Alpine: Starkes Saisonfinish 2021 genauso wichtig wie Sieg in Ungarn

Alpine-CEO Laurent Rossi sieht die sich verbessernde Form des Teams zum Ende der Saison 2021 als genauso wichtig an wie den überraschenden Sieg in Ungarn

Alpine: Starkes Saisonfinish 2021 genauso wichtig wie Sieg in Ungarn
Esteban Ocons Überraschungssieg beim Grand Prix von Ungarn in Budapest war mit Sicherheit das unumstrittene Highlight für Alpine in der Formel-1-Saison 2021. Der Franzose feierte seinen ersten Grand-Prix-Sieg, während für das Team aus Enstone mit dem ersten Sieg seit 2013 eine Durststrecke endete.

Mindestens genauso wichtig wie der Sieg waren aus Sicht von Alpine-CEO Laurent Rossi aber die konstanten Fortschritte, die er im Verlauf der vergangenen Saison gesehen hat.

"Es war natürlich ein großer Moment in dieser Saison, ein Beweis für die gute Arbeit, die wir geleistet haben", sagt Rossi über Ocons Budapest-Sieg. "Aber ich würde sagen, nicht so sehr wie die 19 Rennen, die wir in den Punkten beendet haben."

Ungarn-Sieg verdient, aber unter speziellen Umständen

In dem Zusammenhang hebt der Franzose vor allem die Plätze drei und fünf in Katar hervor sowie den vierten Platz von Ocon in Dschidda. "Es ist eher die schrittweise Entwicklung, das ständige Lernen, die ständige Verbesserung des Teams, die für die Zukunft und die Marke Gutes verheißt", hält der Markenchef fest.

"Der Sieg ist großartig, verstehen Sie mich nicht falsch. Aber er wurde natürlich unter besonderen Umständen errungen, auch wenn er verdient war." Damit spricht Rossi den chaotischen Start bei nassem Wetter an, von dem Ocon in Ungarn profitierte.

Doch auch unter normaleren Rennbedingungen habe Alpine bewiesen, dass die Formkurve nach oben zeigt, vor allem in den letzten Rennen der Saison. "Das macht mich sehr zuversichtlich und stolz auf das Team. Das war also genauso wichtig wie der Sieg."

Formel-1-Saison 2022: Warum Rossi zuversichtlich ist

In der Konstrukteursmeisterschaft spiegelte sich der Aufwärtstrend am Ende in einem fünften Platz wider. Was die Aussichten für 2022 angeht, ist der Alpine-CEO entsprechend optimistisch. Angesprochen auf das neue Formel-1-Reglement sagt er: "Ich bin nicht wirklich nervös, denn wir können viel gewinnen."

"Es gibt eine Menge Vorteile für uns. Natürlich können wir auch schlechter abschneiden als im Vorjahr, aber das bezweifle ich. Wir haben eine gute, eine andere Entwicklung auf der Motorenseite und eine gute Entwicklung auf der Autoseite. Die Roadmap, die wir zu Beginn des Jahres festgelegt haben, halten wir ein."

Rossi glaubt und hofft, dass das Alpine näher an die Spitze des Feldes bringen wird. "Vielleicht nicht auf das Niveau der Topteams, aber wir wissen es nicht", blickt er voraus.

"Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass wir durch die veränderten Voraussetzungen im Bereich der Aerodynamik und dem Einsatz von elektrischer Energie die Lücke zwischen uns und den Besten verkleinern werden, und das auch unter der Annahme, dass die Besten ebenfalls Fortschritte machen werden", so Rossi.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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