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Befreiungsschlag? Wie Brad Binder die KTM-Entwicklung bewertet

Moto2-Pilot Brad Binder schaffte es nach einer langen Durststrecke zuletzt zweimal aufs Podest - Ist KTM damit endlich wieder im Spitzenfeld angekommen?

Befreiungsschlag? Wie Brad Binder die KTM-Entwicklung bewertet

Sah man gegen die Kalex-Konkurrenz zu Beginn der Saison kaum Land, konnte KTM die Lücke in der Moto2 zuletzt immer weiter schließen. Mit Brad Binder schaffte es ein Pilot bei den vergangenen zwei Rennen als Zweiter sogar aufs Podest. Ist das der Befreiungsschlag, auf den der österreichische Hersteller gehofft hat oder sind die Fortschritte streckenspezifisch?

"Assen passt eigentlich nicht wirklich gut zu uns, dafür war es aber nicht schlecht", urteilt Binder und erklärt: "Wir hatten Glück, dass die Pace im Rennen recht langsam war." Am Ende fehlten dem Südafrikaner nur etwas mehr sechs Zehntel auf den Rennsieger Augusto Fernandez. Allerdings waren viele Fahrer im Spitzenfeld bei der Dutch TT sturzbedingt ausgefallen.

Auf dem Sachsenring konnte Binder den Podesterfolg dann aus eigener Kraft wiederholen. "Hier liegt uns die Strecke viel besser, aber gleichzeitig hat KTM extrem hart gearbeitet", sagt er. "Auch mein Team und ich konnten Fortschritte machen, ich fühle mich wohl auf dem Motorrad und verstehe die Probleme, die ich habe. Wir haben einige Stärken im Vergleich zur Konkurrenz. Es ist wichtig, diese zu nutzen."

Angesprochen auf die größte Schwäche der Moto2-KTM erklärt Binder: "Im Moment besteht das Hauptproblem darin, dass wir am Hinterrad extrem viel Shattering bekommen, wenn wir das Gas loslassen, ohne wirklich hart zu bremsen. Auf einem brandneuen Reifen ist es für zwei, drei Runden erstmal in Ordnung, aber danach wird es schlimmer und schlimmer."

Deshalb seien auch die letzten zehn, zwölf Runden auf dem Sachsenring wirklich schwierig gewesen, erinnert er sich. "Man muss darauf reagieren, etwas sanfter fahren und den Kurveneingang langsamer ansteuern. Es ist schwierig, damit umzugehen, denn hat es einmal angefangen, steigt die Sturzgefahr", weiß Binder. "Wenn wir in der Lage sind, das zu lösen, können wir noch schneller werden."

Daran glaubt der KTM-Pilot fest: "Im Allgemeinen denke ich, das Motorrad wird besser und besser, sodass wir in der zweiten Hälfte der Saison stark sein können." Für Binder werden es die vorerst letzten Rennen in der Moto2 sein. Kurz nach dem Deutschland-GP gab KTM bekannt, dass man den Südafrikaner für die MotoGP-Saison 2020 zum Tech-3-Kundenteam holen wird - als Teamkollege von Miguel Oliveira.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Moto2
Autor Juliane Ziegengeist