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Exempel bleibt aus: Günther Steiner muss Geldstrafe zahlen

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Exempel bleibt aus: Günther Steiner muss Geldstrafe zahlen
Autor:
Co-Autor: Scott Mitchell
11.10.2019, 06:59

Verweis aus dem Fahrerlager, hohe Geldstrafe, Punktabzug: Günther Steiner hätte es hart treffen können - Jetzt wurde eine eher milde Strafe ausgesprochen

Aufgrund seiner deutlichen Kritik gegenüber eines Rennkommissars in Sotschi wurde Haas-Teamchef Günther Steiner zu einer Geldstrafe von 7.500 Euro verurteilt. Eine vergleichsweise milde Strafe, denn es wurde über ein Verweis aus dem Fahrerlager, eine Strafe von bis zu 250.000 Euro und einem Punktabzug in der Teamwertung diskutiert. Beim Besuch der Rennkommissare in Japan ist Steiner aber zurückgerudert.

"Hätten wir nicht einen völlig dummen, idiotischen Kommissar, wären wir Achter geworden", polterte Haas-Teamchef Steiner nach dem Russland-Grand-Prix am Boxenfunk von Kevin Magnussen. Der Südtiroler ergänzte: "Du weißt, wer er ist ..." Danach brach er den Funk ab. Auch Magnussen bezeichnete die Fünf-Sekunden-Strafe gegen ihn - er hatte einen Notausgang nicht korrekt durchfahren - als "Bullshit".

Da einige Haas-Teammitglieder in Russland nicht mehr verfügbar waren, wurde der Fall bis zum Japan-Wochenende verschoben. Mit der Geldstrafe von 7.500 Euro sind die Verantwortlichen jetzt zu einem Urteil gekommen. Laut den Rennkommissaren "bereut" Steiner seine Wortwahl, die "in der Hitze des Gefechts" entstanden seien. Deshalb scheint die Strafe auch nicht so drastisch ausgefallen zu sein, wie befürchtet.

Obwohl die Regelhüter keine Intention Steiners erkannt haben, "der Meisterschaft oder dem Automobil-Weltverband (FIA) schaden zu wollen", werten sie den Angriff des Teamchefs als Beleidigung gegenüber den Rennkommissaren und ihrer Arbeit. Für dieses "moralische Fehlverhalten" wurde Steiner letztlich bestraft. Außerdem sollen seine Aussagen "dem Ruf des Motorsports" geschadet haben, weshalb eine Strafe unumgänglich gewesen sei.

In einem Statement der Rennkommissare heißt es: "In privaten Diskussionen ist Kritik an der Rennkommission und ihren Entscheidungen immer willkommen. Persönliche, öffentliche Angriffe gegenüber den Kommissaren sind hingegen unakzeptabel." Da Steiner mit seiner Kritik an der FIA als Wiederholungstäter gilt, erwägt der Verband bei weiteren Vergehen, härtere Sanktionen auszusprechen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Formel 1
Autor André Wiegold