Schlägerei überschattet Venray-Wochenende

Ein turbulentes Oval-Wochenende auf dem Raceway Venray wurde überschattet von einigen handfesten Auseinandersetzungen – Freddie Hunt verletzt

Jede Menge guter Oval-Rennsport, aber auch zwei üble handgreifliche Auseinandersetzungen. Dies ist die Bilanz des NASCAR-Wochenendes auf dem niederländischen Raceway Venray.

Am Schlimmsten erwischte es dabei Freddie Hunt (DF1 Racing), der nach dem zweiten Montagsrennen im Garagenbereich offenbar von einem Konkurrenten niedergeschlagen wurde.

Nach den Informationen von Motorsport.com erlitt Hunt dabei einen Bruch des rechten Wangenknochens. Der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters James Hunt wird nach einem kurzen lokalen Krankenhausaufenthalt in seiner englischen Heimat weiter behandelt.

Hier die Bildergalerie aus Venray

 

Was war passiert?

Im zweiten Rennen der Elite-2-Klasse berührten sich Hunt und Claudio Guidici (Scuderia Giudici). Der Wagen des Italieners krachte mit hoher Geschwindigkeit in die Mauer und wurde stark beschädigt. Marco Spinelli (Double T) konnte dem havarierten Fahrzeug nicht mehr ausweichen und knallte seinerseits mit hoher Intensität in das Wrack.

Beide Fahrer mussten anschließend ärztlich behandelt werden. In der Boxengasse kam es daraufhin zu einem ersten Handgemenge.

Big-One mit 15 Fahrzeugen

Während Stienes Longin (PK Carsport) einen Venray-Doppelsieg feiern konnte, brach rund 45 Minuten nach dem Rennende das zweite Handgemenge aus, im Rahmen dessen sich Hunt seine Verletzung zuzog.

In der Elite-1-Klasse gewann Frederic Gabillon (RDV) das Sonntagsrennen. Der Franzose kämpfte sich von der dritten Startposition an die Spitze und profitierte dabei von einer Safety-Car-Phase, die Freddie Nordstrom (Caal) mit einem Mauerkontakt in der ersten Kurve auslöste.

Im zweiten Rennen siegte Anthony Kumpen (PK Carsport) vor Borja Garcia (SPV) und Lokalmatador Barry Maessen (Maessen).

In diesem Rennen kam es zu einem spektakulären "Big One" mit 15 beteiligten Piloten.

 

Nach dem Restart griff zunächst Gianmarco Ercoli (Double T) nach der Führung, wobei es zu einem Kontakt mit Kumpen kam. Der Italiener drehte sich und knallte in die Mauer, wohingegen Kumpen weiterfuhr und den Sieg holte.

Auch dabei kam es nach dem Rennen beinahe zu einer Konfrontation, als Ercoli wild gestikulierend in Richtung Kumpen marschierte.

Gründliche Untersuchung der Vorfälle

Gegenüber Motorsport.com kommentierte Kumpen den Vorfall wiefolgt: "Ercoli war innen, aber aus unerklärlichen Gründen kam er plötzlich nach außen. Das ist nicht seine Linie." Vom Italiener gab es dazu keine Stellungnahme.

Mathias Lauda, der sich das DF1-Auto mit Freddie Hunt teilt und eigentlich in der Elite-1-Klasse starten sollte, war übrigens nicht in Venray, weil er vertraglichen Verpflichtungen im Rahmen des Formel-1-Wochenendes von Barcelona nachgehen musste.

 

Natürlich werden die handgreiflichen Vorfälle von Venray ein Nachspiel haben: Die NASCAR Whelen Euro Serie befindet sich in dieser Angelegenheit bereits in intensivem Kontakt mit den NASCAR-Bossen in den USA.

Der aktuelle Stand der Dinge ist: "Alle Vorfälle vom Pfingstmontag werden derzeit gründlich untersucht. Wir sind gerade dabei, alle vorhandenen Informationen zu sammeln und zu sichten."

Daher könne man "zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Kommentare" abgeben. Eine offizielle Stellungnahme der NASCAR Whelen Euro Serie steht also noch aus, wird aber in den kommenden Tagen erwartet.

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Über diesen Artikel
Rennserien NASCAR Euro
Veranstaltung Venray
Rennstrecke Raceway Venray
Fahrer Anthony Kumpen , Freddie Hunt
Artikelsorte Rennbericht
Tags anthony kumpen, claudio guidice, freddie hunt, marco spinelli, nascar, nascar euro, nwes, raceway venray