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Rallye Dakar: Zukunft ungewiss, Veranstalter "unter Druck"

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Rallye Dakar: Zukunft ungewiss, Veranstalter "unter Druck"
Autor:
Co-Autor: Sergio Lillo
21.01.2019, 13:17

Dakar-Direktor Etienne Lavigne zieht nach der diesjährigen Marathon-Rallye in Südamerika Bilanz und spricht auch über die ungewisse Zukunft der Veranstaltung

Nach der Dakar ist vor der Dakar. So sagt man in Rallyekreisen. Doch in diesem Jahr stellen sich vor allem die Fragen: Gibt es überhaupt noch einmal eine Dakar? Und wenn ja, mit welchem Format - und wo? Denn die Dakar-Ausgabe 2019 hat Fragen aufgeworfen und Zweifel gesät: Mit Peru stand nur ein Land für die Austragung zur Verfügung, die wenig abwechslungsreichen und kurzen Etappen waren Gegenstand teils heftiger Kritik. Und doch zeigt sich Dakar-Direktor Etienne Lavigne im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' nicht unzufrieden.

"Unterm Strich ist es gut gelaufen", meint er und kann "eine gewisse Erleichterung" nicht verhehlen. Dieses Mal sei es schließlich "besonders kompliziert" gewesen, sagt Lavigne und verweist auf die Planungsphase, in der er reihenweise Absagen von potenziellen Gastgeberländern kassiert habe. "Zwischen April und August [2018] hatten wir einige turbulente Monate. Wir wussten nicht, auf was wir hinarbeiten sollten. Im Juli hatten wir keine Ahnung, wie groß die Resonanz bei den Teilnehmern ausfallen würde. Die beste Überraschung war daher die hohe Anzahl an Fahrern." Mit insgesamt 334 Beteiligten lag die Dakar 2019 auf dem Niveau der vergangenen Jahre.

Die Dakar-Route 2019 - erstmals überhaupt nur in einem Land - hingegen war neu und neuartig. Lavigne spricht sogar von einem "neuen Format" für seine Veranstaltung, "mit nur zehn Prüfungen und praktisch mit nur einem Terrain", so der Franzose. Die Mehrheit der Wettfahrt wurde dieses Jahr in der peruanischen Wüste ausgetragen, über insgesamt 5.603 Kilometer, wovon 2.961 auf Zeit zu absolvieren waren - also deutlich weniger als bei vergangenen Dakar-Rallyes, die gut 9.000 Kilometer auf die Tachos brachten.

Was 2020 passiert, ist noch unklar

Die geringere Distanz mache die 2019er-Dakar zur "einfachsten" bisher, meint Lavigne. "Ich kann die Kritik also nachvollziehen. Die Qualität einer Route wird aber nicht alleine anhand der Kilometer bestimmt. Dieses Mal waren die Etappen zwar kürzer, aber technischer und intensiver. Es war auch eine authentische und anspruchsvolle Dakar, die sich sehr von den bisherigen Ausgaben unterschieden hat. Und trotz der kurzen Prüfungen gab es einen tollen Wettbewerb."

Und damit zurück zur Ausgangsfrage: Was nun? Das weiß selbst Lavigne nicht zu sagen. "Leider kann ich derzeit keine Auskunft zur Zukunft der Dakar geben. Das ist wirklich kein Vergnügen." Er würde "herzlich gerne" schon jetzt über die Austragungsorte der nächsten Wüstenrallye im Jahr 2020 berichten. "Das kann ich aber nicht", erklärt Lavigne und meint, die Situation sei "super schwierig" für die Organisatoren: "Du hast nur wenig Zeit und stehst unter immensem Druck."

Zumal schon in "drei, vier Monaten", so Lavigne weiter, ein erster Routenvorschlag für die 42. Rallye Dakar sowie weitere Details zur mittelfristigen Zukunftsplanung der Traditionsrallye vorliegen sollen. Partner, Sponsoren und Teilnehmer wollen Klarheit haben. "Wir können uns auf keinen Fall mehr eine Situation wie in den vergangenen Monaten leisten", sagt Lavigne. Negativschlagzeilen wie durch die Absage von südamerikanischen Gastgeberländern würden der Dakar und ihren Planern nur schaden.

Die Formel für eine "ideale" Dakar

Immerhin hätten die Organisatoren so gelernt, sich rasch auf neue Gegebenheiten einzustellen, meint Lavigne. "Wenn es dir nicht möglich ist, deine Sache durchzuziehen, dann musst du einen anderen Kurs einschlagen. Das macht es aber kompliziert, weil du super schnell eine Strategie entwickeln musst", erklärt er. Dabei liege für ihn die "ideale" Dakar auf der Hand: "Du brauchst drei Länder, drei unterschiedliche Terrains und abwechslungsreiche Prüfungen. Nur so kannst du die Fahrer vor Überraschungen stellen." Die Dakar 2018 mit Argentinien, Bolivien und Peru habe all diese Kriterien erfüllt.

Doch Südamerika ist längst kein Selbstläufer mehr für Lavigne und seine Mitstreiter. "Die Situation hat sich [dort] in den vergangenen Jahren dramatisch verschlechtert. Bis 2016 oder 2017 wurden wir von den Ländern mit Kusshand aufgenommen. Aber die wirtschaftliche Lage in Argentinien, Chile und Peru ist heute eine andere. Und wenn ein Staatsmann seine Ausgaben reduzieren muss, dann ist die Medienwirksamkeit der Dakar als Sportveranstaltung schlicht nicht groß genug." Was Lavignes Aufgabe nicht einfacher macht.

Mit Bildmaterial von Red Bull Content Pool.

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Artikel-Info

Rennserie Rallye Dakar
Autor Stefan Ehlen