Alain Prost: Überraschungen in der Formel 1 nur durch komplett freie Reifenwahl

Der viermalige Weltmeister Alain Prost schlägt vor, die Reifenwahl in der Formel 1 komplett freizustellen – ähnlich wie in der MotoGP. Dann könnten auch die kleinen Teams für Überraschungen sorgen.

„Ich würde die Regeln gerne so ändern, dass das Durchschnittsteam, kleinere Teams, die Chance bekommen, mitunter einen besseren Job zu machen als die an der Spitze“, erklärte Prost.

„Das kann man nur mit weniger aerodynamischem und mehr mechanischem Grip, denn dann kann man unterschiedliche Strategien fahren. Dann haben die Teams die Möglichkeit, am mechanischen Grip zu arbeiten.“

 

Seit dieser Saison haben die Teams zwar schon eine größere Auswahl an Reifen, Prost findet aber, man sollte die Vorschriften noch mehr lockern. In seinen Augen sollte das sogar soweit gehen, dass ein Auto vorne eine andere Mischung fahren darf als hinten.

„Vielleicht sollte man völlig freie Wahl bei den Reifen haben und unterschiedlich wählen können. Man sollte es den Teams überlassen – sogar mit weichen Reifen vorne und harten hinten“, erklärte Prost.

„Dann könnte es mitunter passieren, dass ein durchschnittliches Team wie Force India, das einen guten Job macht, sein Auto anders als die Top Teams abstimmt. Die könnten das nicht tun, weil sie die Konkurrenz mehr im Auge haben müssen.“

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„So kann es Überraschungen geben. Das ist aber nur mit weniger Abtrieb und anderen Reifen möglich.“

In der MotoGP sind unterschiedliche Reifen Gang und Gäbe und ein Bike kann sogar vorne mit einem Regenreifen und hinten mit einem Slick bestückt werden.

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Fahrer Alain Prost
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Tags formel 1, pirelli, prost, reifen