Schwieriges Barcelona-Rennen für Intact: Schrötter und Lüthi nicht vorne dabei

Marcel Schrötter und Tom Lüthi kommen in Barcelona als Zehnter und Elfter ins Ziel - Warum es für beide nicht für ein besseres Ergebnis gereicht hat

Schwieriges Barcelona-Rennen für Intact: Schrötter und Lüthi nicht vorne dabei

Das deutsche IntactGP-Team erlebte einen schwierigen Moto2-Rennsonntag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya. Marcel Schrötter war von Startplatz 14 losgefahren und Tom Lüthi von elf. Deutlich verbessern konnten sie ihre Position im Rennen nicht. Schrötter fuhr als Zehnter über die Ziellinie und Lüthi als Elfter.

"Das einzig Positive im Rennen war, dass ich konstante Zeiten fahren konnte", sagt Schrötter. "Es gelang mir, die Lücke zu Tom und Ramirez zu schließen, nachdem ich auch einen recht guten Start erwischt habe. Auch die ersten Kurven waren sehr gut."

"Ich habe mich aber in der ersten oder zweiten Runde in Kurve 10 verbremst, und das ohne dass ich da sonderlich aggressiv reingefahren wäre. Ich hatte am Anfang echt Mühe, das Motorrad zu stoppen."

"Das Hinterrad kam immer hoch, was mich dann halt direkt drei, vier Plätze auf einmal gekostet hat. Das war eigentlich mein Hauptproblem und ich denke, dass ich abgesehen davon ganz gut im vorderen Feld hätte mitschwimmen können. Es war ein schwieriges Rennen, da es sehr rutschig war."

Marcel Schrötter

Schrötter hatte Mühe, das Motorrad zu verzögern

Foto: IntactGP

"Ich wollte natürlich mehr und so habe ich mich gegen Ende bei dem Versuch mich zu verteidigen, erneut in Kurve 10 verbremst. Dadurch habe ich den neunten Platz wieder verloren. So etwas darf mir einfach nicht passieren."

"Das ist natürlich ärgerlich, aber es waren die Fehler am Anfang, die uns das Rennen gekostet haben. Wir müssen jetzt schauen, woran es liegt, dass wir manchmal so unterschiedlich performen, denn obwohl ich mich wohlfühle, kommen in der nächsten Session keine guten Rundenzeiten mehr zustande."

"Man bemüht sich, fühlt sich wohl und auf einmal geht gar nichts mehr. Das kann nicht nur an mir oder dem Motorrad liegen", rätselt Schrötter. "Das müssen wir dringend in den Griff bekommen."

Tom Lüthi: "Hatte nicht den Speed"

Im Laufe des Barcelona-Wochenendes wurde bekannt, dass sich Lüthi und IntactGP mit Saisonende trennen werden. Der Schweizer wird 2021 bei SAG fahren, während Intact mit Tony Arbolino auf ein Talent aus der Moto2-Klasse setzen wird.

"Es war wieder ein sehr enttäuschendes Rennen", sagt Lüthi. "Ein elfter Platz reicht nicht aus und da gibt es auch nichts zu diskutieren. Ich hatte von Anfang bis zum Schluss den Speed nicht, hatte recht Mühe, diesen im Rennen mitzugehen. Ich musste wirklich kämpfen."

Tom Lüthi, Andrea Schlager

Tom Lüthi vor dem Start im Interview bei Andrea Schlager

Foto: IntactGP

"Obwohl ich dachte, dass es mit den neuen Reifen besser läuft, ich dran bleiben kann, musste ich feststellen, dass dem leider nicht so war. Ich bin extrem über dem Limit gefahren, was dazu geführt hat, dass ich keinen ordentlichen Rhythmus aufbauen konnte."

"Ich habe Zeit verloren und dann ging es Schritt für Schritt rückwärts, weil der Hinterreifen anfing abzubauen. Ich war dann im Kampf mit Ramirez und Marcel verwickelt, konnte Marcel auch wieder überholen, weil ich besser auf der Bremse war."

"Aber dann ist mir der erste Gang in Kurve 10 rausgesprungen. Dadurch bin ich fast gestürzt. So kam dann alles zusammen und leider sind wir beide sehr weit weg gewesen. Wir fahren jetzt heim und werden in Le Mans wieder mit voller Kraft angreifen."

Nach neun Rennen hält Lüthi Platz neun in der Weltmeisterschaft. Sein Rückstand auf die Spitze ist auf 93 Punkte angewachsen. Schrötter ist WM-Elfter.

Mit Bildmaterial von IntactGP.

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