondern das ist die Realität. Ich denke, ich hätte dort [dieses Jahr] nichts erreicht, was ich nicht bereits erreicht hätte."

Sein Ziel sei es nun, mit Renault "etwas aufzubauen". Und kleine Erfolge wie der in Montreal seien dabei eine willkommene Abwechslung. "Alleine dieses Resultat war die vielen Aufs und Abs in den ersten sieben Rennen wert."

"Für den Sport freut es mich aber sehr", betont Ricciardo. "Das war gut für die Formel 1. Ihr wisst schon, dass ich ein Wort dafür habe, was in Frankreich passiert ist, aber das darf ich ja nicht sagen." Wir nehmen ihm die Arbeit mal ab: Es war langweilig. "Für den Sport war es gut, danach mal wieder ein spannendes Rennen gehabt zu haben. Ich hoffe, so geht es weiter."

Jerome D'Ambrosio, Vitantonio Liuzzi, Daniel Ricciardo

Bei seinem Debüt vor acht Jahren konnte Ricciardo von Punkten nur träumen

Foto: HRT

Grund für Österreich-Debakel gefunden

Okay, mit einer Ausnahme: "Natürlich will ich nicht wieder auf Platz zwölf oder so herumfahren, weil das keinen Spaß macht. Wir haben uns das detailliert angeschaut und sind sehr in die Tiefe gegangen, warum wir das ganze Wochenende über nicht die nötige Pace hatten."

Ricciardo und sein Teamkollege Nico Hülkenberg hatten große Probleme mit der Stabilität des Autos vor allem auf der Bremse, aber auch allgemein bei der Geradeausfahrt. Es hätte sich angefühlt, als würde man in verwirbelter Luft fahren, sagten beide Fahrer unisono nach dem Großen Preis von Österreich 2019.

Der Grund für das seltsame leichte Gefühl auf der Vorderachse sei Ricciardo zufolge ein simpler Fehler beim Set-up gewesen. "Wir haben eine Richtung eingeschlagen, die wir weiter verfolgt haben im Glauben, dass es die richtige Richtung war. Im Nachhinein betrachtet war sie falsch."

Was genau man da verbastelt habe, erklärt er nicht. Nur so viel: "Ich denke, dass das Auto einen 'Sweet Spot' hat, den wir die vorigen Rennen mit den Q3-Teilnahmen regelmäßig getroffen haben. In Österreich sind wir davon abgewichen aus Gründen, die zu dem Zeitpunkt Sinn gemacht haben. Wir sind von etwas abgewichen, das funktioniert hat."

Die gute Nachricht: Damit muss man nur zurück zu dem gehen, was man bereits kennt. Trotzdem bleibt es schwierig, den Renault R.S.19 genau in das Fenster zu bringen, in dem er so hervorragend funktioniert wie in Kanada. "So sind eben Rennwagen - ich bin jetzt seit acht Jahren hier, aber kratze mich manchmal am Kopf. Aber das macht eben mit den Reiz der Formel 1 aus."

 

Acht Jahre Formel 1: "Bin noch gutaussehend"

Apropos: Es ist nun tatsächlich genau acht Jahre her, seit Daniel Ricciardo im Hinterbänklerteam HRT 2011 in Silverstone sein Formel-1-Debüt gegeben hat. Wie so oft muss er bei der Erinnerung lachen: "Ich erinnere mich noch genau an die Pressekonferenz hier vor acht Jahren. Das ist doch echt peinlich: Ich habe wie ein Idiot ausgesehen. Ein Idiot, der einen Haarschnitt dringend nötig hatte."

"Natürlich fühle ich mich jetzt deutlich wohler als vor acht Jahren. Ich gehöre mittlerweile dazu. Vor acht Jahren war ich hier und alles hat mich völlig überwältigt. Man glaubt an sich selbst, aber solange man nicht die Resultate erzielt, die man erzielen will, hat man halt diesen kleinen Zweifel. Das Selbstvertrauen hat sich über die acht Jahre natürlich herausgebildet."

Mittlerweile ist er 30 Jahre alt und gehört zum Establishment der Formel 1. "Ich fühle mich noch nicht wie einer der Älteren, auch wenn ich langsam darauf zusteuere", versichert er. "Ich empfinde mich noch immer als jung, dynamisch und gutaussehend." Womit er einmal mehr für Erheiterung im Saal sorgt - in einer Pressekonferenz, die ohnehin schon für viel Erheiterung sorgte. Treu wird sich der Spaßvogel aus Perth wohl in jedem Alter bleiben.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Autor Heiko Stritzke