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Dorna-CEO: "Fahrer hat nirgends so großen Einfluss wie in der MotoGP"

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Dorna-CEO: "Fahrer hat nirgends so großen Einfluss wie in der MotoGP"
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
19.12.2019, 07:42

Carmelo Ezpeleta, Vorsitzender der Dorna, schätzt die Rolle des Fahrers in der MotoGP so groß wie nie ein - Dominanz von Marc Marquez als Beweis dafür

Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta glaubt, dass der Fahrer in der MotoGP noch nie einen so großen Unterschied gemacht hat wie heute und sieht sich durch Marc Marquez' dominante Saison darin bestätigt. 2019 wurde der Spanier in 18 von 19 Rennen Erster oder Zweiter und stellte einen neuen Punkterekord auf.

Bereits vier Rennen vor dem Saisonfinale konnte der 26-Jährige seinen sechsten Titel in der Königsklasse feiern. Seit seinem Aufstieg 2013 wurde er mit Ausnahme einer Saison in jedem Jahr Weltmeister. Insgesamt nennt er acht Titel sein Eigen.

"Die Dominanz von Marquez spiegelt die Realität dieser Meisterschaft wider, in der der Fahrer einen größeren Unterschied macht als in jeder anderen Rennserie auf der Welt", betont Ezpeleta gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "In dieser Weltmeisterschaft hat der Fahrer mehr Einfluss als bei jedem anderen Motorsport-Event."

Das liegt aus seiner Sicht auch daran, dass man in den vergangenen zehn Jahren einige Anstrengungen unternommen hat, die Regeln der Meisterschaft anzupassen, um die technischen Unterschiede zwischen den Bikes zu verringern.

Wie hoch das Niveau und die Leistungsdichte sind, zeigte sich unter anderem im Jahr 2016, als die Saison neun verschiedene Rennsieger auf vier verschiedenen Fabrikaten verzeichnete. Dieser Eindruck manifestiert sich auch beim Blick auf die Zeiten.

So war der Abstand zwischen dem Rennsieger Andrea Dovizioso und dem letzten Punkterang mit Johann Zarco auf Platz 15 beim diesjährigen Grand Prix von Katar historisch noch nie so gering. Er betrug nur 15 Sekunden und 93 Tausendstel. Die fünf engsten Rennen der Geschichte liegen im Zeitraum von 2017 bis heute.

Das aktuelle Wettbewerbsniveau ist also hoch wie nie und doch ist Marquez der Konkurrenz oft einen Schritt voraus. Das spricht für seine Qualität als Fahrer. "Wenn ein Pilot besser abschneidet als der Rest, wie es jetzt der Fall ist und wie es auch schon vorher passierte, gewinnt er mehr als die anderen", hält Ezpeleta fest.

Und das wiederum nimmt Einfluss auf die Gesamtheit der Rennserie: "Wenn es zu seiner Zeit nicht ein Phänomen wie Marquez oder Valentino Rossi gegeben hätte, wären die anderen nicht auf dem Niveau, auf dem sie sich gerade befinden."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Autor Juliane Ziegengeist