April, April: Was die anderen geschrieben haben

Ein Formel-1-Grand-Prix in Südtirol oder die Disqualifikation für Track-Limits-Verstöße: Wie unsere Kollegen ihre Leser am 1. April veräppelten

April, April: Was die anderen geschrieben haben

Nicht nur wir in der Redaktion von 'Motorsport-Total.com' versuchen Jahr für Jahr aufs Neue, den einen oder anderen Leser mit einem kreativen Aprilscherz hinters Licht zu führen. Diesmal haben wir im Zeichen der Nachhaltigkeit eine "Baum-Prämie" für jeden WM-Punkt ausgelobt - doch soweit ist es (noch) nicht.

Auch unsere internationalen Kollegen haben die Köpfe rauchen lassen, um das heutige Datum gebührend zu feiern. Und weil die Formel 1 ja immer auf der Suche nach neuen, attraktiven Austragungsorten ist, dachte sich die Redaktion von SportNews.bz kurzerhand: Warum die Königsklasse nicht nach Südtirol holen?

Auf Initiative von Günther Steiner, selbst gebürtiger Meraner, soll genau dort schon im kommenden Jahr ein Formel-1-Grand-Prix ausgetragen werden, hieß es. "Ich hatte schon länger die Idee, die Formel 1 nach Südtirol zu bringen", wird der Haas-Teamchef zitiert. Der neue Formel-1-Boss Stefano Domenicali sei als ausgesprochener Südtirol-Freund gleich Feuer und Flamme gewesen für die Idee.

Der Traum vom Formel-1-Stadtkurs in Meran

Eine Grand-Prix-Strecke nach dem Vorbild der Stadtkurse von Monte-Carlo und Baku stehe bereits fest, jetzt müsse nur noch ein Termin gefunden werden. Ja, es wäre ein echter Sensationscoup für die Region, doch die Geschichte ist frei erfunden.

Das gilt auch für das, was die Satireplattform WTF1 ihren Lesern heute weismachen wollte - mit einigem Erfolg, wenn man sich in den Kommentaren umsieht. Autor Tom Bellingham knüpfte direkt an den jüngsten Formel-1-Grand-Prix in Bahrain und die damit einhergehende Kontroverse über die Track-Limits an.

Wir erinnern uns: Weil Red-Bull-Pilot Max Verstappen beim Überholmanöver an Mercedes-Konkurrent Lewis Hamilton in Kurve 4 über die weiße Linie hinausgetragen wurde, musste er die gewonnene Position zurückgeben. Hamilton, seinerseits im Verlauf des Rennens ebenfalls mehrfach neben der weißen Linie, wurde nicht bestraft. Das sorgte bei viele Fans für Verwirrung und einigen Unmut.

Schwarze Flagge bei Verstoß gegen Track-Limits

Um genau das zu verhindern, wird laut WTF1 beim nächsten Grand Prix in Imola eine "No Nonsense"-Politik verfolgt. Soll heißen: Die Stewards können einen Fahrer für Missachtung der Track-Limits ab sofort disqualifizieren! Wer sich mit allen vier Rädern außerhalb der weißen Linien befindet, erhält die schwarze Flagge.

Gelten solle diese verschärfte Regel in allen Sessions. Selbst ein Überschreiten in einem Freien Training könnte demnach eine Disqualifikation nach sich ziehen, was bedeuten würde, dass der betreffende Fahrer das restliche Wochenende nicht mehr bestreiten dürfte. Ziemlich rigoros - und vollkommen unwahr.

Auch der Baku City Circuit erlaubte sich auf Twitter einen Aprilscherz - und demonstrierte damit in Zeiten wie diesen, wie man es genau nicht machen sollte. Denn als "Breaking News" wurde verkündet, dass das Rennen in Aserbaidschan wegen der Pandemie ausfallen müsse, nur um weiter unten im Tweet aufzuklären, dass es sich um einen Scherz handele. Die Mehrheit der Leser fand das gar nicht witzig.

Angebliche Baku-Absage: Tweet wurde gelöscht

Immerhin waren bereits im Vorjahr zahlreiche Rennen abgesagt oder verschoben worden, darunter auch Baku. Und angesichts der anhaltenden Gefahrenlage weltweit empfanden es viele User doch ziemlich geschmacklos, damit Scherze nun zu machen.

Das wurde offenbar auch der PR-Abteilung des Baku City Circuit schnell bewusst. Mittlerweile ist der Tweet zur vermeintlichen Absage gelöscht worden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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