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Dovizioso gibt zu: Teamwork mit Petrucci "eine riskante Sache"

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Dovizioso gibt zu: Teamwork mit Petrucci "eine riskante Sache"
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
24.07.2019, 14:57

Danilo Petrucci hat wiederholt betont, wie sehr ihm Teamkollege Andrea Dovizioso im Ducati-Werksteam zur Seite stand - Für "Dovi" hatte das jedoch zwei Seiten

Als Teamkollegen arbeiten Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci bei den Topteams der MotoGP wohl so eng zusammen wie niemand sonst. Während die Konkurrenz in der Vergangenheit sogar Wände hochzog, wie im Falle von Yamaha, läuft der Austausch im Ducati-Lager offen und intensiv. Das mag einer der Gründe dafür sein, dass beide Piloten siegfähig sind.

Für Dovizioso heißt das im Umkehrschluss aber auch, dass er im Kampf um den WM-Titel nicht nur gegen Marc Marquez (Honda), sondern auch den eigenen Ducati-Werkskollegen kämpft. Das eine oder andere Mal hat ihn das bereits wichtige Punkte gekostet. "Ich gebe zu, es ist eine ziemlich seltsame, anomale und riskante Sache", gesteht Dovizioso in Bezug auf die Teamarbeit mit "Petrux".

Im Interview mit 'Motorsport.com' erklärt der Italiener: "Wenn du tust, was ich tue, musst du an dich selbst glauben. Wenn du Angst hast, dass andere dich schlagen werden, wirst du nie etwas erreichen." Folglich entschied sich Dovizioso, seinem neuen Teamkollegen zu helfen, die eigene Performance zu verbessern - auch auf die Gefahr hin, dann von ihm besiegt zu werden.

"Als Danilo im vergangenen Jahr den Vertrag als offizieller Pilot unterzeichnete, war seine Leistung schlechter. Petrucci in dieser mentalen und fahrerischen Verfassung zu haben, wäre sinnlos gewesen", erklärt Dovizioso, der zugleich betont: "Ich kann ihm nur die Karten geben, die ich benutze, aber er ist es, der wissen muss, wie man sie benutzt und zu seinem eigenen Vorteil ausspielt."

Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci

In bisher drei Rennen sammelte Petrucci mehr Punkte als Dovizioso

Foto: LAT

Dass Petrucci allein durch Dovis Ratschläge automatisch schneller fahre, treffe demnach nicht zu. Dass er schnell ist, sei für Ducati aber auf jeden Fall viel nützlicher, "als einen starken Dovizioso und ihn viel weiter weg zu haben", sagt der WM-Zweite. "Sowohl für die Entwicklung des Bikes als auch für andere Dinge. Es ist riskant, weil er in der Weltmeisterschaft nicht weit weg ist, aber es war das Richtige."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Autor Juliane Ziegengeist