Max Biaggi über Moto3-Projekt: "Große Chance für mich und Canet"

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Max Biaggi über Moto3-Projekt: "Große Chance für mich und Canet"
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23.03.2019, 09:01

Ex-MotoGP-Pilot Max Biaggi spricht über seine Rolle im neuen Moto3-Team mit Aron Canet und blickt auf die Höhepunkte seiner eigenen Rennfahrerkarriere zurück

Mit Max Biaggi ist in diesem Jahr ein großer Name in die Motorrad-WM zurückgekehrt. Der ehemalige MotoGP-Pilot und Superbike-Champion tritt mit einem eigenen Team in der Moto3 an und konnte schon im ersten Rennen, beim Saisonauftakt in Katar vor zwei Wochen, ein erstes Achtungszeichen setzen. Sein Schützling Aron Canet wurde Dritter.

Ein Erfolg, den Biaggi vorher so nicht erwartet hatte. "Ganz ehrlich, wenn man mit einem neuen Projekt an den Start geht, kommt es im ersten Rennen vor allem darauf an, mit ein paar guten Punkten nach Hause zu kommen, ohne großartig übers Gewinnen oder Verlieren nachzudenken", sagt der Ex-Rennfahrer im offiziellen MotoGP-Podcast.

"Der Fahrer muss sich ja erst einmal mit allem vertraut machen, seinem Team, dem Motorrad... Da ist es gut, sicher durchzukommen, und beim zweiten Rennen darauf aufzubauen", weiß Biaggi. Nicht für das neue Team, sondern auch für Canet war das wichtig. An seine erfolgreiche Saison 2017 hatte er im vergangenen Jahr nicht anknüpfen können.

Mit Aron Canet in der Moto3 zum Erfolg

Das soll sich im "Sterilgarda Max Racing Team" nun ändern. Es kam durch eine Fusion mit dem Moto3-Rennstall von Peter Öttl zustande, der als Teammanager fungiert. Biaggi erklärt: "Ich habe mein eigenes Team, aber ich bin kein Teammanager. Dafür habe ich gar nicht die Kapazitäten. Ich bin der Teambesitzer, der sich mehr hinter den Kulissen aufhält."

Aron Canet

Aron Canet konnte sich beim ersten Rennen sofort im Spitzenfeld behaupten

Seine Anfänge nahm das Projekt bereits vor zwei Jahren. "Wir begannen in der italienischen Meisterschaft, weil das einfacher war. Unser Fahrer war erst 14 Jahre alt, konnte also nicht von zu Hause weg und musste zur Schule. Wir haben klein angefangen und uns dann hoch gearbeitet, sind in die spanischen Meisterschaft gewechselt", erklärt Biaggi.

Sie sei sehr anspruchsvoll und das Niveau mit dem der Moto3 vergleichbar. Ein Aufstieg war deshalb der logische Schritt. "Das war eine große Chance, für mich, mein Team und auch für Aron Canet. Er wollte von Honda zu KTM zu wechseln. Der Deal kam zustande und nun versuchen wir, ihm das zu geben, was er braucht, um sein Talent zu zeigen."

Biaggi blickt auf Aprilia-Erfolge zurück

Angesprochen auf den persönlich besten Moment in seiner eigenen Rennfahrerkarriere erinnert sich Biaggi: "Das erste Mal, als wir mit Aprilia Erfolg hatten, in der 250er-Klasse." Damals, im Jahr 1994, wurde der Italiener Weltmeister. Nicht nur für ihn, auch für den Hersteller war es der erste Titel - und der "Beginn einer Ära", wie Biaggi selbst sagt.

Noch drei weitere Male wurde er in der mittleren Klasse Weltmeister, stieg dann in die Königsklasse auf. Legendär bis heute: seine Rivalität mit Valentino Rossi. Ein Titelgewinn gelang Biaggi anders als seinem Landsmann in der MotoGP jedoch nicht. Dafür konnte er später in der Superbike-WM erneut triumphieren, und das gleich zweimal.

2010 gewann er den ersten von zwei Titeln - wieder mit Aprilia. Der späte Erfolg überraschte Biaggi selbst: "Ich war ja auch schon 41 Jahre alt. Das ist nicht gerade das beste Alter für einen Athleten, ich hätte aufhören sollen. Aber in diesem Sport ist einfach alles möglich. Schaut euch Rossi an. Er performt immer noch auf so einem hohen Level."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Moto3
Autor Juliane Ziegengeist
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