Formel 1 Frankreich 2018: Abschlusstraining fällt ins Wasser

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Formel 1 Frankreich 2018: Abschlusstraining fällt ins Wasser
Autor: Christian Nimmervoll
23.06.2018, 12:01

Weil die Teams für Qualifying und Rennen Regenreifen sparen mussten, wurde im dritten Freien Training in Le Castellet kaum gefahren - Wieder Bestzeit für Mercedes

Valtteri Bottas (Mercedes) hat sich die Bestzeit im dritten Freien Training zum Grand Prix von Frankreich gesichert. Doch im Grunde genommen war die letzte Session vor dem Qualifying in Le Castellet wertlos. Schon nach wenigen Minuten setzte Regen ein, sodass die gewerteten Rundenzeiten allesamt den (bedeutungslosen) Schnupper-Runs gleich zu Beginn entsprangen.

Danach herrschte erstmal gut eine halbe Stunde lang tote Hose. "Ich bin ganz baff, dass niemand die Gelegenheit nutzt, um Daten zu sammeln. Denn wenn es so bleibt, werden im Qualifying einige ziemlich dumm aus der Wäsche schauen", wundert sich 'Sky'-Experte Anthony Davidson.

Es soll genau so bleiben: "Für das Qualifying rechnen wir mit einem schweren Gewitter. Und für das Rennen morgen auch", prognostiziert Formel-1-Sportchef Ross Brawn. Aber genau das, so Nico Hülkenberg (Renault/ohne Zeit), ist der Grund dafür, dass niemand viel trainiert hat!

Denn den Formel-1-Fahrern stehen nur drei Sätze Regenreifen und vier Sätze Intermediates für das Rennwochenende zur Verfügung. Die schon im Freien Training zu verballern, wäre keine gute Idee. "Dann haben wir zu wenig Reifen", sagt Hülkenberg. "Auf dieser Strecke bist du da schnell durch. Also sparen wir."

Erst zehn Minuten vor Ende der Session gingen doch noch ein paar Fahrer auf die Strecke. Das einzige Team, das sich halbwegs ernsthaft auf ein Regen-Qualifying vorbereitete, war Williams. Sowohl Lance Stroll als auch Sergei Sirotkin drehten zwei gezeitete Runden. Am Ende fuhr Stroll 2:02.4 Minuten und war um 1,7 Sekunden schneller als sein Teamkollege. Sonst gab es keine Regen-Rundenzeiten.

Charles Leclerc (Sauber) ging am Ende auf die Strecke und schaffte eine Zeit von 2:11.7 Minuten. Viel wichtiger aus Schweizer Sicht aber, dass Marcus Ericsson nach dem Feuerunfall am Freitag sein neues Chassis einfahren konnte. Wenn auch nur drei Runden lang.

Die Trocken-Bestzeit von Bottas lag übrigens bei 1:33.666 Minuten. Der Mercedes-Fahrer setzte sich vor Carlos Sainz (Renault/+1,287) und Leclerc (+1,346) an die Spitze. Sebastian Vettel (5./Ferrari/+3,090) gehörte mit fünf Runden zu den fleißigsten Piloten der Session.

Brendon Hartley (Toro Rosso) drehte drei Installation-Laps mit einem neuen Honda-Antrieb. Der alte wurde nach einem Defekt im Freitagstraining ausgebaut und nach Japan geschickt. Das bedeutet eine Plus-35-Strafe für den Neuseeländer.

Für das Rennen kreiert die veränderte Wetterlage zusätzliches Spannungspotenzial. "Eigentlich", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner, "kann man hier nicht so gut überholen. Aber wenn die Startaufstellung durch das Wetter durchgemischt wird, können wir uns denke ich auf ein gutes Rennen freuen!"

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