WEC am Nürburgring: Porsche siegt klar vor Audi, Toyota ohne Chance

Porsche hat den 4. Saisonlauf der Langstrecken-WM (WEC) am Nürburgring für sich entschieden, aber Audi ist mit beiden Fahrzeugen auf das Podest gefahren. Toyota wiederum war ohne Chance und kam nicht über die Plätze fünf und sechs hinaus.

Die japanische Marke tat sich mit den beiden Autos #5 und #6 von Anfang an schwer und fiel rasch weit hinter die Konkurrenz zurück, sodass nur Audi und Porsche um den Sieg fuhren.

 

Und Audi setzte Porsche vor allem zu Beginn mächtig zu. „Im ersten Rennabschnitt waren sie sehr stark“, sagt Porsche-Fahrer Mark Webber. „Dann allerdings ging ihnen scheinbar die Luft aus. Das war natürlich gut für uns.“

Je länger das Rennen dauerte, umso größer wurde der Vorsprung des #1 Porsche, der schließlich überlegen als Erster die Zielflagge sah – in den Händen von Timo Bernhard, der auch den Startstint gefahren war.

„Das große Ziel war der Heimsieg. Aber diesen Heimsieg mussten wir uns hart erkämpfen“, sagt der Deutsche.

Denn ganz problemlos verlief der Rennsonntag für die aktuellen Sportwagen-Weltmeister nicht: „Ein schleichender Plattfuß zwang uns eher an die Box als geplant. Wir mussten unsere Strategie umstellen“, erklärt Brendon Hartley.

Das gelang und die Titelverteidiger siegten erstmals 2016 in der WEC. „Dieser Erfolg ist umso wichtiger, weil die ersten Rennen sehr schwierig für uns waren“, sagt Bernhard. Und Webber ergänzt: „Schön, dass unser Auto nun auch wieder vorn dabei ist. Darauf haben wir gewartet.“

Audi wiederum reist mit gemischten Gefühlen vom Nürburgring ab. „Wir haben unser Bestmöglichstes getan“, sagt Lucas di Grassi vom #7 Audi, der auf Platz zwei einlief. „Gegen den #1 Porsche konnten wir letztlich nichts ausrichten.“

Sein Teamkollege Oliver Jarvis jedoch bemerkte, dass das Ergebnis durchaus positiv zu werten sei. „Immerhin waren wir dazu in der Lage, es nach Le Mans mit Porsche aufzunehmen.“ Zudem habe man erfolgreich den Abstand auf die aktuellen WM-Spitzenreiter im #2 Porsche verringert.

Blick in die Klassen
Der #13 Rebellion R-One siegte bei den LMP1-Privatiers, weil sowohl der #4 ByKolles CLM als auch das #12 Schwesterauto von Rebellion Racing in technische Probleme gerieten. So war der Weg frei für Alexandre Imperatori, Dominik Kraihamer und Matheo Tuscher, die souverän den Klassensieg einstrichen.

In der LMP2-Kategorie profitierte der #36 Signatech-Alpine vom Defektpech des #26 G-Drive-Oreca, der während des Rennens mit technischen Problemen an die Box geholt wurde – in Führung liegend. Anschließend hatten Nicolas Lapierre, Gustavo Menezes und Stephane Richelmi vergleichsweise leichtes Spiel.

Ein packendes Duell lieferten sich hingegen Aston Martin und Ferrari in der LMGTE-Pro-Klasse. Am Ende gelang es Gianmaria Bruni und James Calado jedoch, die britische Konkurrenz hinter sich zu lassen und den ersten Saisonsieg für den #51 Ferrari von AF Corse zu erzielen. Aston Martin wiederum gewann die LMGTE-Am-Konkurrenz mit Paul dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda.

Weiter geht’s in der WEC im September in Mexiko.

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Über diesen Artikel
Rennserien WEC
Veranstaltung Nürburgring
Unterveranstaltung Rennen, Sonntag
Rennstrecke Nürburgring
Artikelsorte Rennbericht
Tags audi, ferrari, ford, lmgte, lmp1, lmp2, nurburgring, porsche, sportwagen, toyota, wec